Intune, Microsoft

Intune 2607: Microsoft integriert Registry-Erfassung nativ

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 21:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsofts Intune-Update 2607 integriert native Registry-Erfassung für Windows 11 und erweitert Firmware- und Sicherheitsverwaltung. Der Quartalsumsatz stieg um 18 Prozent.

Microsoft Intune 2607: Native Registry-Überwachung für Windows 11
Modernes IT-Dashboard auf einem Laptop-Bildschirm für Geräteverwaltung und Registry-Überwachung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat das Juli-Update für seinen Geräteverwaltungsdienst Intune veröffentlicht. Die Version 2607 integriert erstmals eine native Registry-Erfassung für Windows-11-Geräte – IT-Administratoren können damit Registrierungsdaten direkt über die Intune-Konsole überwachen, ohne auf eigene PowerShell-Skripte zurückgreifen zu müssen.

Schluss mit Skript-Bastelei: Registry-Daten im Blick

Die neue Funktion ist im Intune Plan 1 enthalten und erlaubt Administratoren, die Registrierung verwalteter Windows-11-Geräte einzusehen. Unterstützt werden dabei HKEY_LOCAL_MACHINE-Pfade (HKLM). Die Berichte zeigen Schlüsselpfade, Wertnamen, Typen und Daten. Über den Eigenschaftenkatalog lassen sich verschiedene Sammeloptionen wählen: einzelne Werte, alle Werte unter einem bestimmten Schlüssel oder derselbe Wert über verschiedene Unterschlüssel hinweg.

Branchenbeobachter sehen in der nativen Integration eine deutliche Vereinfachung der Geräteüberwachung. Die Registrierungsdaten fließen nun direkt in den standardmäßigen Gerätebestand ein – der administrative Aufwand für Pflege und Bereitstellung eigener Skripte entfällt damit weitgehend.

Firmware-Verwaltung und VPN-Sicherheit verbessert

Neben den Registry-Werkzeugen bringt Service Release 2607 auch native Verwaltung für Samsung-Firmware-Updates über die Integration mit Samsung Knox E-FOTA. Administratoren können Firmware-Versionen für Samsung-Mobilgeräte direkt in der Intune-Umgebung steuern.

Anzeige

Windows-11-Systeme effizient zu verwalten erfordert oft Expertenwissen, doch viele typische Fehler lassen sich mit den richtigen Anleitungen auch ohne teure IT-Unterstützung beheben. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie, wie Sie häufige Update-Fehler und Systemprobleme in wenigen Minuten selbst lösen. Erste Hilfe für Windows 11: Gratis-Report herunterladen

Das Update enthält zudem mehrere Sicherheits- und Konnektivitätsverbesserungen. Für macOS können Administratoren die MAC-Adress-Randomisierung für WLAN-Profile deaktivieren, um eine konsistentere Geräteidentifikation in Unternehmensnetzwerken zu gewährleisten. Neu ist auch die Möglichkeit, Routen in VPN-Profilen zu erzwingen. Weitere Sicherheitsfeatures umfassen Linux-Antivirus-Einstellungen und einen Audit-Modus für Microsoft Defender Antivirus auf Linux-Systemen.

Schnellerer Start: Photos-App und Datei-Explorer profitieren

Das Juli-Update fällt mit Verbesserungen zentraler Windows-Anwendungen zusammen. Die neue Version der Photos-App (2026.11070.23001.0) startet 2,1-mal schneller als ihre Vorgänger. Zudem unterstützt sie nun Scalable Vector Graphics (SVG) und enthält eine neue OneDrive-Photos-Verknüpfung.

Im Datei-Explorer hat das Update KB5101684 die Anzeige von Dateigrößen optimiert: Werte erscheinen jetzt in KB, MB oder GB und sind damit deutlich besser lesbar. Administratoren beobachten außerdem eine OneDrive-Photos-Verknüpfung im Startmenü – auch in Enterprise-Editionen von Windows. Da diese Verknüpfung nur persönliche Microsoft-Konten unterstützt, nutzen einige Organisationen Intune-Reparaturskripte, um den Link zu entfernen, ohne die zugrunde liegenden OneDrive-Anwendungsdateien zu löschen.

Anzeige

Wer die Leistung seines Systems weiter optimieren möchte, sollte auch die neuesten Funktionen und versteckten Möglichkeiten der aktuellen Windows-Generation kennen. Das kostenlose Starterpaket bietet IT-Expertenwissen aus 30 Jahren Erfahrung, um das Beste aus der neuen Oberfläche und Technik herauszuholen. Jetzt kostenloses Windows 11 Starterpaket sichern

Azure Machine Configuration: CIS-Audits ohne Zusatztools

Über die Intune-Kernfunktionen hinaus hat Microsoft im Juli die allgemeine Verfügbarkeit von Azure Machine Configuration bekannt gegeben. Der Dienst unterstützt nun CIS-Benchmark-Audits (Center for Internet Security) für verschiedene Linux-Distributionen, darunter Ubuntu, RHEL, AlmaLinux und Rocky Linux. Der Audit-Prozess ist in Azure Policy integriert und benötigt weder Drittanbieter-Scanner noch eigene Skripte.

Im weiteren Verwaltungsökosystem kündigte der Sicherheitsanbieter Hexnode am 30. Juli an, seine Compliance-Richtlinien zu erweitern. Dazu gehört eine neue Integration mit Microsoft Intune als Drittanbieter-Compliance-Partner: Hexnodes Gerätezustandsdaten können künftig im Conditional-Access-Framework von Microsoft zur Sicherung von Unternehmensressourcen verwendet werden.

Finanzielle Rahmenbedingungen: Microsoft wächst kräftig

Die technischen Neuerungen folgen auf die Ergebnisse des vierten Geschäftsquartals 2026: Microsoft erzielte einen Quartalsumsatz von 90 Milliarden Dollar, ein Plus von 18 Prozent im Jahresvergleich. Besonders Cloud- und Produktivitätssegmente wuchsen stark – Azure erreichte eine jährliche Umsatzrate von über 100 Milliarden Dollar, Microsoft 365 Copilot über 30 Millionen bezahlte Sitze.

Während sich das Intune-Release 2607 auf stabile Verwaltungsfunktionen konzentriert, testet Microsoft weiterhin Änderungen an der Windows-11-Oberfläche in den Insider-Builds. Ende Juli führten diese Builds Optionen für flexible Taskleisten-Positionierung und eine vereinheitlichte Update-Erfahrung ein, die die Häufigkeit von Systemneustarts reduzieren soll.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69909255 |