Apple, KI-Siri

iOS 27: Apple sperrt KI-Siri in der EU wegen DMA-Streit

10.06.2026 - 07:17:52 | boerse-global.de

Apples neue KI-Siri erscheint nicht für iPhone und iPad in der EU. Grund sind ungeklärte DMA-Anforderungen zur Interoperabilität.

Apple sperrt KI-Siri in der EU: DMA-Streit blockiert iPhone-Feature
Apple - Die EU-Flagge mit einem durchgestrichenen KI-Symbol, das die Blockade von Siri AI in Europa darstellt. 10.06.2026 - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Grund sind regulatorische Unsicherheiten durch den Digital Markets Act (DMA). Die Veröffentlichung von iOS 27 und iPadOS 27 im Herbst bleibt zwar geplant – die zentrale KI-Komponente bleibt für europäische Nutzer aber gesperrt.

Streit um Interoperabilität und Datenschutz

Der Konflikt dreht sich um die DMA-Anforderungen an sogenannte Gatekeeper-Plattformen. Die EU-Kommission verlangt, dass Systemfunktionen für Drittanbieter interoperabel sein müssen. Apple argumentiert: Eine Öffnung der neuen Siri-KI für alternative KI-Anbieter würde Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer gefährden.

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Apples Marketingchef Greg Jozwiak erklärte, die EU-Kommission habe die Sicherheitsbedenken zurückgewiesen. Das Unternehmen befürchtet, dass die geforderte Offenlegung technischer Schnittstellen das datenschutzfreundliche Design der Architektur untergräbt. Apple setzt bei der Verarbeitung teilweise auf eine Kooperation mit Google (Gemini), betont aber die Integrität des eigenen Systems.

Abgelehnte Lösungsvorschläge

Vor der Entscheidung versuchte Apple eine Einigung mit Brüssel. Das Unternehmen schlug einen „Trusted System Agent“ vor – einen technischen Ansatz, der Sicherheitsstandards wahren und regulatorische Anforderungen erfüllen sollte. Zudem beantragte Apple eine 18-monatige Übergangsfrist für die Interoperabilitätsvorgaben.

Die EU-Kommission lehnte beide Vorschläge ab. Sprecher Thomas Regnier betonte: Es sei allein Apples Entscheidung, Funktionen zurückzuhalten. Der DMA verbiete keine innovativen Produkte, sondern verlange fairen Wettbewerb. Eine Ausnahme wurde abgelehnt – anderen KI-Assistenten würden sonst keine gleichen Chancen eingeräumt.

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Eingeschränkte Verfügbarkeit in Europa

Ganz fehlen wird die neue Siri-KI in der EU nicht. Mac und die Datenbrille Vision Pro unterliegen nicht denselben strengen DMA-Vorgaben fĂĽr mobile Betriebssysteme. Auch die Apple Watch mit watchOS 27 soll die KI-Siri in Europa erhalten.

Für iPhone- und iPad-Nutzer in der Schweiz hat die Entscheidung keine direkten Auswirkungen – das Land ist nicht EU-Mitglied. Die neue Siri startet zunächst in einer englischsprachigen Version. Für die betroffenen mobilen Geräte in der EU gibt es laut Software-Chef Craig Federighi derzeit keinen Zeitplan. Apple-Aktien reagierten mit einem leichten Kursrückgang und notierten bei rund 259,70 Euro.

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