Siri, Personal

iOS 27: Siri mit Personal Context startet Beta am 19. Juni

19.06.2026 - 18:38:59 | boerse-global.de

Apples überarbeitete Sprachassistentin beeindruckt mit Kontextwissen, kämpft aber mit Bilderkennung und Unterhaltungsqualität.

Apple Siri KI: Erste Beta-Tests zeigen Stärken und Schwächen
Siri - A hand interacts with a glowing, holographic interface showing AI data and app icons, representing advanced virtual assistants. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die komplett überarbeitete Sprachassistentin von Apple zeigt in ersten Tests deutliche Fortschritte – und scheitert noch an einfachen Bildern.

Eine Woche nach der Vorstellung auf der Worldwide Developers Conference am 8. Juni 2026 liegen nun erste Praxiserfahrungen mit der neuen Siri-KI vor. Die Beta-Version von iOS 27, die seit dem 19. Juni getestet wird, offenbart sowohl beeindruckende Fähigkeiten als auch typische Kinderkrankheiten.

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Personal Context: Siri kennt Ihre Nachrichten

Das Herzstück der Neuerung heißt „Personal Context". Die KI greift auf Nachrichten, Kalendereinträge, Mails und Sprachnachrichten zu, um kontextbezogene Hilfe zu leisten. In Tests konnte Siri etwa konkrete Souvenir-Empfehlungen geben – basierend auf Informationen über die Kinder des Nutzers aus dessen Nachrichtenverlauf.

Doch der Haken: Tester bemängeln, dass die neue Siri weniger gesprächig sei als Konkurrenten wie ChatGPT oder Gemini. Die Unterhaltungsqualität bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Bugs und Einschränkungen in der Beta

Die Tests auf macOS 27 und iPadOS 27, die am 18. Juni veröffentlicht wurden, zeigen ein gemischtes Bild. Zwar beantwortet die KI komplexe Fragen – etwa nach dem Wetter unter Berücksichtigung von Terminen – gleichzeitig. Doch die Fehlerquote ist hoch: Die Bilderkennung verwechselt Künstler, und die Suche nach bestimmten Fotos liefert oft unvollständige Ergebnisse.

Apple Watch und AirPods bekommen Siri-KI

Am 17. Juni kündigte Apple an, dass die neue Siri auch auf der Apple Watch Einzug hält – vorausgesetzt, es handelt sich um eine Series 9 oder neuer, eine Ultra 2 oder neuer oder die SE 3. Auch auf AirPods läuft der Assistent, wenn sie mit einem Gerät unter iOS 27 Beta 1 verbunden sind.

Die Integration erstreckt sich auf Kern-Apps: Kalender und Erinnerungen in iOS 27 akzeptieren natürliche Spracheingaben. Siri kann Termine direkt aus Mails oder Nachrichten übernehmen. Eine „Visual Intelligence"-Funktion erfasst Zeitpläne sogar von Fotos. Diese Features bleiben allerdings dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten.

Google steckt mit drin

Hinter Apples KI-Offensive steckt eine Partnerschaft mit Google. Seit dem 18. Juni ist bekannt, dass Apple auf Googles Gemini-Technologie setzt – nicht nur für Siri, sondern auch für Bildbearbeitung und Safari. Der Browser hat eine „Notify Me"-Funktion für Seitenänderungen und eine automatische Tab-Organisation erhalten.

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Die Hardware-Anforderungen sind happig: Systemweite Siri-KI und erweiterte Bildbearbeitung wie „Clean Up" und „Spatial Reframing" laufen nur auf dem iPhone Air, dem 17 Pro, iPads mit M4-Chip und Macs mit mindestens M3-Chip und 12 Gigabyte RAM. Ältere „AI-Ready"-Geräte bleiben außen vor – sehr zum Ärger der Nutzer.

Erste Benchmarks: Leichte Fortschritte, typische Beta-Probleme

Die erste Entwickler-Beta von iOS 27 (Build-Nummer 24A5355q) zeigt bescheidene Leistungssteigerungen. Geekbench-6-Tests Anfang Juni ergaben einen Single-Core-Wert von 3728 und einen Multi-Core-Wert von 9384 – ein leichter Anstieg gegenüber iOS 26. Dafür klagen Tester über erhöhten Akkuverbrauch und Probleme mit der Touchscreen-Empfindlichkeit.

Datenschutz: Grenzen für die KI

Apple hat Sicherheitsmechanismen eingebaut, die sogenannten „Guard Rails". Die KI verweigert romantische oder therapeutische Gespräche und mahnt nach mehreren Stunden Dauernutzung zur Pause. Sie stellt zudem klar, dass sie kein Mensch ist.

Für den Datenschutz führt Apple seit dem 9. Juni „Private Cloud Compute" ein. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Google-Cloud-Servern mit Nvidia-Grafikprozessoren und Google-Titan-Chips – aber ohne Speicherung oder Zugriff durch Apple. Trotz dieser Vorkehrungen: In der Europäischen Union und China wird Siri AI vorerst nicht verfügbar sein.

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