iOS 27: Apples neue Siri-Features bleiben EU-Nutzern verwehrt
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 13:37 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der neue Siri kommt – aber nicht auf iPhones in der EU. Grund ist ein Streit über den Digital Markets Act.
Apple hat bestätigt: Die mit Spannung erwarteten KI-Funktionen für Siri werden auf iPhones und iPads in der Europäischen Union zunächst nicht verfügbar sein. Wenn iOS 27 und iPadOS 27 im Herbst erscheinen, bleiben EU-Nutzer außen vor. Der Grund: ein regulatorischer Konflikt um den Digital Markets Act (DMA), der hohe Interoperabilitätsanforderungen an digitale Plattformen stellt.
Gericht bestätigt Apples „Gatekeeper"-Status
Der Streit verschärfte sich Anfang Juli. Am 8. Juli 2026 entschied das EU-Gericht: Apple bleibt „Gatekeeper" – sowohl für iOS als auch für den App Store. Der Konzern hatte argumentiert, seine App-Stores für verschiedene Geräte seien getrennt zu betrachten. Das Gericht sah das anders: Sie erfüllten dieselbe grundlegende Funktion.
Apple schlug daraufhin ein sogenanntes „Trusted System Agent"-Framework vor, verbunden mit einem 18-Monats-Plan zur schrittweisen Einführung der KI-Features. Die EU-Kommission lehnte ab. Die Folge: Die neue Siri-App, Visual Intelligence, kameraintegrierte Siri-Modi und erweiterte Schreibassistenten starten in der EU nicht auf mobilen Geräten. Branchenbeobachter rechnen damit, dass der Konflikt bis weit ins Jahr 2027 andauern könnte.
Mac und Vision Pro bleiben verschont
Die Beschränkung gilt nur für mobile Hardware. Mac- und Vision-Pro-Nutzer in der EU sollen die neuen Siri-Funktionen nutzen können. Außerhalb der EU und Chinas bringt iOS 27 unter anderem ein KI-gestütztes Mail-Update: Die App sortiert Nachrichten nach Priorität – etwa Bestellbestätigungen vor Werbung. Siri selbst soll künftig Nachrichten zusammenfassen, Pakete verfolgen und Flugdaten direkt in andere Apps übertragen können. Die Funktion „Schreiben mit Siri" passt sich dem persönlichen Schreibstil an und macht kontextbezogene Vorschläge.
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Die meisten KI-Features benötigen ein iPhone 15 Pro oder neuer. Einige besonders leistungsfähige Funktionen – darunter spezielle Sprachgeschwindigkeit und Ausdrucksanpassung – setzen jedoch noch höhere Hardware voraus. Sie nutzen das AFM-3-Core-Advanced-Modell und laufen nur auf dem iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max und iPhone Air – alle mit 12 GB RAM.
EU-Kurs: Streng bei Software, nachgiebig bei Hardware
Der KI-Konflikt ist Teil eines schwierigen Verhältnisses zwischen Apple und der EU. Während die Kommission bei Software auf Interoperabilität pocht, zeigt sie bei der Hardware Zugeständnisse.
Die EU-Batterieverordnung 2023/1670 schreibt vor, dass Akkus ab 2027 von Nutzern austauschbar sein müssen. iPhones dürften davon ausgenommen bleiben. Grund: Sie erfüllen bestimmte Haltbarkeitskriterien – mindestens 83 Prozent Kapazität nach 500 Ladezyklen und 80 Prozent nach 1.000 Zyklen, kombiniert mit der Schutzklasse IP67 gegen Wasser und Staub.
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Internationale Entspannung
In einer weiteren Entwicklung lockerten die USA am 10. Juli 2026 Beschränkungen für Apples Zugang zu KI-Chips und Rechenzentrumsausrüstung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das dürfte Apples globale KI-Infrastruktur stärken – pünktlich zur geplanten Veröffentlichung des neuen Software-Ökosystems im September.
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