Apple, Speicher-Überschreibung

iOS 27.2: Apple plant Speicher-Überschreibung für China-iPhones

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 06:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

iOS 27.2 deutet auf vollständiges Überschreiben des Speichers hin. Apple reagiert damit offenbar auf neue chinesische Sicherheitsvorgaben ab 2027.

Apple testet gründlichere Datenlöschung für iPhone und weitere Geräte
Nahaufnahme einer Silizium-Wafer-Oberfläche mit komplexen mikroskopischen Schaltungsstrukturen in einer sterilen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

In der ersten Entwickler-Beta von iOS 27.2 sind Hinweise auf eine neue Sicherheitsfunktion aufgetaucht, die die Art und Weise, wie Daten auf dem iPhone gelöscht werden, grundlegend verändern könnte.

Apple bereitet demnach eine Option vor, mit der Nutzer den gesamten Speicherplatz ihres Geräts nach einem Löschvorgang mit leeren Daten überschreiben können. Diese Funktion geht über die bisherigen Standards des Unternehmens hinaus und zielt auf eine noch gründlichere Datenbereinigung ab.

Erweiterte Löschoption für den gesamten Speicher

Bisher setzt Apple beim Zurücksetzen eines iPhones primär auf das Löschen der Verschlüsselungsschlüssel. Dieser Prozess macht die auf dem Gerät gespeicherten Informationen sofort unlesbar, da der Zugriff ohne die entsprechenden Schlüssel technisch nicht mehr möglich ist. Die physischen Daten verbleiben jedoch theoretisch so lange auf dem Speicherchip, bis sie durch neue Informationen überschrieben werden.

Die in der Beta-Version von iOS 27.2 entdeckten Referenzen deuten nun darauf hin, dass Apple eine Option implementiert, die den gesamten Speicherplatz – einschließlich der aktuell ungenutzten Bereiche – aktiv mit Blank-Daten überschreibt. Dieser Vorgang soll sicherstellen, dass keinerlei Fragmente der ursprünglichen Nutzerdaten auf dem Hardware-Speicher verbleiben.

Laut entsprechenden Berichten bringt dieses Verfahren jedoch technische Herausforderungen mit sich. Da der gesamte Speicher adressiert wird, dauert der Löschvorgang deutlich länger als die herkömmliche Methode. Zudem wird darauf hingewiesen, dass ein solch intensiver Schreibvorgang die Lebensdauer des Flash-Speichers beeinflussen kann, da diese Speicherzellen nur eine begrenzte Anzahl an Schreibzyklen unterstützen.

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach System-Änderungen oft wichtige Sicherheitsaspekte ihrer Geräte. Ein Apple-Experte erklärt in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihre Daten mit wenigen Klicks wirklich schützen und Updates sicher installieren. iOS-Ratgeber für sichere Updates kostenlos herunterladen

Hintergrund sind neue regulatorische Anforderungen in China

Die Einführung dieser speziellen Löschfunktion steht offenbar in engem Zusammenhang mit gesetzlichen Vorgaben auf dem chinesischen Markt. Branchenberichten zufolge ist die Funktion speziell für iPhones vorgesehen, die in China verkauft werden. Hintergrund ist der chinesische Industriestandard GB 46864-2025.

Dieser neue Sicherheitsstandard tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und stellt verschärfte Anforderungen an die Datenlöschung bei elektronischen Geräten. Mit der Integration der Überschreibfunktion in das Betriebssystem stellt Apple sicher, dass die Geräte rechtzeitig den künftigen regulatorischen Bedingungen entsprechen.

Ob die Funktion zu einem späteren Zeitpunkt auch in anderen Regionen als optionale Sicherheitsmaßnahme freigeschaltet wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Anzeige

Wer sich mit der Sicherheit und den Funktionen seines Geräts befasst, sollte auch die grundlegende Fachsprache beherrschen. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen. iPhone-Lexikon jetzt gratis als PDF sichern

Unterstützung für weitere Apple-Plattformen angedeutet

Obwohl die Entdeckungen primär im Kontext des iPhones gemacht wurden, weisen Code-Referenzen darauf hin, dass Apple die Technologie für sein gesamtes Ökosystem plant. Entsprechende Hinweise auf die erweiterte Löschoption finden sich laut Berichten vom 16. September 2026 auch für das iPad, den HomePod sowie die Apple Vision Pro.

Damit scheint der Konzern eine plattformübergreifende Lösung vorzubereiten, um den Anforderungen an die Datensicherheit gerecht zu werden. Die Veröffentlichung der ersten Developer Beta von iOS 27.2 markiert den Beginn der Testphase für diese Funktion.

Bis zur finalen Version des Betriebssystems könnten die Details zum Ablauf und zur Verfügbarkeit der Funktion noch angepasst werden, insbesondere im Hinblick auf die Warnhinweise bezüglich der Speicherkapazität und der Prozessdauer.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple Releases First iOS 27.2 Beta“

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70114526 |