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iCloud Private Relay: Apple behebt IP-Adress-Leck in iOS 26.6.1

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 13:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple schließt mit iOS 26.6.1 und macOS 26.6.2 ein IP-Leck in Safari, das Private Relay umging. Andere WebKit-Browser bleiben betroffen.

Apple behebt IP-Lecks in Safari: Private Relay-Schwachstelle geschlossen
Ein modernes Smartphone liegt auf einem minimalistischen Schreibtisch mit ausgeschaltetem Bildschirm. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple hat mit den Updates iOS 26.6.1 und macOS 26.6.2 einen Fehler behoben, durch den die IP-Adresse von Nutzern trotz aktivierter iCloud Private Relay-Funktion sichtbar werden konnte. Der Fix betrifft allerdings ausschließlich den Browser Safari – andere Browser, die auf der WebKit-Engine basieren, bleiben von dem Problem betroffen.

Drei WebKit-Funktionen als Einfallstor

Ursache des Lecks waren laut cyberinsider.com drei WebKit-Funktionen: dns-prefetch, WebAuthn und WebTransport. Über diese Mechanismen konnte der eigentlich zwischengeschaltete Proxy von Private Relay umgangen werden, sodass die tatsächliche IP-Adresse eines Nutzers offengelegt wurde.

Die Entwickler Talal Haj Bakry und Tommy Mysk entdeckten das Problem am 5. August 2026 und machten es öffentlich. Bemerkenswert ist, dass Apple den Fix in den offiziellen Security-Release-Notes nicht gesondert erwähnte, obwohl er als Reaktion auf die gemeldete Schwachstelle gilt.

iCloud Private Relay soll eigentlich verhindern, dass Websites und Netzwerkanbieter den Standort und die Identität von Nutzern anhand ihrer IP-Adresse nachvollziehen können, indem der Datenverkehr über zwischengeschaltete Server geleitet wird. Ein Leck dieser Art untergräbt genau dieses Kernversprechen der Funktion.

Rechtliche Konsequenzen

Die Entdeckung des Lecks blieb nicht ohne juristische Folgen: Die Clarkson Law Firm reichte laut newsatw.com eine Klage in diesem Zusammenhang ein. Details zum Streitgegenstand oder zur Schadenshöhe wurden in den vorliegenden Berichten nicht genannt.

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Teil eines größeren Sicherheitspakets

Der Private-Relay-Fix reiht sich in ein umfangreicheres Update-Paket ein, das Apple parallel veröffentlichte. iOS 26.6.1 und macOS Tahoe 26.6.2 beheben insgesamt 29 CVEs, von denen 21 WebKit betreffen. Neun dieser Schwachstellen wurden von OpenAI Codex Security entdeckt.

Unter den behobenen Fehlern befand sich auch eine Audio-Schwachstelle, über die Daten hätten abfließen können, sowie ein Telefonie-Fehler, der einen Bypass der IPSec-Verschlüsselung ermöglichte. Für ältere Geräte, die nicht mehr auf die aktuelle iOS-Version aktualisiert werden können, veröffentlichte Apple zusätzlich iOS 18.7.10.

Parallel dazu befinden sich iOS 26.6.1 und iPadOS 26.6.1 als Betas mit weiteren Sicherheitskorrekturen in der Testphase. Bereits mit iOS 26.6 hatte Apple zudem ein Warnsystem gegen bösartige iMessages eingeführt.

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Nutzer, die auf umfassenden Schutz ihrer Privatsphäre setzen, sollten angesichts der beschränkten Reichweite des aktuellen Fixes bedenken, dass Private Relay in anderen WebKit-basierten Browsern als Safari weiterhin die tatsächliche IP-Adresse preisgeben kann.

Apples nächste große Version, iOS 27, wird nach aktuellem Stand in etwa einem Monat erwartet und dürfte weitere Stabilitäts- und Sicherheitsverbesserungen mitbringen.

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