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Immorta Bio: Phase-I-Studie mit SenoMune-0257 ab Ende 2026 geplant

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 04:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Labor- und Mausversuche zeigten selektive Zellbeseitigung sowie physiologische Veränderungen; erste Humanstudien sind ab Ende 2026 vorgesehen.
Eine Nahaufnahme einer Laborschale mit einer Zellkultur in einer sterilen Forschungsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Im Bereich der zellulären Langlebigkeitsforschung gewinnt der gezielte Abbau geschädigter Zellstrukturen an Bedeutung. Das US-Biotechnologieunternehmen Immorta Bio mit Sitz in Miami hat die präklinische Entwicklungsphase für das synthetische Peptid SenoMune-0257 abgeschlossen.

Der aus neun Aminosäuren bestehende Wirkstoffkandidat wurde mithilfe rechnergestützter Verfahren entworfen. Erste Untersuchungen am Menschen stellt das Unternehmen noch vor Ende des Jahres 2026 in Aussicht.

Gezielte Aktivierung von Abwehrzellen

Das Peptid ging aus computergestützten Modellen hervor, die auf künstlicher Intelligenz basieren und aus Dutzenden Molekülkandidaten ausgewählt wurden. Der therapeutische Ansatz zielt darauf ab, zytotoxische T-Zellen des Immunsystems zu stimulieren.

Diese T-Zellen sollen seneszente Zellen – in der Fachwelt oft als sogenannte Zombie-Zellen bezeichnet – identifizieren und beseitigen. Solche Zellen teilen sich nicht mehr, verbleiben jedoch im Gewebe und können Entzündungsprozesse fördern.

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In durchgeführten Laborversuchen entfernten die aktivierten Abwehrzellen die seneszenten Zellen selektiv. Gesunde Körperzellen wurden bei diesen Experimenten nicht geschädigt. Die Schonung intakten Gewebes gilt in der Verjüngungs- und Senolytikaforschung als wesentliche Hürde bei der Entwicklung wirksamer Therapien.

Beobachtungen in präklinischen Modellen

Die Untersuchungen von Immorta Bio umfassten neben In-vitro-Tests im Labor auch Versuchsreihen an Mausmodellen. Im Rahmen dieser präklinischen Studien wurden mehrere physiologische Veränderungen dokumentiert: Neben einer Verbesserung der allgemeinen Körperfunktion und einer verlängerten Lebensspanne der Tiere beobachteten die Forscher eine Unterdrückung von Tumoren.

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Thomas Ichim, Präsident von Immorta Bio, beschreibt das Peptid SenoMune-0257 in diesem Zusammenhang als eine Form der Krebsimmuntherapie, deren Mechanismen gezielt auf biologische Alterungsprozesse übertragen werden.

Offene Fragen vor dem Start erster Humanstudien

Für die weitere Erprobung fasst Immorta Bio eine Phase-I-Studie ab Ende 2026 ins Auge. Im Mittelpunkt dieser ersten klinischen Phase stehen die grundlegende Sicherheit des Peptids sowie die Überprüfung, ob der selektive Wirkmechanismus auch im menschlichen Immunsystem wie beabsichtigt funktioniert.

Wesentliche organisatorische und regulatorische Details sind derzeit jedoch nicht öffentlich bekannt. Weder der vorgesehene Studienort noch die Teilnehmerzahl oder entsprechende Antragsverfahren bei der zuständigen US-Arzneimittelbehörde FDA wurden offengelegt. Belastbare Nachweise darüber, ob SenoMune-0257 beim Menschen sicher und klinisch wirksam ist, stehen damit weiterhin aus.

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