iOS 27: Apple bringt KI-Tastatur und 40 Systemverbesserungen
Veröffentlicht am: 01.07.2026 um 22:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach der zweiten Entwickler-Beta Ende Juni veröffentlichte der Konzern am heutigen Mittwoch detaillierte Vorschauseiten für die Software. Im Zentrum stehen KI-gestützte Funktionen, die alltägliche Interaktionen radikal vereinfachen sollen.
Intelligente Tastatur und smarte Eingabehilfen
Eine der auffälligsten Neuerungen ist die „One-Tap-Paste"-Funktion direkt in der Systemtastatur. Das System erkennt, wenn der Nutzer Text, Links oder Fotos kopiert hat, und schlägt das Einfügen mit einem einzigen Tippen vor. Die Quelle wird dabei im Vorschlag angezeigt. Die Technik baut auf der bereits aus iOS 12 bekannten Autovervollständigung für Verifizierungscodes auf.
Noch einen Schritt weiter geht die Kurzbefehle-App: Mit „Kurzbefehl beschreiben" können Nutzer künftig in natürlicher Sprache formulieren, was sie automatisieren möchten. Sagt der Nutzer etwa „Erstelle eine Notiz mit der heutigen To-Do-Liste", baut die KI automatisch die passende Befehlskette zusammen. Bei komplexen Anfragen fragt das System gezielt nach.
Die Erinnerungen-App profitiert ebenfalls von dieser natürlichen Spracherkennung. Apple Intelligence analysiert eingegebene Texte automatisch auf Daten, Uhrzeiten und Orte. Eine neue intelligente Einkaufsliste sortiert Produkte zudem nach Supermarkt-Layouts – mit erweiterter internationaler Unterstützung.
Liquid Glass und neue Anpassungsmöglichkeiten
Mit „Liquid Glass" führt iOS 27 ein neues Design-Element ein, dessen Intensität sich über einen Schieberegler individuell anpassen lässt. Der Home-Bildschirm unterstützt nun auch extra große Widgets. Und ein lang ersehnter Wunsch vieler Nutzer geht in Erfüllung: Die Wecker-Lautstärke lässt sich künftig unabhängig von der Systemlautstärke einstellen.
Für Nutzer mehrerer Geräte bietet das Update die Möglichkeit, zwischen zwei iPhones mit derselben Rufnummer zu wechseln – vorausgesetzt, der Mobilfunkanbieter unterstützt dies. Die Notizen-App beherrscht jetzt das Einfügen von Markdown-Text, während Safari mit verbesserter Energieeffizienz und Preisverfolgungsfunktionen aufwartet.
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Fotos, Nachrichten und FaceTime im Fokus
Die Fotos-App erhält elf neue Funktionen für eine bessere Bibliotheksverwaltung. Nutzer können künftig einzelne Videoframes in voller Auflösung speichern und Bewertungen von einem bis fünf Sternen vergeben. Neue Sammlungen wie „Von mir aufgenommen" und „Ausweisdokumente" sorgen für Ordnung. Hinzu kommt ein „AI RAW"-Bearbeitungsmodus.
Große Neuerungen gibt es bei der Kommunikation: Die RCS-Unterstützung (Rich Communication Services) wurde in der zweiten Entwickler-Beta um Inline-Antworten und Emoji-Reaktionen für Gespräche mit Android-Nutzern erweitert. FaceTime ermöglicht nun die gleichzeitige Nutzung von Front- und Rückkamera während eines Gesprächs.
Leistungssprünge und Hardware-Anforderungen
Apple verspricht mehr als 40 systemweite Verbesserungen. Besonders beeindruckend: Die AirDrop-Geschwindigkeit soll um 80 Prozent gestiegen sein. iOS 27 läuft auf dem iPhone 11 und neueren Modellen. Die fortschrittlichsten KI-Funktionen – darunter das überarbeitete Siri und generative Bildwerkzeuge – bleiben jedoch dem iPhone 15 Pro und neueren Geräten vorbehalten. Diese KI-Tools basieren auf Foundation-Modellen, die Google Gemini nutzen.
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Apple One-Abonnenten mit iCloud+-Speicher ab 200 Gigabyte erhalten zusätzliche Vorteile: höhere tägliche Nutzungslimits für die Bildgenerierung und KI-generierte Beschreibungen für HomeKit Secure Video-Clips.
Nach der Entwickler-Beta-Phase, die im Juni begann, wird eine öffentliche Beta im Juli 2026 erwartet. Die finale Version von iOS 27 soll planmäßig im September 2026 erscheinen. Bereits am 30. Juni veröffentlichte Apple das Creator Studio AI-Update für Profi-Anwender, das unter anderem automatische Untertitelgenerierung in Final Cut Pro für Apple Silicon-Geräte einführt.
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