Inter5.811 VerdÀchtige in 97 LÀndern festgenommen
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 22:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei der Operation âFirst Light 2026â wurden in 97 LĂ€ndern 5.811 VerdĂ€chtige festgenommen. Die Sicherheitsbehörden stellten Vermögenswerte von rund 293 Millionen US-Dollar sicher. Weltweit sollen ĂŒber 142.000 Menschen Opfer von Anlagebetrug geworden sein.
Indien: 773 VerdÀchtige gefasst
Parallel zu den internationalen MaĂnahmen schlugen die Behörden im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh zu. Die âOperation Cy-Vajraâ fĂŒhrte zur Festnahme von 773 VerdĂ€chtigen. Der Schaden des Netzwerks: ĂŒber 1.158 Crore Rupien â umgerechnet rund 127 Millionen Euro.
Die TĂ€ter setzten auf manipulierte Apps und betrĂŒgerische Anlageversprechen. Die Polizei sperrte mehr als 180.000 MobilgerĂ€te und knapp 300.000 verdĂ€chtige Rufnummern. 17 illegale Callcenter und ĂŒber 3.800 Mule-Konten zur GeldwĂ€sche wurden zerschlagen. Rund 65 Prozent der FĂ€lle hingen mit gefĂ€lschten Investment-Plattformen zusammen.
GefÀlschte Bank-Apps als Einfallstor
Die Masche ist perfide: Kriminelle verschicken schĂ€dliche Android-Installationsdateien (APKs) ĂŒber WhatsApp oder Telegram. In Chhatrapati Sambhajinagar verlor ein Rentner Ende Juni fast 2,5 Millionen Rupien. Er installierte eine gefĂ€lschte Bank-App â die TĂ€ter erlangten Fernzugriff auf sein GerĂ€t und leerten die Konten.
In Moradabad flog ein weiteres Netzwerk auf, das auf diese APK-Methode spezialisiert war. Die BetrĂŒger tĂ€uschten dringende Angelegenheiten vor â Stromrechnungen oder Paketlieferungen â, um die Installation der Schadsoftware zu erzwingen.
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Neue Betrugs-Apps im Umlauf
Auch Europa ist betroffen. Experten warnen vor einer neuen Generation von Cybertrading-Apps. Als betrĂŒgerisch eingestuft wurden Crendel, GlideNet, Qwintix, TokneFi, Sphalerite und Prydon. Sie tĂ€uschen professionelle Handelskonten vor â die eingezahlten Gelder flieĂen direkt zu den HintermĂ€nnern.
AuffÀllig: Die Plattformen nutzen identische Support-E-Mail-Adressen. Das deutet auf zentrale Steuerung durch dieselben TÀtergruppen hin. Das Bundeskriminalamt verzeichnete bereits 2024 einen Anstieg beim Anlagebetrug um 413 Prozent.
Quishing und Diebstahl-Folgebetrug
Der Trend geht zum QR-Code-Phishing â sogenanntem Quishing. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Angriffe um 146 Prozent. Die TĂ€ter platzieren QR-Codes in E-Mails oder an öffentlichen Orten, die auf gefĂ€lschte Login-Seiten fĂŒhren.
Ob Quishing oder Trojaner â IT-Experten raten dringend dazu, mobile EndgerĂ€te proaktiv zu schĂŒtzen, bevor Kriminelle zuschlagen können. Wie Sie WhatsApp, PayPal und Co. endlich sicher nutzen, erfahren Sie in diesem kompakten Gratis-Leitfaden. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber fĂŒr Android herunterladen
Die Deutsche Telekom warnt vor einer weiteren Masche: Nach einem Smartphone-Diebstahl geben sich die TĂ€ter als ehrliche Finder aus. Sie kontaktieren die Opfer und erschleichen sich Zugangsdaten fĂŒr die GerĂ€tesperre oder Cloud-Dienste. Ziel ist es, die Diebstahlsicherungen von Apple oder Google zu umgehen.
Die EU-Kommission reagierte Mitte Juli mit regulatorischen Vorgaben. Google muss das Android-System fĂŒr konkurrierende KI-Assistenten und Suchdienste öffnen. Das stĂ€rkt den Wettbewerb â erhöht aber auch die Sicherheitsanforderungen an die Systemarchitektur.
