iOS 27: Apple setzt auf Google Gemini statt ChatGPT
30.05.2026 - 23:49:55 | boerse-global.deDer KI-Partner von Apple ist unzufrieden: OpenAI sieht Vertragsbruch und prüft rechtliche Schritte.
OpenAI erwägt offenbar eine Klage gegen Apple. Der Vorwurf: Die Integration von ChatGPT in Siri entspreche nicht den vertraglichen Vereinbarungen. Wie aus Branchenkreisen verlautet, prüft das KI-Unternehmen eine Klage wegen Vertragsbruchs – der Chatbot sei innerhalb des Apple-Ökosystems für Nutzer kaum auffindbar.
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Streit um Sichtbarkeit und Abozahlen
Die Partnerschaft zwischen den beiden Tech-Giganten begann Mitte 2024. Doch nun gerät sie ins Wanken. Medienberichten zufolge ist OpenAIs Rechtsabteilung alarmiert: Die Abozahlen durch die Siri-Integration blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Nutzer fänden ChatGPT nur schwer innerhalb der Sprachassistentin – das bremse das Wachstum der zahlenden Kunden.
Obwohl OpenAI eine Klage prüft, zeichnet sich ab: Das Unternehmen würde einen außergerichtlichen Vergleich bevorzugen. Der Zeitpunkt ist heikel, denn Apple baut seine KI-Partnerschaften parallel massiv aus.
Apple setzt auf Google Gemini und Nvidia
Die Spannungen mit OpenAI kommen nicht von ungefähr. Apple arbeitet an einem grundlegenden Siri-Relaunch – und setzt dabei auf andere Partner. Für das kommende iOS 27 hat sich der Konzern offenbar die Nutzung von Googles Gemini-Modellen gesichert. Der Deal soll jährlich rund eine Milliarde Euro wert sein.
Die neue Siri-Architektur setzt auf einen Hybrid-Cloud-Ansatz: Einfache Aufgaben erledigt das Gerät lokal, dank sogenannter „Distillation"-Techniken laufen dort kleinere Modelle. Komplexe Anfragen wandern dagegen in die Google Cloud. Für den Datenschutz setzt Apple auf Nvidia Confidential Computing – die Daten werden während der Cloud-Verarbeitung verschlüsselt. Grund für den Schwenk: Apples eigene Private-Cloud-Infrastruktur ist schlicht zu schwach für Modelle in der Größenordnung von Gemini.
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Siri-Relaunch auf der WWDC – Hardware-Hürden
Die Neuerfindung von Siri soll auf der WWDC vom 8. bis 12. Juni 2026 im Mittelpunkt stehen. Insidern zufolge wird Siri zu einer eigenständigen Chatbot-App mit tiefer Integration in die Dynamic Island. Nutzer könnten künftig zwischen verschiedenen KI-Backends wählen: Google Gemini, ChatGPT oder Anthropics Claude.
Weitere Neuerungen in iOS 27: KI-gestützte Kamerafunktionen zur Objektanalyse sowie erweiterte Fotobearbeitung – etwa das Neurahmen oder Erweitern von Bildern. Das System wird voraussichtlich noch das iPhone 12 unterstützen. Die fortschrittlichsten „Apple Intelligence"-Funktionen bleiben jedoch dem iPhone 15 Pro oder neueren Modellen vorbehalten.
Der öffentliche Release von iOS 27 wird für September 2026 erwartet. Die Entwicklung folgt auf einen separaten Rechtsstreit: Anfang des Jahres einigte sich Apple in einem Vergleich über 250 Millionen Euro wegen angeblich irreführender KI-Versprechen.
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