Intel Core 3: Günstiger Chip kommt Apples A18 Pro auf 2,2% nahe
25.06.2026 - 00:12:14 | boerse-global.de
Benchmark-Daten zeigen: Intel holt bei günstigen Laptops massiv auf.
Der Abstand zwischen preiswerten Windows-Notebooks und Apples Einsteiger-Modell schrumpft. Neue Testergebnisse für Intels Core 3 304 aus der Wildcat-Lake-Familie belegen, dass der Chip dem Apple A18 Pro im MacBook Neo gefährlich nahe kommt. Im PassMark CPU Mark erreichte der Intel-Prozessor am 24. Juni 2026 einen Wert von 11.543 Punkten – das sind nur 2,2 Prozent weniger als der Apple-Chip mit 11.804 Punkten.
Wo Intel noch zulegen muss
Bei der Single-Thread-Leistung liegt Intel noch etwas zurück: 3.676 Punkte stehen hier 3.982 Punkten des A18 Pro gegenüber – ein Rückstand von rund 7,7 Prozent. Ein weiterer Core 3 305 erzielte in derselben Disziplin sogar 4.011 Punkte, während Apple bei 4.084 blieb. Die getesteten Chips setzen auf einen einzelnen Performance-Kern in einer Fünf-Kern-Architektur. Die Daten basieren zwar erst auf drei getesteten Geräten, doch die Tendenz ist klar: Im Sub-600-Euro-Segment wird der Kampf um die Kunden härter.
Erste Hersteller steigen ein
Schon auf der Computex 2026 zeichnete sich ab, dass die PC-Branche Apples Vorstoß im Budget-Segment ernst nimmt. Mehrere Hersteller haben bereits konkrete Modelle mit Intels neuen Chips angekündigt: HP bringt das OmniBook 3, Lenovo den IdeaPad Slim 3i, und auch Chuwi ist mit einem UniBook dabei. Die Preise dürften sich eng am MacBook Neo orientieren, das Anfang des Jahres für 599 Euro (Studenten: 499 Euro) auf den Markt kam. Dell positioniert sein XPS 13 mit Core-Series-3-Prozessoren zwischen 599 und 699 Euro.
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Doch Intel ist nicht allein: Noch in diesem Jahr werden Qualcomm Snapdragon C-Prozessoren erwartet, die Geräte zwischen 300 und 500 Euro antreiben sollen.
Apples Sparmodell unter der Lupe
Das MacBook Neo, ausgeliefert seit dem 11. März 2026, setzt auf den A18 Pro – einen Chip, der ursprünglich aus dem Smartphone-Bereich stammt. Um den niedrigen Preis zu erreichen, hat Apple kräftig gespart: Nur 8 GB RAM (nicht aufrüstbar), ein 60-Hertz-Display, ein kleiner 36,5-Wh-Akku – und kein MagSafe, keine hintergrundbeleuchtete Tastatur, keine Center-Stage-Kamera.
Genau diese 8-GB-Grenze sorgt in der Branche für Diskussionen. Apple argumentiert mit besserer Speicheroptimierung seines Systems. Microsoft hingegen steht in der Kritik: Das Surface Pro (849 Euro) und Surface Laptop (949 Euro) starten ebenfalls mit 8 GB RAM – und erfüllen damit nicht einmal die Voraussetzungen für den Copilot+-PC-Status, der 16 GB vorschreibt. Branchenbeobachter erinnern daran, dass frühere Surface-Modelle bei niedrigeren Preisen mehr Speicher boten.
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Die Konkurrenz setzt auf Speicher
Während Apple und Microsoft am RAM sparen, gehen einige Windows-Hersteller den umgekehrten Weg. Der Thomson Neo X etwa wird in Europa für unter 470 Euro angeboten – und bringt 16 GB RAM sowie eine 512-GB-SSD mit. Ein klares Signal: Im Budget-Segment zählen nicht nur Prozessorleistung und Markenname, sondern vor allem die alltagstaugliche Ausstattung.
