Ingwer in der Schwangerschaft: Metaanalyse belegt Wirkung gegen Übelkeit
Veröffentlicht: 25.06.2026 um 12:10 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die am 22. Juni in Phytotherapy Research veröffentlichte Studie wertete klinische Daten aus und kam zu einem klaren Ergebnis.
Rund 85 Prozent der Schwangeren leiden im ersten Trimester unter Übelkeit und Erbrechen. Die Analyse zeigt: Tägliche Dosen zwischen 450 und 1950 Milligramm Ingwer reduzieren die Symptome signifikant besser als ein Placebo.
Sicherheit steht im Fokus
Die gute Nachricht für werdende Mütter: Bei den genannten Dosierungen fanden die Forscher kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder andere schwerwiegende Nebenwirkungen. Die Metaanalyse schafft damit eine solide Grundlage für den Einsatz von Ingwerpräparaten in der Schwangerschaft.
Was steckt drin?
Die aktuelle Metaanalyse zeigt: Ingwer hilft nachweislich gegen Schwangerschaftsübelkeit – und das ohne Risiko für Ihr Baby. Doch die Qualität der Produkte variiert stark. Unser kostenloser Ratgeber verrät Ihnen die optimale Dosierung und welche Präparate geprüft sind. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Für die Wirkung sind zwei Inhaltsstoffe verantwortlich: Gingerol und Shogaol. Diese Substanzen wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Die Forschung deutet darauf hin, dass Ingwer auch bei Arthritis, Erkältungen sowie zur Senkung von Cholesterin und Blutzucker helfen könnte.
Allerdings: Für diese Anwendungsgebiete müssen Experten die optimale Dosierung noch genauer definieren.
Orientierung für Ärzte und Patientinnen
Rund 85 % der Schwangeren leiden unter Übelkeit – doch viele scheuen Medikamente aus Sorge vor Nebenwirkungen. Ingwer bietet eine evidenzbasierte Alternative. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ingwer richtig einsetzen und worauf Sie bei der Produktwahl achten müssen. Ratgeber jetzt kostenlos sichern
Die Bestätigung pflanzlicher Heilmittel durch große Studien gewinnt in der Gynäkologie an Bedeutung. Medikamente gegen Übelkeit werden in der Schwangerschaft oft zurückhaltend verschrieben – aus Sorge vor Schäden für das Ungeborene. Ingwer bietet hier eine evidenzbasierte Alternative.
Ein Wort zur Vorsicht: Die Qualität der Produkte variiert. Erst im Juni zeigten Untersuchungen bei anderen pflanzlichen Präparaten Verunreinigungen oder bedenkliche Stoffe wie Estragol in Fenchelprodukten. Fachleute raten daher zu geprüften Präparaten.
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