iPhone 18 Pro: Apple erhöht Preis um 250–300 Dollar wegen DRAM-Mangel
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 19:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Angesichts einer akuten Knappheit bei DRAM-Speicherbausteinen steuert Apple bei der Einführung seiner kommenden Smartphone-Generation auf erhebliche logistische und preisliche Hürden zu. Wie Branchenberichte vom 6. August 2026 verdeutlichen, könnten insbesondere das iPhone 18 Pro, das Pro Max sowie das neue faltbare Modell iPhone Ultra zum Verkaufsstart nur in begrenzten Stückzahlen verfügbar sein.
Stockungen in der Chip-Produktion bei TSMC
Der Kern der aktuellen Problematik liegt in der Lieferkette für das sogenannte WMCM-Packaging (Wafer-Level Multi-Chip Module). Zwar laufe die Produktion des neuen A20-Pro-Prozessors im modernen N2-Verfahren beim Auftragsfertiger TSMC planmäßig, doch fehle es an ausreichendem LPDDR5X-Arbeitsspeicher, um die Chips fertigzustellen. Berichten zufolge lagert TSMC derzeit Wafer mit A20-Pro-Chips im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar ein, da die notwendigen Speicherkomponenten für die Endmontage nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Die Knappheit wird primär durch die weltweit hohe Nachfrage nach Hardware für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) befeuert. Dies hat drastische Auswirkungen auf die Kostenstruktur: Der Preis für 12 GB LPDDR5X-Speicher sei von 39 US-Dollar auf 145 US-Dollar gestiegen. In der Folge haben sich die Lagerbestände bei TSMC (Inventory Days) um sieben Tage auf nunmehr 87 Tage erhöht. Apple bezieht seinen DRAM derzeit von Herstellern wie Micron, SK Hynix und Samsung, wobei die Knappheit auch Auswirkungen auf die Lieferzeiten von Macs und dem MacBook Air haben soll.
Deutliche Preissteigerungen bei den Pro-Modellen
Die Kombination aus gestiegenen Komponentenkosten und Produktionsschwierigkeiten dürfte zu einer spürbaren Preisanpassung führen. Analysten wie Jeff Pu prognostizieren für die iPhone-18-Pro-Serie Erhöhungen von 250 US-Dollar bis 300 US-Dollar. Damit könnten die Einstiegspreise für das Pro-Modell bei 1.349 US-Dollar bis 1.399 US-Dollar liegen, während das Pro Max ab 1.449 US-Dollar bis 1.499 US-Dollar angeboten werden könnte. Auch Marktexperten von Bloomberg sowie vom Wall Street Journal erwarten deutliche Aufschläge, getrieben durch die Speicherkosten, den teureren A20-Pro-Chip und ein neues Kamerasystem mit variabler Blende, dessen durchschnittlicher Verkaufspreis um 50 Prozent höher liege als bei den Vorgängermodellen.
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Für internationale Märkte wie die Vereinigten Arabischen Emirate werden Preise für das iPhone 18 Pro Max zwischen Dh 6.199 und Dh 6.399 diskutiert. Das neue faltbare iPhone Ultra könnte laut Branchenangaben sogar bis zu 2.500 US-Dollar kosten.
Strategische Hürden bei der Speicherbeschaffung
Ein Versuch Apples, die Abhängigkeit von etablierten Speicherlieferanten durch eine Kooperation mit dem chinesischen Hersteller CXMT zu verringern, gilt als gescheitert. CXMT habe eine Anfrage nach günstigerem Arbeitsspeicher abgelehnt. Technologische Gründe spielten hierbei eine wesentliche Rolle: CXMT nutzt weiterhin die ältere DUV-Lithografie, was zu einem um etwa ein Drittel höheren Platzbedarf auf dem Wafer führt, ohne dabei Preisvorteile zu generieren. CXMT beliefert stattdessen weiterhin Wettbewerber wie Xiaomi und Huawei.
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Aufgrund dieser Engpässe plant Apple für das laufende Zyklusjahr mit insgesamt 200 Millionen Einheiten der iPhone-18-Serie, nachdem das iPhone 17 im Vorjahr noch 245 Millionen Einheiten absetzen konnte. Das Standardmodell des iPhone 18 wird voraussichtlich erst Anfang 2027 auf den Markt kommen, während im Herbst 2026 lediglich die Pro-Varianten und das Ultra-Modell erscheinen sollen.
Das iPhone Ultra als neues Spitzenmodell
Trotz der allgemeinen Komponentenknappheit hält Apple an dem für September 2026 geplanten Start des iPhone Ultra fest. Bei diesem Gerät handelt es sich um ein Foldable mit einem 7,8 Zoll großen internen OLED-Display und einem 5,5 Zoll Außendisplay. Technisch soll das Gerät über eine nahezu unsichtbare Falz im Display, den A20-Pro-Chip sowie 12 GB RAM verfügen.
Die Ausstattung wird durch eine Dual-48-Megapixel-Kamera und einen Akku mit einer Kapazität von 4.883 mAh ergänzt. Während die Produktion des Ultra-Modells nach Überwindung anfänglicher Schwierigkeiten nun planmäßig laufe, werde es voraussichtlich weniger als 10 Prozent der gesamten iPhone-18-Produktionsmenge ausmachen. Apple rechnet zwar damit, die erste Nachfragewelle bedienen zu können, warnt jedoch davor, dass Bestände in Ladengeschäften schnell erschöpft sein könnten und die Online-Wartezeiten rasch ansteigen dürften.
