iOS 27 Beta: Apple startet KI-Umbau mit neuer Siri
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 12:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Apple hat die öffentliche Beta von iOS 27 freigegeben – und damit den umfassendsten KI-Umbau der Firmengeschichte erstmals für ein breites Publikum zugänglich gemacht.
Seit dem 16. Juli können Nutzer die neue Version des iPhone-Betriebssystems testen. Im Zentrum steht die grundlegend überarbeitete Sprachassistentin Siri, die Apple unter dem Codenamen "Campos" entwickelt hat. Statt wie bisher auf starre Sprachbefehle setzt das System nun auf einen Chatbot-artigen Dialog – sowohl per Sprache als auch per Texteingabe.
Von Google gelernt: Die Technik hinter der neuen Siri
Die neue Siri-App ist ab sofort auf iPhone, iPad, Mac und sogar auf der Apple-Brille VisionOS vorinstalliert. Sie synchronisiert Unterhaltungen über die iCloud und verarbeitet komplexe mehrstufige Befehle – etwa: "Finde das Restaurant von gestern und schicke die Adresse an Max."
Dahinter stecken Apples hauseigene Foundation Models, die teilweise durch Destillation aus Googles Gemini-Modell verfeinert wurden. Ein teurer Deal: Apple ĂĽberweist Google dafĂĽr Berichten zufolge umgerechnet knapp eine Milliarde Euro pro Jahr.
Die KI-Erweiterung namens "Extensions" erlaubt zudem die Einbindung von Drittanbieter-Chatbots wie Claude oder Meta AI – über einen eigenen Bereich im App Store. Ein echter Gamechanger? Das dürfte sich zeigen.
Wer kann mitmachen? Die Hardware-HĂĽrde
Nicht jedes iPhone ist bereit für die KI-Offensive. Apple Intelligence läuft nur auf dem iPhone 15 Pro oder neuer. Für besonders rechenintensive Funktionen – etwa expressive Sprachausgaben – wird sogar das kommende iPhone 17 Pro oder ein Gerät mit mehr als 12 Gigabyte Arbeitsspeicher empfohlen.
Welche iPhone-Einstellung Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten, um Ihre Privatsphäre zu schützen, verrät Apple-Chefredakteur Detlef Meyer. Sichern Sie sich die einfache Schritt-für-Schritt-Methode für sichere Aktualisierungen. Kostenlosen Ratgeber für sichere iOS-Updates herunterladen
China-Erfolg, EU-Aus: Apples regulatorischer Spagat
Während die Beta global startet, feiert Apple einen wichtigen Etappensieg in Asien. Nach 22 Monaten Verhandlungen hat die chinesische Internetaufsicht CAC die Apple Intelligence für den lokalen Markt freigegeben – am 15. Juli.
Um die strengen chinesischen Auflagen zu erfüllen, arbeitet Apple mit Alibaba und Baidu zusammen. Alibabas Qwen-Modell übernimmt die Sprachverarbeitung, Baidu die visuelle Suche. Damit die 27 Milliarden Parameter große KI aufs iPhone passt, nutzt Apple eine spezielle Komprimierungstechnik (PrismML 1-Bit-Quantisierung) – das Modell schrumpft so auf unter 4 Gigabyte.
Ganz anders die Lage in Europa: Wegen des Digital Markets Act (DMA) wird Apple Intelligence vorerst nicht in der EU verfĂĽgbar sein. Die Regularien bleiben ein Stolperstein.
Ob neue KI-Funktionen oder klassische Apple-Begriffe – wer die Fachsprache seines Geräts wirklich verstehen will, findet in diesem PDF-Lexikon die 53 wichtigsten Erklärungen. So meistern Sie die iPhone-Bedienung endlich ohne Technik-Blabla. Gratis iPhone-Lexikon mit 53 Begriffen sichern
Rechenpower aus der Cloud – und aus Cupertino
Für die nötige Serverleistung setzt Apple derzeit auf Nvidia Blackwell B200-Grafikprozessoren in der Google Cloud. Parallel arbeitet das Unternehmen unter dem Namen "Project ACDC" an eigenen Server-Chips – Auslieferung noch in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Auch bei den Verbraucher-Chips tut sich etwas: Der kommende M6-Prozessor soll eine Speicherbandbreite von 200 GB/s erreichen – ein deutlicher Sprung gegenüber den 153 GB/s des M5. Erste Tests laufen in MacBook-Pro-Modellen, der Marktstart ist für Ende 2026 geplant. Ein noch stärker auf KI getrimmter M7-Chip soll Anfang 2027 folgen.
FĂĽhrungswechsel und Rekordbewertung
Die KI-Offensive fällt in eine Zeit des Umbruchs. Am 17. Juli kletterte Apple zurück an die Spitze der wertvollsten Unternehmen der Welt: 4,88 Billionen Euro Marktkapitalisierung – knapp vor Nvidia mit 4,86 Billionen Euro.
Untermauert wird die Bewertung durch starke Quartalszahlen: 143,8 Milliarden Euro Umsatz im vierten Quartal 2025, 111,2 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026.
Und dann ist da noch der Chefwechsel: Zum 1. September 2026 übergibt Tim Cook das Steuer an John Ternus und wird selbst Aufsichtsratsvorsitzender. Der Zeitpunkt ist kein Zufall – just dann sollen die finalen Versionen von iOS 27 und macOS 27 an die Öffentlichkeit gehen. Ein neues Kapitel für Apple beginnt.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
