iOS 27: Apple erweitert Kindersicherung um Safari-Anfragen und ZeitplÀne
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 02:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In einem am 23. September 2026 veröffentlichten Support-Leitfaden hat Apple die ĂŒberarbeiteten Funktionen zur Kindersicherung und Elternkontrolle fĂŒr das Betriebssystem iOS 27 im Detail erlĂ€utert. Flankierend dazu veröffentlichte das Unternehmen ein animiertes Video, das die Neuerungen veranschaulicht.
Die Funktionen sind bereits seit dem 14. September 2026 mit der Veröffentlichung von iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 Golden Gate verfĂŒgbar. Voraussetzung fĂŒr die Nutzung ist jedoch, dass alle GerĂ€te innerhalb einer Family-Sharing-Gruppe auf dem aktuellen Softwarestand sind; andernfalls bleibt die bisherige Version der Bildschirmzeit aktiv.
Vereinfachte Einrichtung und neue Anfrage-Modelle
Laut dem veröffentlichten Leitfaden lassen sich Kind-Konten nun bereits wÀhrend der Ersteinrichtung eines GerÀts mit altersgerechten Schutzvorgaben anlegen. Eltern haben dabei die Wahl, zunÀchst nur eine geringe Anzahl essenzieller Anwendungen freizugeben oder einem automatisierten Vorschlag des Systems zu folgen. Diese Konfigurationen können im spÀteren Betrieb flexibel erweitert werden.
Ein zentrales neues Element ist die Funktion âAsk to Browseâ. Diese ĂŒbertrĂ€gt das etablierte Prinzip von âAsk to Buyâ â bei dem Eltern KĂ€ufe und Downloads erst genehmigen mĂŒssen â auf den Webbrowser Safari.
Versucht ein Kind, eine blockierte Webseite aufzurufen, kann es eine Anfrage an die Eltern stellen. Diese können den Zugriff entweder ĂŒber eine Nachricht auf ihrem eigenen GerĂ€t oder per Passcode direkt am GerĂ€t des Kindes autorisieren, ohne die generellen Sicherheitseinstellungen Ă€ndern zu mĂŒssen.
FĂŒr Kinder unter 13 Jahren ist dieses Verfahren standardmĂ€Ăig aktiv. Zudem wird die EinschrĂ€nkung von Websites mit nicht jugendfreien Inhalten fĂŒr alle Nutzer unter 18 Jahren voreingestellt, wobei regionale Altersvorgaben variieren können.
Erweiterte Sicherheit bei Kommunikation und Inhalten
Apple hat zudem die sogenannte âCommunication Safetyâ fĂŒr die Dienste Messages, FaceTime und Telefon deutlich ausgebaut. Die auf dem GerĂ€t integrierte Erkennung identifiziert nun nicht mehr ausschlieĂlich Nacktdarstellungen, sondern auch Inhalte mit Gewalt oder Gore in Bildern und Videos.
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Der Schutz greift bereits vor der Anzeige der Inhalte und umfasst nun auch Live-FaceTime-Anrufe. Das Unternehmen betonte in diesem Zusammenhang, dass die Analyse lokal auf dem GerĂ€t erfolgt und Apple selbst keinen Zugriff auf die privaten Fotos oder Videos erhĂ€lt. Die Funktion ist fĂŒr Nutzer unter 18 Jahren standardmĂ€Ăig aktiviert.
ZusĂ€tzlich können Eltern ĂŒber eine Kontaktfreigabe festlegen, mit welchen Personen das Kind kommunizieren darf. Neue Kontakte mĂŒssen durch ein Elternteil bestĂ€tigt werden, wobei Nachrichten von noch nicht freigegebenen Personen bis zur Zustimmung verborgen bleiben können.
Flexibles Zeitmanagement und strukturiertes Interface
Die Verwaltung der Nutzungsdauer wurde durch âTime Allowancesâ und detaillierte ZeitplĂ€ne prĂ€zisiert. Eltern können Gesamtbudgets fĂŒr bestimmte App-Kategorien wie soziale Medien oder Spiele festlegen.
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Die âScreen Time Schedulesâ erlauben es zudem, spezifische Zeitfenster fĂŒr Schultage und Wochenenden zu definieren, inklusive einer automatischen Sperre wĂ€hrend der Unterrichtsstunden. Eine neue Pausen-Funktion ermöglicht es, die Bildschirmzeit mit nur einem Tippen sofort vollstĂ€ndig zu unterbrechen, etwa fĂŒr gemeinsame Mahlzeiten, oder sie temporĂ€r unbegrenzt freizugeben.
Das Benutzerinterface der Bildschirmzeit wurde im Zuge des Updates neu organisiert. Es bietet nun eine Ăbersicht ĂŒber die durchschnittliche Nutzungsdauer sowie eine detaillierte Auflistung der meistgenutzten Anwendungen.
Hintergrund der umfangreichen Neuerungen ist laut Branchenbeobachtern der wachsende Regulierungsdruck in MĂ€rkten wie den USA, GroĂbritannien und Australien, wo verschĂ€rfte Gesetze zum Schutz MinderjĂ€hriger im Internet diskutiert oder bereits umgesetzt werden.
