iOS 27: Apple bringt generative Bildbearbeitung aufs iPhone
09.06.2026 - 15:08:20 | boerse-global.de
iOS 27 bringt generative Bildbearbeitung auf das iPhone – Perspektivwechsel und Bildverlängerung per Knopfdruck.
Einen Tag vor dem offiziellen Start der Worldwide Developers Conference (WWDC) hat Apple am Montag tief in die KI-Trickkiste gegriffen. Mit dem kommenden iOS 27 führt der Konzern eine Reihe von Funktionen ein, die das Apple Intelligence-Ökosystem massiv erweitern. Im Zentrum stehen Werkzeuge, die Fotografen völlig neue Möglichkeiten eröffnen – und das nicht nur für aktuelle Aufnahmen.
Perspektivwechsel per Fingerzeig
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Das Herzstück der Ankündigung heißt Spatial Reframing. Die Funktion nutzt räumliche Daten, um den Bildausschnitt nachträglich zu verschieben. Per Touch-and-Drag-Geste lässt sich die Perspektive eines Fotos verändern – als hätte man den Standort des Fotografen neu gewählt. Parallel dazu präsentierte Apple ein Extend-Tool, das generative KI nutzt, um über die ursprünglichen Bildränder hinaus neue Bildinhalte zu erschaffen. Die Technik erinnert an professionelle Expansionswerkzeuge aus der Bildbearbeitung, ist aber direkt ins Betriebssystem integriert.
Besonders bemerkenswert: Die neuen Funktionen arbeiten nicht nur mit aktuellen iPhone-Aufnahmen, sondern auch mit älteren Fotos und sogar Bildern von Fremdherstellern.
Saubere Bilder und unsichtbare Wasserzeichen
Auch das Clean Up-Tool wurde überarbeitet. Es identifiziert störende Objekte im Bild und entfernt sie, während der Hintergrund natürlich aufgefüllt wird. Die KI arbeitet dabei hybrid: Einfache Aufgaben erledigt das Gerät lokal, komplexere generative Prozesse laufen über Private Cloud Compute. Um Transparenz zu schaffen, erhalten bearbeitete Bilder ein unsichtbares SynthID-Wasserzeichen – ein Signal für KI-generierte Inhalte.
Siri wird zur KI-Assistentin mit Gedächtnis
Ein weiterer Meilenstein ist die Überarbeitung von Siri. Der Sprachassistent, künftig Siri AI genannt, erhält ein neues Design, das nahtlos mit der Dynamic Island harmoniert. Die KI versteht nun den Bildschirminhalt und den persönlichen Kontext des Nutzers. Technisch basiert Siri AI auf Apples eigenen Foundation-Modellen, die in Zusammenarbeit mit Google entwickelt wurden. Ein eigener Chat-Verlauf wird via iCloud synchronisiert.
Allerdings: Die Beta startet zunächst nur auf Englisch und bleibt der EU sowie China vorerst vorenthalten.
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Release und Hardware-Anforderungen
Apple hat die Developer Beta bereits am Montag freigegeben. Eine öffentliche Beta soll im Juli folgen, der finale Release ist für September 2026 geplant. iOS 27 selbst läuft auf dem iPhone 11 und neueren Modellen. Die KI-Funktionen bleiben jedoch den leistungsstärkeren Geräten vorbehalten: iPhone 15 Pro, die iPhone 16-Serie, iPads und Macs mit M1-Chip oder neuer, die Vision Pro sowie die Apple Watch Series 10 und jünger.
Wer die KI-Funktionen intensiv nutzen möchte, sollte zudem ein iCloud+-Abo in Betracht ziehen. Apple kündigte tägliche Nutzungslimits an – Abonnenten erhalten höhere Schwellenwerte als Nutzer des kostenlosen Tarifs.
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