Festnetz-Telefon, Festnetz

Festnetz-Telefon wird immer weniger genutzt

07.07.2024 - 06:00:36 | dpa.de

«Ich rufe mal auf dem Festnetz an» - solche SĂ€tze waren frĂŒher ĂŒblich, denn teure Verbindungen auf ein Handy sollten vermieden werden. Das ist lange her.

Das Festnetz bleibt einer Umfrage zufolge vor allem fĂŒr Ă€ltere Menschen wichtig. (Symbolbild) - Foto: Bernd Weissbrod/dpa
Das Festnetz bleibt einer Umfrage zufolge vor allem fĂŒr Ă€ltere Menschen wichtig. (Symbolbild) - Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Das Festnetz-Telefon verliert weiter an Bedeutung. Wie eine Umfrage des Vergleichsportals Verivox ergab, greifen nur noch 16,1 Prozent der Nutzer von stationĂ€ren TelefonanschlĂŒssen zu Hause tĂ€glich zum Hörer. Das waren 2,6 Prozentpunkte weniger als bei der gleichen Umfrage vor einem Jahr.

Andere Befragte telefonierten zwar nicht tĂ€glich, aber zumindest mehrmals die Woche oder sie griffen mehrmals im Monat zum Hörer. 30 Prozent der 1030 Befragten gaben an, dass sie gar kein Festnetz-Telefon mehr nutzen. Der Befragung zufolge bleibt das Festnetz vor allem fĂŒr Ă€ltere Menschen wichtig. 

Der Bedeutungsverlust zeigt sich auch darin, dass jeder fĂŒnfte Befragte, der einen Festnetz-Anschluss hat, nicht mal dessen Telefonnummer auswendig konnte. Die in der Umfrage aufgezeigte Entwicklung deckt sich mit einer Erhebung der Bundesnetzagentur, der zufolge im vergangenen Jahr von Festnetz-Telefonen in Deutschland 20 Prozent weniger GesprĂ€chsminuten abgegangen sind als 2022. 

«Die Festnetz-Telefonie nimmt ab, weil immer mehr Menschen auch zu Hause mit ihren Handys telefonieren», sagt Marc Albers, Privatkundenchef von Vodafone Deutschland, ĂŒber die Entwicklung. Das liege daran, dass Sprachtelefonie in Mobilfunktarifen immer hĂ€ufiger ohne Zusatzkosten enthalten sei und Mobilfunksignale durch den fortgeschrittenen Mobilfunk-Ausbau immer besser auch in die HĂ€user hineinreichten. «Und schließlich telefonieren wir hĂ€ufiger auch ĂŒber Datendienste wie WhatsApp und Co., weil das Festnetz-Internet immer besser wird», sagt Albers.

 

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