Fälle, Millionen

iMessage-Betrug: 251 Fälle und 1,2 Millionen Dollar Schaden

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 16:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Phishing-Angriffe über iMessage verursachen in Singapur über 1,2 Mio. US-Dollar Schaden. Täter imitieren Kurierdienste und erbeuten Bankdaten.

iMessage-Betrugswelle: Polizei warnt vor falschen Paketdiensten
Ein Smartphone zeigt eine betrügerische Zustellbenachrichtigung auf dem Bildschirm als Symbol für Phishing-Angriffe. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die singapurische Polizei hat eine Warnung vor einer weitreichenden Betrugsserie herausgegeben, die sich gegen Nutzer des Apple-Nachrichtendienstes iMessage richtet. Durch gezieltes Phishing unter dem Deckmantel bekannter Logistikunternehmen ist bereits ein finanzieller Gesamtschaden von über 1,2 Millionen US-Dollar entstanden. Seit dem 24. Juni 2026 wurden mindestens 251 Fälle aktenkundig, bei denen Bürger Opfer dieser kriminellen Machenschaften wurden.

Taktik der Angreifer: Manipulation und Umgehung von Sicherheitsfiltern

Die Ermittlungsbehörden führen in einer aktuellen Mitteilung aus, dass die Täter mit hoher Professionalität agieren. Sie geben sich als etablierte Kurierfirmen wie Ninja Van oder J&T Express aus, um das Vertrauen der Empfänger zu gewinnen. Dabei kommen häufig ausländische Mobilfunknummern zum Einsatz, von denen aus gefälschte Zustellbenachrichtigungen an potenzielle Opfer versendet werden.

Ein besonderes Augenmerk legten die Behörden auf den Mechanismus, mit dem die Angreifer automatisierte Sicherheitsvorkehrungen von mobilen Betriebssystemen neutralisieren. Die Empfänger werden in den iMessages dazu aufgefordert, mit einem Kürzel wie „Y“ oder „1“ auf die Nachricht zu antworten. Diese Interaktion dient dazu, systemseitige Link-Blockaden aufzuheben, die normalerweise verdächtige URLs in Nachrichten von unbekannten Absendern deaktivieren. Sobald die Antwort gesendet wurde, wird der in der Nachricht enthaltene Link aktiv und anklickbar.

Anzeige

Wer sich vor solchen manipulativen Nachrichten und dem Diebstahl sensibler Daten schützen möchte, findet in diesem kostenlosen Report wirksame Strategien zur Hacker-Abwehr. Erfahren Sie, wie Sie Phishing-Angriffe rechtzeitig entlarven und Ihre digitale Identität absichern. Kostenloses Anti-Phishing-Paket jetzt herunterladen

Diebstahl von Finanzdaten durch vermeintliche Zustellgebühren

Folgen die Nutzer dem manipulierten Link, werden sie auf täuschend echte Webseiten weitergeleitet, die das Erscheinungsbild der imitierten Logistikdienstleister kopieren. Dort wird den Opfern suggeriert, dass für eine anstehende Paketzustellung noch geringfügige Gebühren offen seien. Um diese vermeintlichen Kosten zu begleichen, werden die Betroffenen zur Eingabe ihrer Kreditkarteninformationen oder sensibler Bankdaten verleitet.

Die Kriminellen nutzen diese Informationen anschließend für unautorisierte Transaktionen. Die singapurische Polizei wies darauf hin, dass die Betrugsmasche darauf ausgelegt sei, Nutzer in Momenten der Unachtsamkeit zur Preisgabe ihrer finanziellen Identität zu bewegen.

Prävention und Verhaltensempfehlungen der Behörden

In einer Pressemitteilung vom 5. August 2026 unterstrich die Polizei, dass legitime Kurier- und Logistikdienste ihre Kunden im Regelfall nicht über iMessage kontaktieren. Dies gelte insbesondere für die Übermittlung von Tracking-Links oder Zahlungsaufforderungen.

Anzeige

Da Kriminelle immer öfter psychologische Schwachstellen ausnutzen, um an Finanzdaten zu gelangen, ist proaktive Aufklärung der beste Schutz. Dieser Gratis-Ratgeber enthüllt aktuelle Methoden der Cyberkriminellen und zeigt, wie man sich wirksam gegen Betrugsmaschen verteidigt. Zum kostenlosen Sicherheits-Report

Die Öffentlichkeit wurde dazu aufgerufen, proaktive Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehöre die konsequente Aktivierung von Spam-Filtern auf mobilen Endgeräten. Zudem sollten Kontaktversuche über Messaging-Dienste stets kritisch hinterfragt werden. Die Behörden raten dazu, Informationen zu Paketzustellungen ausschließlich über die offiziellen Kommunikationswege und verifizierten Apps der jeweiligen Unternehmen zu prüfen. Bei verdächtigen Nachrichten sollten keine Links geöffnet und keine persönlichen Daten auf externen Webseiten eingegeben werden.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69919576 |