Invasive DrĂŒsenameise: Umweltbundesamt warnt vor SchĂ€den
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 02:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de
SchĂ€dlinge vermehren sich rasant, Lebensmittel verderben schneller, und die GebĂ€udekĂŒhlung wird zur Energiefrage. Experten warnen vor gesundheitlichen Risiken und SachschĂ€den.
Vorratsschutz: Motten und KĂ€fer im Anmarsch
Hohe Temperaturen beschleunigen die Entwicklung von VorratsschĂ€dlingen. Brot-, Korn- oder MehlkĂ€fer sowie Dörrobstmotten gelangen oft schon ĂŒber EinkĂ€ufe in die Wohnung oder durch offene Fenster, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Zur PrĂ€vention empfehlen Fachleute luftdichte BehĂ€lter und kĂŒhle, trockene Lagerung. Fliegengitter an Fenstern und regelmĂ€Ăige Bestandskontrollen helfen ebenfalls. Bei einem Befall heiĂt es: befallene Lebensmittel entsorgen, SchrĂ€nke mit Essigreiniger sĂ€ubern. Pheromonfallen dienen nur der Kontrolle â sie töten die SchĂ€dlinge nicht vollstĂ€ndig.
Invasive Ameise bedroht GebÀude
Das Umweltbundesamt warnt vor der GroĂen DrĂŒsenameise (Tapinoma magnum). Die invasive Art wurde vermutlich ĂŒber mediterrane Pflanzenimporte eingeschleppt und breitet sich in mehreren BundeslĂ€ndern aus.
Die Tiere reagieren aggressiv auf Störungen und riechen zitronig. Besonders problematisch: Sie unterhöhlen Fundamente und verursachen Defekte an der Elektrik. Betroffene sollten den Befall umgehend dem Ordnungsamt melden und spezialisiertes Fachpersonal beauftragen. Thermische Verfahren oder spezifische Insektizide sind nötig â die BekĂ€mpfung ist komplex.
KĂŒhlen ohne Klimaanlage: So geht's
Konventionelle Klimaanlagen haben einen Haken: Sie geben die WĂ€rme nach auĂen ab und heizen die StĂ€dte um bis zu 2,5 Grad auf. Weltweit entfallen bereits ĂŒber 20 Prozent des Stromverbrauchs auf KĂŒhlung. Bei ungebremster Verbreitung könnte sich der Bedarf verfĂŒnffachen, warnt ein Thesenpapier von CryoCultures.
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Die bessere Alternative? AuĂenbeschattung. Markisen senken die Raumtemperatur um bis zu 6 Grad, zeigt eine Studie der Loughborough University. Die Hochschule Biberach empfiehlt zudem ein angepasstes LĂŒftungsmanagement: Fenster tagsĂŒber verschattet und geschlossen halten, nachts querlĂŒften. Auch einfache Tricks helfen: nasse WĂ€sche aufhĂ€ngen oder Ventilatoren einsetzen â sie senken die gefĂŒhlte Temperatur um zwei bis drei Grad.
Hitzeschutz: Nachholbedarf bei Neubauten
Das Immobiliennetzwerk DAVE fordert eine nationale Hitzeschutzstrategie. Nur 4,3 Prozent der Neubauten waren 2025 mit KĂŒhlanlagen ausgestattet â zwar doppelt so viele wie 2015, aber immer noch zu wenig. Gefordert wird ein mix aus BegrĂŒnung, DĂ€mmung und effizientem Sonnenschutz.
Hygiene-Tipps: Maden in der Biotonne vermeiden
Organische AbfĂ€lle werden im Sommer zur Geruchs- und Madenfalle. EntsorgungsverbĂ€nde wie BDE und VKU raten: BioabfĂ€lle in Zeitungspapier einwickeln, Zwischenschichten aus Pappe oder SĂ€gespĂ€nen einlegen. Gegen Maden helfen Ă€therische Ăle wie Teebaum- oder Lavendelöl auf Eierkartons in der Tonne. Chemische Insektizide tabu â stattdessen Essigwasser oder Gesteinsmehl verwenden.
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Bettwanzen: Alpenverein startet Kampagne
Auch im alpinen Tourismus verschĂ€rft sich die Lage. Der Deutsche Alpenverein und Partner aus Ăsterreich und SĂŒdtirol starteten eine Informationskampagne gegen Bettwanzen in BerghĂŒtten. Die SchĂ€dlinge reisen oft im GepĂ€ck der Wanderer mit.
Viele HĂŒttenbetreiber setzen auf HĂŒttenschlafsĂ€cke, PlastikbezĂŒge fĂŒr Matratzen und thermische Behandlungen. GepĂ€ckstĂŒcke sollten in verschlossenen Beuteln aufbewahrt werden. Zur Abtötung der Parasiten sind Temperaturen von mindestens 42 Grad ĂŒber lĂ€ngere Zeit oder das Waschen der Kleidung bei 60 Grad nötig.
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