iOS 26.5: Apple aktiviert Ortung bis 24 Stunden nach Abschaltung
31.05.2026 - 07:48:51 | boerse-global.de5 bringt weitreichende Änderungen bei der Standortermittlung – und wirft neue Fragen zum Datenschutz auf.
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Ortung trotz leerem Akku: Die Technik dahinter
Seit dem iPhone 11 können Apple-Geräte bis zu 24 Stunden nach einer vollständigen Abschaltung geortet werden. Möglich macht das eine spezielle Energiereserve, die bestimmte Hardware-Komponenten weiter mit Strom versorgt – selbst wenn der Akku scheinbar leer ist oder der Nutzer das Gerät manuell ausgeschaltet hat.
Die Ortung funktioniert über ein Zusammenspiel verschiedener Technologien: Ultra-Wideband-Chips (UWB) ermöglichen eine zentimetergenaue Positionsbestimmung, während Bluetooth Low Energy (BLE) verschlüsselte Signale aussendet. Andere Apple-Geräte in der Umgebung nehmen diese Signale auf und leiten die Daten verschlüsselt an die Cloud weiter. Im reinen Energiesparmodus bleibt das Smartphone rund fÜnf Stunden lang ortbar.
Voraussetzung für die Nutzung: Der Anwender muss in den Einstellungen sowohl das „Wo ist?“-Netzwerk aktiviert haben als auch die Option, den letzten Standort bei kritisch niedrigem Akkustand automatisch an Apple zu übermitteln.
Neue Datenschutz-Features fĂĽr Europa
Mit dem Update auf iOS 26.5 führt Apple die Funktion „Präzisen Standort einschränken“ nun auch für Nutzer in der Europäischen Union und Großbritannien ein. Bisher war diese Einstellung nur in ausgewählten Ländern verfügbar. Sie verhindert, dass Mobilfunkanbieter auf die exakten Koordinaten eines Geräts zugreifen können – stattdessen wird nur ein ungefährer Aufenthaltsort übermittelt.
Parallel dazu testet der Konzern eine neue Diebstahlerkennung, die vermutlich auf der kommenden Entwicklerkonferenz WWDC Anfang Juni offiziell vorgestellt wird. Das System nutzt den Bewegungssensor des iPhones, um plötzliche, ruckartige Bewegungen zu erkennen – typisch für einen Handtaschenraub oder einen schnellen Diebstahl aus der Hand. Zusätzlich könnte die Funktion über eine verbundene Apple Watch prüfen, ob sich das Telefon noch in der Nähe seines Besitzers befindet. Erkennt das System einen Diebstahl, sperrt es das Gerät automatisch.
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Schattenseiten der Ortungstechnologie
So hilfreich die Tracking-Funktionen für den Diebstahlschutz sind – sie öffnen auch Missbrauch Tür und Tor. Sicherheitsforscher warnen vor einer neuen Betrugsmasche, die in den USA und Teilen Europas beobachtet wurde: Kriminelle nutzen die ungefähre Ortung der „Wo ist?“-App, um gezielt Wohnungen auszuspähen. Sie geben vor, ein verlorenes Gerät befinde sich in einem bestimmten Haus, und versuchen so, Zugang zu erhalten oder die Sicherheitsvorkehrungen zu erkunden. Experten betonen: Das Netzwerk kann in mehrstöckigen Gebäuden in der Regel nicht die exakte Etage oder Wohnung bestimmen.
Auch wer das GPS bewusst deaktiviert, ist nicht unsichtbar. Die Standortermittlung funktioniert weiterhin über Mobilfunkmasten-Triangulation, die Analyse umliegender WLAN-Netzwerke oder die IP-Adresse des Geräts – letztere liefert allerdings meist nur eine Genauigkeit auf Stadtebene.
Neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen
Für Firmenkunden hat Apple im Frühjahr 2026 das Business Connect SDK 2.0 veröffentlicht. Die Schnittstelle erlaubt es Unternehmen, Standortdienste und Identitätsverwaltung über verwaltete Konten zu steuern. Administratoren können spezifische Rollen vergeben – etwa für Standort-Redakteure oder -Administratoren. Voraussetzung ist mindestens iOS 17.2.
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