Immersed Visor: Leichte XR-Brille für Profis startet durch
10.05.2026 - 13:04:48 | boerse-global.deMehr als 75.000 Fachkräfte warten auf die Auslieferung des neuen Android-XR-Headsets aus Austin. Das Unternehmen setzt auf Googles Plattform.
Die strategische Neuausrichtung von Immersed auf das Android-XR-Ökosystem zahlt sich aus. Nach dem offiziellen Start von Googles Spatial-Computing-Plattform und der Markteinführung der Samsung Galaxy XR positioniert sich das Unternehmen mit seinem Visor-Headset als ernsthafte Konkurrenz im Markt für produktivitätsorientierte Datenbrillen. Die Warteliste für das leichte Gerät ist auf über 75.000 Profis angewachsen.
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Leichte Hardware mit 4K-Displays
Der Visor wiegt gerade einmal 186 Gramm – deutlich weniger als aktuelle Konkurrenzprodukte. Möglich macht das ein ausgeklügeltes Design mit externem Akkupack, der gleichzeitig WLAN- und Bluetooth-Antennen beherbergt. Die zwei Micro-OLED-Displays liefern eine höhere Pixeldichte als die erste Generation der Apple Vision Pro.
Das Headset ersetzt klassische Bildschirm-Arbeitsplätze: Anwender können bis zu fünf virtuelle 4K-Monitore in einer brillenartigen Formfaktor nutzen. Die Steuerung erfolgt per Blick- und Fingerbewegungen – ein System, das sich seit der Einführung des Android-XR-Softwareentwicklungskits Ende 2024 als Industriestandard etabliert hat.
Aggressive Preisstrategie für den Massenmarkt
Immersed setzt auf ein Modell, das an die Spielekonsolen-Branche erinnert: Der Visor kostet in Kombination mit einem „Visor Plus"-Software-Abo lediglich rund 380 Euro. Wer das Gerät ohne Abonnement kaufen möchte, zahlt für das Standardmodell etwa 980 Euro. Die „Founder's Edition" ist für rund 1.260 Euro erhältlich und wurde bereits in begrenzter Stückzahl ausgeliefert.
Interne Prognosen gehen von Hardware-Umsätzen in Höhe von rund 66 Millionen Euro im ersten vollen Verkaufsjahr aus.
Partnerschaft mit Google und Samsung
Die Zusammenarbeit mit Google geht weit über eine reine Software-Anpassung hinaus. Immersed gehört zu den Startpartnern für das Samsung-Google-Headset-Ökosystem. Google unterstützte das Unternehmen beim Portieren der Produktivitäts-Suite auf die Android-XR-Plattform – mit Erfolg: Die App war ab dem ersten Tag auf der Samsung Galaxy XR verfügbar.
Besonders wertvoll ist die Integration von „System Autospatialization" – einer KI-Funktion, die normale 2D-Programmfenster in immersive 3D-Objekte verwandelt. Dadurch steht dem Visor eine deutlich größere Auswahl an Android-Apps zur Verfügung, was frühere Kritik an der begrenzten Software-Auswahl entkräftet.
Marktchance durch Metas Rückzug
Der Zeitpunkt für den Markteintritt könnte kaum günstiger sein. Meta hat Anfang des Jahres seine Quest-basierte Unternehmenssparte und die „Workrooms"-Anwendung eingestellt. Immersed profitiert direkt von diesem Rückzug: Über 1,5 Millionen Profis nutzen bereits die Software-Plattform des Unternehmens.
Die Nutzer verbringen im Schnitt 40 bis 60 Stunden pro Woche in virtuellen Arbeitsumgebungen – ein Beleg für die hohe Akzeptanz der Technologie im professionellen Umfeld.
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Finanzielle Herausforderungen
Trotz der technischen Erfolge steht das Unternehmen vor finanziellen Hürden. Börsenunterlagen aus der zweiten Jahreshälfte 2025 wiesen einen Nettoverlust von rund 13 Millionen Euro für das vergangene Geschäftsjahr aus. Die kapitalintensive Hardware-Entwicklung fordert ihren Tribut.
Dennoch deutet die Reservierung des NASDAQ-Tickersymbols „IMRS" auf einen bevorstehenden Börsengang hin. Die Auslieferung der ersten Visor-Geräte könnte den Weg an die Börse ebnen.
Ausblick: Massenproduktion und KI-Integration
Für den Sommer und Herbst 2026 plant Immersed, die Massenproduktion hochzufahren, um die 75.000 Vorbestellungen abzuarbeiten. Parallel dazu arbeitet das Unternehmen an der Integration generativer KI-Assistenten – insbesondere des „Curator"-Tools, das komplexe berufliche Aufgaben in der räumlichen Umgebung verwalten soll.
Die Google-Veranstaltung am 12. Mai wird zeigen, ob Immersed den Spagat zwischen Hardware-Produktion und Software-Qualität meistert. Gelingt der Übergang der riesigen Software-Nutzerbasis auf die eigene Hardware, könnte das Unternehmen das erste nachhaltige Geschäftsmodell für produktivitätsorientierte XR-Geräte etablieren.
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