iOS 27: Siri AI greift erstmals zwischen Apps durch
14.06.2026 - 17:15:27 | boerse-global.de
Apple Intelligence 2.0 soll das Nutzererlebnis grundlegend verändern – doch viele alte Geräte bleiben außen vor.
Auf der Worldwide Developers Conference (WWDC26) am 8. Juni präsentierte Apple die nächste Generation seiner KI-Strategie. Im Zentrum steht „Siri AI" – ein grundlegend überarbeiteter Sprachassistent, der erstmals kontextübergreifend zwischen verschiedenen Apps agieren kann. Die neuen Betriebssysteme iOS 27 und macOS 27 tragen den Codenamen „Golden Gate".
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Siri wird zum persönlichen Assistenten mit Durchblick
Die Neuerungen sind tiefgreifend: Siri AI versteht nicht nur komplexe Befehle, sondern erkennt auch, was auf dem Bildschirm passiert. Dank neuer „App Intents" und „App Schemas" greift der Assistent direkt auf Nachrichten, Kontakte und E-Mails zu. Ein Beispiel: Während eines Telefonats kann Siri Bestätigungscodes identifizieren und speichern. Eine eigene Siri-App führt künftig den Verlauf aller Unterhaltungen.
Besonders beeindruckend: Die Kamera-App wird zum visuellen Suchtool. Nutzer können Passnummern in Fotos oder bestimmte Angebote in E-Mails per Sprachbefehl finden. „Call Context" heißt die Funktion, die Anrufinhalte in Echtzeit analysiert.
Milliarden-Deal mit Google als KI-Motor
Hinter den Kulissen setzt Apple auf eine überraschende Partnerschaft. Branchenberichten zufolge nutzt der Konzern Googles Gemini-Modelle als Basis für bestimmte KI-Aufgaben – unterstützt von Nvidia-Grafikprozessoren in der Google Cloud. Der Deal soll Apple jährlich rund eine Milliarde Euro kosten.
Datenschutz bleibt nach Unternehmensangaben Priorität. Apples „Private Cloud Compute" in Kombination mit Nvidias „Confidential Computing" soll persönliche Daten auch bei der Cloud-Verarbeitung schützen. Kein Wunder: Bereits im ersten Quartal 2026 waren über 450 Millionen iPhones mit Apple-Intelligence-Fähigkeiten im Umlauf.
Hardware-Hürde: 12 Gigabyte Arbeitsspeicher nötig
Die volle KI-Power fordert ihren Preis. Die fortschrittlichsten On-Device-Modelle benötigen 12 GB RAM – das schließt viele ältere Geräte aus. Bestimmte „expressive" Siri-Stimmen und erweiterte Diktierfunktionen bleiben dem iPhone 17 Pro, 17 Pro Max und dem neuen iPhone Air vorbehalten.
Standard-Funktionen von Siri AI laufen ab dem iPhone 15 Pro. Bei iPads sind ein M4-Chip und 12 GB RAM Pflicht, bei Macs mindestens ein M3-Chip mit ebenfalls 12 GB. Ein harter Schnitt: macOS 27 Golden Gate läuft ausschließlich auf Apple Silicon – Intel-Macs werden nicht mehr unterstützt.
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iOS 27: Schneller, transparenter, kreativer
Neben der KI gibt es handfeste Leistungsverbesserungen. Apps starten laut Apple bis zu 30 Prozent schneller, AirDrop-Übertragungen sogar bis zu 80 Prozent. Das neue Design-Element „Liquid Glass" erlaubt einstellbare Transparenzstufen für die Oberfläche.
Hobbyfotografen freuen sich über „Spatial Reframing" – nachträgliche Perspektivwechsel sind nun möglich. Die „Erweitern"-Funktion vergrößert Bildränder um bis zu 25 Prozent pro Seite. Das verbesserte „Clean Up"-Tool entfernt selbst komplexe Objekte aus Fotos. Auch die Nachrichten-App erhält erweiterte Zeichen- und Markierungswerkzeuge.
Zeitplan und VerfĂĽgbarkeit
Die Entwickler-Beta ist bereits verfügbar. Der öffentliche Release von iOS 27 und macOS 27 wird für September 2026 erwartet. Die Siri AI Beta startet im Herbst auf Englisch – zunächst jedoch nicht in der EU oder China.
