Apple, KI-gestĂŒtzte

iOS: Apple sperrt gestohlene iPhones automatisch mit KI

30.05.2026 - 04:40:38 | boerse-global.de

Apple plant KI-gestĂŒtzte Diebstahlerkennung fĂŒr iPhones. Bewegungssensoren und Apple Watch sollen GerĂ€te bei Raub sofort sperren.

iOS: Apple sperrt gestohlene iPhones automatisch mit KI - Foto: ĂŒber boerse-global.de
iOS: Apple sperrt gestohlene iPhones automatisch mit KI - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Neue iOS-Code-Analysen deuten auf eine intelligente Sicherheitsfunktion hin, die iPhones bei einem Raubzugang sofort sperren soll. Das als „Snatch Detection" bekannte System nutzt Bewegungsdaten und kĂŒnstliche Intelligenz, um die kritische LĂŒcke zwischen dem Diebstahl eines entsperrten GerĂ€ts und der manuellen Aktivierung des Verloren-Modus zu schließen.

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Bewegungssensoren erkennen Handy-Raub

Branchenbeobachter entdeckten in den vergangenen Tagen Hinweise auf einen neuartigen Anti-Diebstahl-Mechanismus im iOS-Quellcode. Das System analysiert demnach die Daten des integrierten Beschleunigungssensors und erkennt ruckartige Bewegungen, wie sie typisch sind, wenn jemand das GerĂ€t aus der Hand reißt.

Noch raffinierter: Die Software könnte auch die Bluetooth-Verbindung zur Apple Watch ĂŒberwachen. Entfernt sich die Uhr plötzlich vom iPhone, wĂ€hrend ungewöhnliche Bewegungen registriert werden, löst das System eine sofortige Sperre aus. Der Zugriff auf Apps und persönliche Daten wird dann blockiert – erst Face ID oder der Passcode entsperren das GerĂ€t wieder.

Experten rechnen mit einer offiziellen Vorstellung des Features auf der Entwicklerkonferenz Anfang Juni. Das System erinnert an Àhnliche Diebstahlerkennungen auf Android-GerÀten. Die Idee dahinter: Ein gestohlenes, sofort gesperrtes iPhone verliert auf dem Schwarzmarkt massiv an Wert.

Ortung auch im ausgeschalteten Zustand

Das „Wo ist?"-Netzwerk von Apple hat sich ebenfalls weiterentwickelt. Aktuelle technische Dokumentationen bestĂ€tigen: iPhone 11 und neuere Modelle bleiben bis zu 24 Stunden ortbar, selbst nachdem sie ausgeschaltet wurden. Im Energiesparmodus verlĂ€ngert sich dieses Fenster auf bis zu fĂŒnf Stunden.

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Ermöglicht wird dies durch Bluetooth Low Energy und Ultrabreitband-Technologie. Sinkt der Akku auf ein kritisches Niveau, sendet das iPhone automatisch seinen letzten Standort an die Apple-Server. Ist das GerÀt offline, aber noch mit Strom versorgt, nutzt es eine anonyme Relay-Funktion: Andere Apple-GerÀte in der NÀhe aktualisieren die Position auf der Karte.

Parallel dazu aktualisierte Apple die Systemvoraussetzungen fĂŒr den AirTag der zweiten Generation. Die Tracking-Tags benötigen nun die Betriebssystemversion 26.2.1, um alle Funktionen nutzen zu können – darunter die prĂ€zise „In der NĂ€he"-Suche auf iPhones mit Ultrabreitband-Chip.

StandortabhÀngige Sicherheit und neue Trade-In-Werte

Die neue Sicherheitsebene soll mit den bestehenden „Schutz bei gestohlenem GerĂ€t"-Protokollen zusammenarbeiten. An vertrauenswĂŒrdigem Orten – also Zuhause oder am Arbeitsplatz, erkannt durch bekannte WLAN-Netzwerke und GPS-Verlauf – könnte das System weniger empfindlich reagieren, um Fehlalarme zu vermeiden.

Neben den Sicherheits-Updates passte Apple auch die Ankaufswerte fĂŒr alte GerĂ€te an. Die Preise fĂŒr die iPhone-16-Serie stiegen um 10 bis 25 Euro. Das iPhone 15 Pro erreicht nun einen Trade-In-Wert von bis zu 410 Euro. Vor der Weitergabe eines GerĂ€ts bleibt die Deaktivierung der „Wo ist?"-Funktion und die Abmeldung der iCloud zwingend erforderlich – nur so bleiben die Daten geschĂŒtzt und das GerĂ€t fĂŒr den Wiederverkauf qualifiziert.

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