Impella-Herzpumpe: Thorsten Sieß erhält den 43. Werner-von-Siemens-Ring
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 21:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Dr. Thorsten Sieß, Chief Technology Officer im Bereich Heart Recovery bei Johnson & Johnson MedTech, ist mit dem 43. Werner-von-Siemens-Ring ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt seine Arbeit an der Entwicklung sowie an der industriellen Fertigung und Produzierbarkeit der Impella-Herzpumpe. Das System gilt laut Berichten als die kleinste Herzpumpe der Welt und markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Medizintechnik.
Minimalinvasiver Einsatz zur Entlastung des Herzens
Die Impella-Pumpe wurde entwickelt, um geschwächte Herzen vorübergehend mechanisch zu entlasten. Das kardiovaskuläre System wird dabei minimalinvasiv über einen Katheter eingeführt, wodurch Patientinnen und Patienten eine schonendere Behandlung ermöglicht wird. Die klinische Anwendung der Technologie reicht bereits mehrere Jahrzehnte zurück: Im Jahr 1999 wurde die erste Patientin mit einer Impella-Pumpe behandelt.
Seit diesem ersten Einsatz hat sich das Verfahren international etabliert. Nach Angaben des Herstellers kam die Impella-Pumpe weltweit bislang bei mehr als 400.000 Patientinnen und Patienten zum Einsatz. Zudem ist das Unterstützungssystem inzwischen in 1.100 medizinischen Zentren erhältlich, um akute kardiologische Behandlungen zu unterstützen.
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Industrielle Fertigung am Standort Aachen
Neben der grundlegenden Konzeption der Technologie stand bei der Auszeichnung insbesondere auch die industrielle Produzierbarkeit des Systems im Fokus.
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Die hochpräzise Fertigung der mikromechanischen Pumpen ist in Deutschland verortet: Nach Angaben des Unternehmens werden am Standort Aachen mehr als 700 Pumpen pro Woche gefertigt. Diese industrielle Serienfertigung bildete die Voraussetzung dafür, die Technologie in großem Maßstab für Kliniken verfügbar zu machen.
Mit der Übergabe des 43. Rings an Sieß setzt sich eine lange Reihe technischer Würdigungen fort. Der Werner-von-Siemens-Ring wird seit 1916 für herausragende Leistungen in den Technikwissenschaften verliehen. Der traditionsreiche Technikpreis ist seit 2024 mit einer Summe von 100.000 Euro dotiert.

