Ikea Klippkaktus fĂŒr 5,99 Euro: KrĂ€uter sollen bis zu drei Wochen frisch bleiben
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Frische KrĂ€uter wie Petersilie, Schnittlauch oder Minze verderben im KĂŒhlschrank oft nach wenigen Tagen. Gezielte Aufbewahrungssysteme sollen dieser Verschwendung im Alltag entgegenwirken.
Der Möbelkonzern Ikea fĂŒhrt mit dem Klippkaktus einen KrĂ€uterbehĂ€lter fĂŒr 5,99 Euro im Sortiment, der laut Unternehmensangaben Petersilie, Koriander, Minze, Schnittlauch, Dill sowie Spargel bis zu zwei bis drei Wochen frisch halten soll.
Das System besteht aus einer transparenten Kuppel mit einer Ăffnung zum direkten Abzupfen der KrĂ€uter und einem wasserdichten, unteren BehĂ€lter, der optional mit Wasser befĂŒllt werden kann.
Im Onlineshop des Anbieters liegt die Kundenbewertung bei 4,4 von 5 Sternen, wie aus einem Bericht vom 13. Oktober 2026 hervorgeht. Der richtige Einsatz passender GefĂ€Ăe gilt als ein Baustein, um den Verderb von Nahrungsmitteln im Haushalt zu verringern.
Spezielle BehĂ€lter fĂŒr VorrĂ€te und Frischeprodukte
Neben KrĂ€utergefĂ€Ăen spielen im KĂŒchenalltag Systeme fĂŒr die getrennte Aufbewahrung weiterer Lebensmittel eine Rolle. FĂŒr Aufschnitt bietet Tchibo zwei stapelbare Boxen mit einem Volumen von jeweils etwa 0,85 Litern an. Diese BehĂ€lter sind aromadicht und fĂŒr die SpĂŒlmaschine geeignet, eignen sich nach Herstellerangaben jedoch nicht fĂŒr das Gefrierfach.
Einen alternativen Ansatz verfolgt Zwilling mit der Vakuum-Box Fresh & Save aus Borosilikatglas, die ein Fassungsvermögen von 2 Litern aufweist und mit einer Vakuumpumpe betrieben wird. Dem Hersteller zufolge bleiben Nahrungsmittel darin bis zu fĂŒnfmal lĂ€nger frisch als bei einer Aufbewahrung ohne Vakuum.
Die stapelbare Glasbox ist mikrowellen- sowie gefriergeeignet, lĂ€sst sich in der SpĂŒlmaschine reinigen und kann ohne den mit einem Vakuumindikator ausgestatteten Deckel bei bis zu 180 Grad im Backofen verwendet werden.
Fachliche Empfehlungen zur Lagerung von Obst und GemĂŒse
Die Wahl des BehĂ€lters allein verhindert Verderb nicht immer, da viele Frischeprodukte spezifische Bedingungen benötigen. Der Verbraucherservice Bayern empfiehlt in sieben Hinweisen zur Vorratshaltung, EinkĂ€ufe bedarfsgerecht zu planen und verdorbene StĂŒcke umgehend auszusortieren. Statt geschlossener PlastiktĂŒten bieten sich luftdurchlĂ€ssige Kisten, Netze oder Regale an, bei denen ausreichender Abstand zwischen den Produkten eingehalten wird.
Zudem raten Experten dazu, die BlĂ€tter bei Möhren, Radieschen, Rettich, Roter Bete, Kohlrabi, Fenchel und Pastinaken vor der Einlagerung zu entfernen, wĂ€hrend das Blattwerk bei Blumenkohl verbleiben sollte. Da Ăpfel das Reifegas Ethylen verströmen, erfordert deren Lagerung eine rĂ€umliche Trennung von anderen Obst- und GemĂŒsesorten.
KrĂ€uter verderben im KĂŒhlschrank oft nach wenigen Tagen â dabei entscheidet vor allem die richtige Aufbewahrung darĂŒber, wie lange Petersilie, Minze oder Schnittlauch durchhalten. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen in drei Schritten, wie Sie VorrĂ€te planen, KrĂ€uter und GemĂŒse richtig lagern und Speisereste sicher verwerten. Kostenlosen KĂŒchen-Leitfaden anfordern
Kartoffeln lagern am besten dunkel und kĂŒhl; bei Temperaturen ĂŒber 8 Grad beginnen sie auszutreiben, wĂ€hrend Werte unter 4 Grad zu einem sĂŒĂlichen Geschmack fĂŒhren. Eine regelmĂ€Ăige Kontrolle der BestĂ€nde bleibt unerlĂ€sslich.
SorgfÀltiger Umgang mit Speiseresten und SÀften
Gekochte Mahlzeiten erfordern ebenfalls Aufmerksamkeit, um Lebensmittelverluste zu minimieren. Selbst gekochte Speisen sollten gut verpackt zĂŒgig in flache GefĂ€Ăe gefĂŒllt, rasch heruntergekĂŒhlt und möglichst innerhalb von zwei Tagen verbraucht oder andernfalls eingefroren werden.
Beim anschlieĂenden AufwĂ€rmen ist an allen Stellen eine Mindesttemperatur von 70 Grad ĂŒber zwei Minuten erforderlich. Erhöhte Vorsicht gilt bei Reis, Nudeln, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Suppen und AuflĂ€ufen. Zeigen sich Schimmel, Schleim, Blasenbildung, ungewöhnliche GerĂŒche, deutliche VerfĂ€rbungen oder stand das Gericht lĂ€ngere Zeit ungekĂŒhlt, mĂŒssen die Speisen entsorgt werden.
FĂŒr frisch zubereitete RohsĂ€fte empfiehlt sich das AbfĂŒllen in verschlieĂbare Glasflaschen, in denen sie bei einer KĂŒhlung von 4 Grad meist 24 bis 72 Stunden haltbar bleiben. Dabei halten Erzeugnisse aus Slowjuicern oft lĂ€nger als solche aus Zentrifugalentsaftern.
VakuumverschlĂŒsse können den Kontakt mit Sauerstoff verringern und die Haltbarkeit verlĂ€ngern, sie ersetzen jedoch keine Pasteurisierung. Die Flaschen sollten dicht bis zum Rand befĂŒllt werden, bei stark schĂ€umenden FlĂŒssigkeiten bis etwa einen Zentimeter darunter.
Ordnung im Gefrierschrank und wissenschaftliche Auseinandersetzung
Auch im Gefrierbereich hilft eine systematische Unterteilung gegen das Vergessen von VorrĂ€ten. FĂŒr die NachrĂŒstung von GefrierschrĂ€nken existieren verschiedene Systeme. Drahtkörbe kosten schĂ€tzungsweise 10 bis 40 Euro pro Korb, Kunststoffschubladen liegen bei 15 bis 60 Euro und modulare Boxen bei 5 bis 30 Euro.
FĂŒr Mieter bieten sich vor allem Drahtkörbe oder modulare Boxen an, wĂ€hrend fĂŒr vorgekochtes Essen feste Kunststoffschubladen ratsam sind. FĂŒr barrierefreie ZugĂ€nge stehen Adaptersysteme und Laufwagen fĂŒr 20 bis 120 Euro je Schiene bereit; maĂgefertigte EinsĂ€tze kosten zwischen 80 und 300 Euro.
Möhren, Radieschen und Rote Bete halten lĂ€nger, wenn Sie das Blattwerk vor dem Einlagern entfernen â und Ăpfel sollten wegen ihres Reifegases getrennt von anderem Obst liegen. Genau solche Handgriffe entscheiden, wie viel am Ende im Abfall landet. Der Leitfaden fasst die wichtigsten Lagerregeln als Checkliste zusammen. Lagerungs-Checkliste jetzt sichern
Die Relevanz dieser MaĂnahmen im Privathaushalt spiegelt sich in bundesweiten Zahlen wider: Nach Erhebungen landen in Deutschland jĂ€hrlich fast 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall.
An der Technischen UniversitĂ€t Berlin widmet sich ab dem 15. Oktober 2026 eine öffentliche, kostenfreie Ringvorlesung ĂŒber Zoom dem Thema Lebensmittelverschwendung aus deutscher Perspektive. Die Reihe lĂ€uft bis zum 4. Februar 2027 und startet mit FachbeitrĂ€gen zur nationalen Lage, bevor im Sommersemester 2027 ein zweiter Teil mit internationalem Fokus folgt.
