iOS 27: Apple trennt Fotos von Screenshots mit Captured by Me
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 05:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
iOS 27 bringt mit „Captured by Me" eine lang ersehnte Funktion für iPhone-Nutzer: Die neue Ansicht trennt eigene Kameraaufnahmen zuverlässig von Screenshots und Chat-Bildern. Dazu gesellen sich KI-gestützte Bearbeitungswerkzeuge, die das Fotoerlebnis grundlegend verändern könnten.
Die Flut an Screenshots, geteilten Bildern und heruntergeladenen Dateien hat die Foto-Bibliothek vieler iPhone-Nutzer längst in ein digitales Sammelsurium verwandelt. Mit der fünften Beta von iOS 27, die seit dem 3. August 2026 an Entwickler und Tester verteilt wird, reagiert Apple nun auf jahrelange Nutzerwünsche. Die neue Funktion „Captured by Me" schafft eine klare Trennung zwischen eigenen Kameraaufnahmen und dem digitalen Ballast, der sich sonst in der Bibliothek ansammelt.
Schluss mit unübersichtlichen Foto-Bibliotheken
Die neue Ansicht funktioniert sowohl als eigenständige Sammlung als auch als Filter innerhalb der Hauptbibliothek. Medien, die direkt über die Kamera-App des iPhones aufgenommen wurden, erscheinen dort isoliert – Screenshots, Downloads und über Messenger erhaltene Bilder bleiben außen vor. Für alle, die ihre eigenen Aufnahmen ohne fremde Inhalte durchstöbern möchten, dürfte das eine deutliche Erleichterung sein.
Ergänzend führt das Update eine native Funktion zum Speichern von Einzelbildern aus Videos ein. Statt während der Wiedergabe Screenshots zu machen, lassen sich künftig hochauflösende Standbilder direkt extrahieren – eine deutlich bessere Alternative für alle, die besondere Momente aus Videoaufnahmen festhalten wollen.
KI-Werkzeuge mit Tücken
Die Beta setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz. Drei neue Bearbeitungswerkzeuge stehen im Mittelpunkt:
- Spatial Reframe verändert nachträglich die Perspektive eines Fotos und kann so verdeckte oder abgeschnittene Bildelemente sichtbar machen. Besonders bei Architektur- und Landschaftsaufnahmen überzeugt das Werkzeug, bei Personenaufnahmen kommt es in ersten Tests jedoch vereinzelt zu Gesichtsverzerrungen.
- Extend erweitert den Hintergrund eines Bildes um bis zu 25 Prozent pro Seite. Das System generiert dabei neue Bilddaten, um den erweiterten Bereich zu füllen. Entsprechend bearbeitete Medien erhalten automatisch einen Hinweis, dass sie mit dieser Funktion verändert wurden.
- Cleanup entfernt störende Objekte aus dem Hintergrund von Fotos.
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Die KI-Funktionen bleiben allerdings bestimmten Geräten vorbehalten: Sie laufen nur auf dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen sowie auf iPads und Macs mit Apple Silicon oder A17-Pro-Chip. Besitzer älterer Geräte gehen bei diesen Funktionen leer aus.
Siri mit neuer Geste und offenere Plattform
Auch der Sprachassistent erhält ein Update. Statt wie bisher per Sprachbefehl oder Seitentaste lässt sich Siri in iOS 27 künftig per Wischgeste vom oberen Bildschirmrand aus aktivieren. Zusätzlich integriert Apple die KI-Modelle ChatGPT und Gemini, um die Verarbeitungsfähigkeiten des Assistenten zu erweitern.
Ein weiterer Schritt Richtung Offenheit: iCloud-Fotoalben werden für Android- und Windows-Nutzer geöffnet. Wer seine geteilten Alben für Nutzer anderer Plattformen zugänglich macht, sollte allerdings beachten, dass diese Inhalte künftig auf das iCloud-Speicherkontingent des Besitzers angerechnet werden.
Solide Basis und klarer Zeitplan
Parallel zur Beta-Arbeit hat Apple am 3. August 2026 iOS 26.6 veröffentlicht. Das Wartungsupdate schließt mehr als 75 Sicherheitslücken und optimiert die Spotlight-Suche für das kommende Betriebssystem – eine Art Brückenrelease, das die Basis für den Umstieg schafft.
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Erste Leistungstests von iOS 27 zeigen deutliche Fortschritte: Einige Geräte erreichen im Geekbench-6-Benchmark Werte von über 10.000 Punkten. Seit dem 2. August 2026 steht die öffentliche Beta auch für ältere Geräte wie das iPhone 11 zur Verfügung.
Die finale Version von iOS 27 soll Mitte September 2026 erscheinen. Interne Terminplanungen deuten auf einen Zeitraum zwischen dem 8. und 14. September hin. Der Launch folgt auf eine milliardenschwere Einigung: Apple zahlte rund 250 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit Marketing-Versprechen zu „Apple Intelligence" für Käufer von iPhone 15 Pro und iPhone 16. Berechtigte US-Nutzer können mit Zahlungen zwischen 25 und 95 US-Dollar pro Gerät rechnen.
