Intermittierendes Fasten: Bessere Hirnleistung schon nach 6 Monaten
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 09:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Intermittierendes Fasten verbessert die kognitive LeistungsfÀhigkeit Àlterer Menschen. Das zeigt eine Pilotstudie der Rutgers University, die im Juli 2026 auf der Konferenz NUTRITION 2026 vorgestellt wurde.
47 ĂŒbergewichtige Frauen zwischen 50 und 79 Jahren nahmen an der sechsmonatigen Untersuchung teil. Die Gruppe mit einem Essensfenster von acht bis neun Stunden schnitt bei rĂ€umlicher Planung und Problemlösung deutlich besser ab als die Kontrollgruppe mit zwölf Stunden. Beide Gruppen verloren im Schnitt etwa sieben Kilogramm â doch der Gewichtsverlust allein erklĂ€rte den kognitiven Vorteil nicht.
Glucosamin erhöht Alzheimer-Risiko
WĂ€hrend Fasten schĂŒtzt, warnen Forscher vor bestimmten NahrungsergĂ€nzungsmitteln. Eine Studie der University of Florida in âNature Metabolismâ (Juli 2026) wertete Daten von 66.000 Patienten aus. Ergebnis: Bei leichter kognitiver BeeintrĂ€chtigung steigt das Alzheimer-Risiko durch Glucosamin um 25 Prozent.
Bei bereits Demenzkranken lag die Sterblichkeit ĂŒber fĂŒnf bis zehn Jahre ebenfalls 25 Prozent höher. Im Mausmodell zeigte sich: Glucosamin ĂŒberwindet die Blut-Hirn-Schranke und fördert schĂ€dliche Glykosylierungsprozesse im Gehirn.
Vitamin D: Segen und Risiko
Die S3-Leitlinie KomplementĂ€rmedizin empfiehlt seit Juli 2026 die gezielte Messung und Substitution von Vitamin D. Eine Studie in âJAMA Dermatologyâ (22. Juli 2026) belegt: Eine einmalige Gabe von 100.000 IE Vitamin D verbesserte HautschĂ€den durch Strahlen- oder Chemotherapie bei 87 Prozent der Patienten innerhalb von durchschnittlich fĂŒnf Tagen.
Doch Vorsicht bei freiverkĂ€uflichen PrĂ€paraten: Stiftung Warentest stufte im Januar 2026 nur zwei von 25 Vitamin-D-Produkten als empfehlenswert ein. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung rĂ€t, ohne medizinische Indikation 800 IE tĂ€glich nicht zu ĂŒberschreiten.
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Auch Vitamin C zeigt Potenzial in der Krebstherapie. Eine Phase-II-Studie der University of Iowa (âRedox Biologyâ, November 2024) belegte: Hochdosiertes intravenöses Vitamin C verdoppelte in Kombination mit Chemotherapie das GesamtĂŒberleben bei BauchspeicheldrĂŒsenkrebs.
Kreatin bei Depressionen: Uneinheitliche Datenlage
Eine Ăbersichtsarbeit der UniversitĂ€ten Toronto und Ottawa (âBrain Medicineâ, 30. Juni 2026) analysierte sechs Studien zu Kreatin bei Depressionen. Zwei Studien zeigten eine Linderung der Symptome durch fĂŒnf Gramm tĂ€glich zusĂ€tzlich zur Standardtherapie. Drei Studien fanden keinen signifikanten Nutzen. Bei bipolaren Störungen raten die Autoren von der Einnahme ab.
Bewegung, ErnÀhrung, Lebensstil
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt seit Juli 2026 zur DemenzprÀvention mindestens 3.000 Schritte tÀglich. Die MIND-DiÀt senkt das Demenzrisiko um bis zu 40 Prozent.
Britische Langzeitstudien zeigen: Finanzielle Sorgen und niedriges Einkommen im frĂŒhen Erwachsenenalter korrelieren mit geringerem Gehirnvolumen im Alter von 69 bis 71 Jahren. Und: Hoher Fernsehkonsum im mittleren Alter geht mit Volumenverlust in GedĂ€chtnisregionen einher â ein Effekt, den Forscher bei kognitiv fordernder BĂŒroarbeit nicht beobachteten.
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Ein einfacher Tipp zur Förderung der NeuroplastizitĂ€t: Routineaufgaben mit der nicht-dominanten Hand ausfĂŒhren. Das aktiviert umfassendere neuronale Netzwerke.
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