iOS 27: Apple verstärkt Kindersicherheit mit neuen Kontrollen
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 23:37 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Im Sommer 2026 rücken sowohl versteckte App-Ordner als auch ein mächtiges Sperrwerkzeug in den Fokus der Nutzer.
Der geheime Ordner in der App-Bibliothek
Aktuelle iOS-Versionen bieten einen geschützten „Versteckt“-Bereich in der App-Bibliothek. Wer ihn öffnen will, muss dorthin navigieren, ganz nach unten scrollen und den entsprechenden Ordner auswählen. Der Zugriff ist durch Face ID oder den Gerätecode geschützt.
Das Feature dient als zusätzliche Privatsphäre-Ebene. Empfindliche oder selten genutzte Apps verschwinden so vom Homescreen und aus den allgemeinen Suchergebnissen. Ein einfacher, aber effektiver Schutz für neugierige Blicke.
Assistive Access: Vom Helfer zum Sicherheits-Tool
Doch Apple geht noch einen Schritt weiter. Das Tool „Assistive Access“, ursprünglich als Bedienungshilfe für Menschen mit Behinderungen entwickelt, wird zunehmend als Kinder-Sicherheitslösung diskutiert. Aktiviert wird es in den Einstellungen unter „Bedienungshilfen“.
Im aktivierten Zustand verwandelt sich das iPhone in ein stark eingeschränktes Gerät. Eltern oder Administratoren legen fest, welche Apps sichtbar sind – alle anderen verschwinden aus der Benutzeroberfläche. Besonders radikal: Der Browserzugriff kann komplett entfernt werden. Das Ergebnis ist eine „abgeriegelte“ Umgebung, die weit über einfache Altersfreigaben hinausgeht.
iOS 27: Noch mehr Kontrolle ab September
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Mit dem kommenden iOS 27 will Apple die Verwaltung weiter vereinfachen. Die erste öffentliche Beta startet am 13. Juli 2026, der finale Release ist für September geplant. Die Neuerungen im Überblick:
- Safari-Verwaltung: Safari lässt sich einfacher aus Kinderprofilen entfernen. Eine neue Funktion namens „Ask to Browse“ erlaubt kontrolliertes Surfen.
- Kommunikationssicherheit: Die bestehenden Schutzmechanismen werden um Erkennung von Gewaltdarstellungen erweitert. Für Nutzer unter 18 Jahren sind diese Funktionen standardmäßig aktiviert.
- Zeitkontingente: Neue Planungsoptionen für die App-Nutzung, die sich an den Richtlinien der American Academy of Pediatrics orientieren.
Der politische Druck wächst
Diese Entwicklungen sind kein Zufall. Weltweit verschärfen Regierungen die Gesetze zur Altersverifikation und Sicherheit. Der UK Online Safety Act, der US-amerikanische KIDS Act und der California Digital Age Assurance Act – letzterer 2025 unterzeichnet und für 2027 angekündigt – zwingen die Hersteller zu immer detaillierteren Kontrollmöglichkeiten.
Sicherheitslücken und Datenschutz-Fallen
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Doch nicht alles ist Gold, was glänzt. Ein kritischer Blick auf die aktuellen Standardeinstellungen zeigt: In iOS 26 ist die Option „Apple bei der Suche verbessern“ standardmäßig aktiviert. Sie findet sich nicht im Datenschutz-Menü, sondern unter dem Suchmenü. Erlaubt wird damit die Erfassung von Suchanfragen, Standortdaten und App-Nutzungsmustern.
Parallel dazu bleibt die Sicherheitspflege essenziell. Erst Anfang Juli 2026 veröffentlichte Google ein Update für Chrome auf iOS (Version 150.0.7871.47), das die Sicherheitslücke CVE-2026-13983 schloss. Der mittelschwere Fehler erlaubte Angreifern, durch präparierte HTML-Seiten Gesten zu kapern. Die Lektion: Auch versteckte oder gesperrte Apps müssen auf dem neuesten Stand sein.
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