iOS 27: Apple macht AirDrop 80 Prozent schneller
10.06.2026 - 03:22:08 | boerse-global.de
Der iPhone-Hersteller will mit dem großen Update endlich die ärgerlichsten Alltagsprobleme seiner Nutzer lösen.
Auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026 stellte Apple die nächste Generation seines mobilen Betriebssystems vor. iOS 27 konzentriert sich auf zwei Dinge, die Millionen Nutzer seit Jahren frustrieren: lahme Dateiübertragungen und die zickige Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten und Plattformen.
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Tempo-Sprünge bei AirDrop und Fotos
Die Zahlen, die Apple während der Keynote präsentierte, können sich sehen lassen. AirDrop-Übertragungen sollen künftig bis zu 80 Prozent schneller vonstattengehen. Auch das Laden neu aufgenommener Fotos in der Galerie beschleunigt sich um rund 70 Prozent. Selbst Drittanbieter-Apps profitieren: Hier verspricht Apple eine um 30 Prozent schnellere Startzeit.
Besonders iPad-Nutzer dürften aufatmen. Im hauseigenen Dateien-Brower arbeiten Datentransfers und das Durchsuchen von Ordnern bis zu fünfmal schneller als zuvor. Möglich macht das ein überarbeiteter CPU-Scheduler, der laut Apple sogar auf Geräten ab dem iPhone 11 für spürbar mehr Tempo sorgt.
Ausbruch aus dem Apple-Universum
Der vielleicht wichtigste Schritt ist ein strategischer: Apple öffnet seine Dienste für die Konkurrenz. iCloud-Geteilte Alben unterstützen künftig auch Beiträge von Android- und Windows-Nutzern. Die hochgeladenen Fotos und Videos bleiben dabei in voller Auflösung erhalten – Schluss mit den stark komprimierten Versionen der Vergangenheit.
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Doch damit nicht genug. Zusammen mit Google hat Apple an einer besseren Zusammenarbeit der Systeme getüftelt. Android-Nutzer sollen bald per Quick Share Dateien an iPhones schicken können. Und die Einführung des Rich Communication Services (RCS) ermöglicht hochauflösende Medienübertragungen zwischen den beiden Betriebssystemen. Damit die Nutzer während des Versands nicht im Dunkeln tappen, zeigt iOS 27 nun einen echten Fortschrittsbalken in der Nachrichten-App an – für Videos, PDFs und andere Formate.
Wenn die Synchronisation streikt
So vielversprechend die Neuerungen klingen – die aktuelle Realität sieht für viele Nutzer anders aus. Technische Dokumente, die zeitgleich zur WWDC veröffentlicht wurden, listen die häufigsten Fallstricke auf.
Der Fehler „Synchronisierung mit iCloud pausiert“ tritt besonders häufig auf. Schuld sind meist ein niedriger Akkustand, aktivierte Mobilfunkdaten-Beschränkungen oder thermische Drosselung. Die Lösung: Energiesparmodus deaktivieren oder die Synchronisation manuell in der Fotos- oder Dateien-App neu starten.
Wer Fotos auf einen Windows-PC übertragen will, kennt weitere Hürden:
- Cloud-Konflikte: Schlägt der Import fehl, liegt es oft an der Einstellung „iPhone-Speicher optimieren“. Die Originaldateien liegen dann in der Cloud, nicht auf dem Gerät.
- Fehlende Codecs: Windows erkennt HEIF-Bilder oft nicht. Nötig ist die Installation entsprechender Erweiterungen aus dem Microsoft Store.
- Kabel und Treiber: Besonders beim iPhone 16 zeigen sich Probleme. Original-Apple-Kabel und aktualisierte iTunes-Treiber sind für Windows 11 Pro oft zwingend erforderlich, damit das Gerät im Explorer auftaucht.
Wann kommt iOS 27?
Die Entwickler-Beta ist seit dem 8. Juni verfügbar. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, der finale Release ist für den Herbst 2026 geplant. Apple verspricht Unterstützung für über 30 iPhone-Modelle – alle Geräte, die aktuell iOS 26 nutzen, sind dabei.
Neben den Performance-Verbesserungen bringt das Update auch neue KI-Funktionen für die Fotos-App. „Spatial Reframe“ erlaubt perspektivische Anpassungen, während das „Extend“-Werkzeug Bildhintergründe intelligent erweitert.
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