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iOS 27: Apple öffnet Siri für ChatGPT, Claude und Gemini

15.06.2026 - 10:29:06 | boerse-global.de

Apple plant ein Framework zur Auswahl externer KI-Modelle für Siri. Die Integration von ChatGPT, Claude und Gemini ist in iOS 27 vorgesehen, wurde aber auf der WWDC nicht angekündigt.

Apple öffnet Siri für ChatGPT, Claude und Gemini in iOS 27
Apple - Digital interface showing Apple logo connected to logos of OpenAI, Anthropic, and Google Gemini, representing AI integration. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple plant eine Revolution für sein Sprachassistenten-System: Künftig sollen Nutzer zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen können.

Der iPhone-Konzern arbeitet an einem neuen „Extensions"-Framework für das kommende Betriebssystem iOS 27. Das berichten übereinstimmend Bloomberg und Branchenquellen. Die Technologie soll es Anwendern ermöglichen, zwischen Drittanbieter-KI-Modellen wie OpenAIs ChatGPT, Anthropics Claude oder Googles Gemini zu wählen – und damit die Fähigkeiten von Siri massiv zu erweitern.

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Der Code für das Framework, ein eigenes Einstellungsmenü und ein interner App-Store-Bereich für KI-Erweiterungen ist bereits in der Entwickler-Beta von iOS 27 vorhanden. Allerdings sind diese Funktionen noch deaktiviert. Apple führte Gespräche mit OpenAI, Anthropic und Google über die Integration – präsentierte das System jedoch nicht auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni.

Warum Apple die KI-Öffnung verschwieg

Mehrere Gründe dürften Apple dazu bewogen haben, die Ankündigung der Drittanbieter-KI-Integration während der WWDC-Keynote zurückzuhalten. Ein zentraler Punkt ist der Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union. Apple-Manager Craig Federighi deutete auf der Konferenz an, dass die eigene „Siri AI" aufgrund regulatorischer Auflagen nicht in der EU starten werde. Die EU-Kommission verlangt von Apple, sein Ökosystem für Drittanbieter-KI zu öffnen – ein Schritt, der nach Apples Einschätzung die Privatsphäre und Sicherheit des „Private Cloud Compute"-Systems gefährden könnte.

Hinzu kommen vertragliche Hürden. Analysten zufolge hätte eine öffentliche Ankündigung eines Multi-Anbieter-Frameworks eine Vertragsverletzungsklage von OpenAI auslösen können. Zudem wollte Apple den Fokus auf den eigenen, neu aufgelegten Siri-Assistenten legen – und nicht auf die Konkurrenz.

Die Technik hinter Apples KI-Offensive

Die neue native Siri-KI, die im Mittelpunkt der Juni-Präsentation stand, basiert Berichten zufolge auf einem 1,2 Billionen Parameter großen Modell, das auf Googles Gemini-Technologie aufsetzt. Die Infrastruktur wird durch Nvidia Blackwell GPUs in der Google Cloud unterstützt. Branchenkreisen zufolge zahlt Google rund eine Milliarde Euro jährlich dafür, dass seine Technologie als Grundlage für Siris KI-Funktionen dient.

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Das neue Framework soll Siri zu einem plattformübergreifenden Dienst machen. Partner wie Anthropic und Google erhielten damit nativen Zugriff auf 1,5 Milliarden Apple-Geräte. Die aktuelle Beta-Version von Siri AI gilt jedoch als funktional, aber inkonsistent: Erste Tests zeigen langsame Antwortzeiten und häufig unterbrochene Abfragen.

iPadOS 27 und regionale Beschränkungen

Auch das für Herbst 2026 erwartete iPadOS 27 wird sich auf die KI-Fortschritte konzentrieren. Geplant sind eine dedizierte Siri-App, kontextbezogene Aktionen und eine „Liquid Glass"-Oberfläche. Verbesserte Fotobearbeitungswerkzeuge wie „Clean Up", „Extend" und „Reframe" sind ebenfalls vorgesehen, ebenso wie KI-Integration in Notizen und den Safari-Browser.

Doch die neuen Siri-KI-Funktionen werden in der EU und China nicht verfügbar sein. Im europäischen Markt sollen vorerst nur Mac-Nutzer die neue Siri erhalten – Apple setzt den DMA-Konflikt damit fort. Neben den Software-Neuerungen enthält der iOS-27-Beta-Code auch Hinweise auf ein faltbares Gerät mit dem Codenamen V68, das für September erwartet wird.

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