iOS 27: Siri AI nur auf iPhone 15 Pro und neuer verfügbar
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 23:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat am 5. August 2026 angekündigt, dass die kommenden Siri AI-Funktionen in den Betriebssystemen iOS 27 und macOS Golden Gate ausschließlich auf bestimmten Hardware-Konfigurationen zur Verfügung stehen werden. Diese Eingrenzung folgt auf die Veröffentlichung der Verbraucher-Beta von iOS 27 am 4. August 2026, welche bereits erste Einblicke in Funktionen wie eine persönliche Kontextsuche, erweiterte App-Steuerung und einen neuen Kameramodus ermöglichte.
Eingeschränkte Gerätekompatibilität für KI-Funktionen
Nach Angaben des Unternehmens ist die Nutzung von Siri AI an spezifische technische Voraussetzungen gekoppelt. Bei den Smartphones werden lediglich das iPhone 15 Pro und das iPhone 15 Pro Max sowie sämtliche Modelle der nachfolgenden iPhone-Generationen (16er- und 17er-Serie) unterstützt. Im Tablet-Bereich ist die Funktionalität für das iPad Pro und das iPad Air ab dem M1-Chip sowie für das iPad mini mit A17 Pro-Prozessor vorgesehen.
Computernutzer benötigen für den Zugriff auf die KI-Dienste einen Mac mit Apple-Silicon-Prozessor. Zudem umfasst die Kompatibilitätsliste die Apple Watch Series 9 und neuer, die Ultra 2 sowie die SE 3 und das Headset Vision Pro. Für Audio-Zubehör veröffentlichte Apple am 4. August 2026 eine Beta-Firmware (Build 9A5336b) für die AirPods Pro 2, Pro 3, die AirPods 4 und die Max 2, um diese für die Nutzung mit Siri AI vorzubereiten. Eine Unterstützung für die Apple Watch wurde in der zweiten Beta von watchOS 27 noch nicht implementiert, wird jedoch für zukünftige Testversionen erwartet.
Regulatorische Hürden in der Europäischen Union und China
Trotz der technischen Bereitstellung wird Siri AI in der Europäischen Union und in China vorerst nicht verfügbar sein. Apple begründet dies mit den geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen. In der EU betrifft der Ausschluss aufgrund des Digital Markets Act primär die Betriebssysteme iOS 27 und iPadOS 27. Die Betriebssysteme macOS, visionOS und watchOS sind von diesen spezifischen Einschränkungen nach aktuellem Stand nicht betroffen.
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Berichten zufolge lehnte die EU-Kommission am 4. August 2026 einen Vorschlag von Apple für einen sogenannten „Trusted System Agent“ ab. Derzeit existiert kein offizieller Zeitplan für eine Lösung, die eine Einführung der KI-Dienste auf dem europäischen Mobilfunkmarkt ermöglichen würde.
Technischer Hintergrund und Monetarisierungsstrategie
Die technologische Basis von Siri AI bilden die Apple Foundation Models (AFM). Dabei kommen verschiedene Modellgrößen zum Einsatz, darunter das AFM 3 Core mit 3 Milliarden Parametern sowie das AFM 3 Core Advanced mit 20 Milliarden Parametern. Für komplexe Aufgaben greift das System auf Cloud-Modelle wie AFM 3 Cloud zurück. Apple kooperiert bei der Entwicklung der zugrunde liegenden Modelle mit Google Gemini und zahlt hierfür eine jährlich Summe von 1 Mrd. USD. Die Infrastruktur für das sogenannte Private Cloud Compute wird zudem unter Einbeziehung von Nvidia-Technologie realisiert.
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Im Rahmen der Bekanntgabe der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 deutete Apple-CEO Tim Cook an, dass die intensive Nutzung der KI-Funktionen künftig kostenpflichtig werden könnte. Während der Basiszugang kostenfrei bleiben soll, könnten Power-User über iCloud+-Upgrades zur Kasse gebeten werden. Konkrete Preise oder Nutzungslimits wurden bislang nicht festgesetzt. Apple verzeichnete im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 109,4 Mrd. USD und zählt aktuell 1,5 Mrd. kostenpflichtige Abonnements über alle Dienste hinweg.
Die finale Veröffentlichung von Siri AI ist für September 2026 geplant, nachdem im Juli bereits eine öffentliche Beta-Phase gestartet war. Zeitgleich mit dem Marktstart steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze bevor: John Ternus wird am 1. September 2026 die Rolle des CEO übernehmen.
