iPhone 18 Pro: Apple erhöht Preis um bis zu 285 Millionen Euro
20.06.2026 - 12:34:15 | boerse-global.de
Der iPhone-Konzern bereitet sich auf eine deutliche Verteuerung seines kommenden Flaggschiff-Modells vor.
„Ein Jahrhundert-Hochwasser“ in der Lieferkette
Apple-Chef Tim Cook bezeichnete die aktuellen Herausforderungen in einem Interview mit dem Wall Street Journal am 17. Juni 2026 als ein „Jahrhundert-Hochwasser“-Ereignis. Die Preiserhöhungen für die Hardware des Konzerns seien nun unvermeidbar. Grund ist eine weltweite Knappheit an Speicherchips, die durch die explosionsartig gestiegene Nachfrage nach KI-Hardware ausgelöst wurde.
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Deutlich höhere Produktionskosten
Die Herstellungskosten für das iPhone 18 Pro sind massiv gestiegen. Marktanalysten von TechInsights schätzen die Materialkosten auf umgerechnet rund 680 Millionen Euro – ein deutlicher Sprung gegenüber den etwa 545 Millionen Euro für das Vorgängermodell iPhone 17 Pro.
Besonders krass fällt der Anstieg bei den Speicherkomponenten aus:
- Die Kosten für den Arbeitsspeicher (RAM) stiegen von rund 36 auf 136 Millionen Euro
- Die Kosten für den Flash-Speicher erhöhten sich von etwa 12 auf 48 Millionen Euro
Um eine Gewinnmarge von rund 47 Prozent zu halten, müsste der Verkaufspreis des iPhone 18 Pro bei etwa 1.285 Millionen Euro liegen. Branchenkenner rechnen mit einem Einstiegspreis zwischen 1.220 und 1.315 Millionen Euro – das wäre ein Aufschlag von 190 bis 285 Millionen Euro gegenüber dem aktuellen iPhone 17 Pro, das bei etwa 1.030 Millionen Euro startet.
KI-Nachfrage verändert den Chipmarkt
Der Haupttreiber dieser Entwicklung ist der Boom der Künstlichen Intelligenz. Die Nachfrage nach Hochleistungs-Speicherchips (High Bandwidth Memory, HBM) für KI-Server hat die Produktionskapazitäten der Chipindustrie massiv umgelenkt. Standard-DRAM, wie er in Smartphones verbaut wird, wird dadurch knapp und teurer.
Laut Berichten von Morgan Stanley haben sich die Speicherpreise in den vergangenen Monaten versechsfacht. Marktforscher von Omdia erwarten, dass die weltweiten Durchschnittspreise für Smartphones im Laufe des Jahres 2026 um 20 Prozent steigen werden.
Preisanpassungen im gesamten Apple-Portfolio
Die Preissteigerungen sind bereits in anderen Produktbereichen sichtbar. Der Einstiegspreis für den Mac mini wurde bereits von rund 560 auf 750 Millionen Euro angehoben. Analysten erwarten, dass auch neue Mac- und iPad-Modelle teurer werden könnten – möglicherweise noch vor dem nächsten iPhone-Launch.
Das iPhone 18 Pro und Pro Max sollen voraussichtlich Anfang September 2026 auf den Markt kommen, aktuelle Prognosen deuten auf den 8. oder 9. September hin. Das Standardmodell iPhone 18 könnte dagegen erst im Frühjahr 2027 erscheinen.
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Führungswechsel zum ungünstigsten Zeitpunkt
Der Zeitpunkt der Preiserhöhungen könnte kaum ungünstiger sein. Tim Cook, der betont hat, dass Apple die gestiegenen Komponentenkosten nicht länger absorbieren könne, wird planmäßig am 1. September 2026 als CEO zurücktreten. Sein Nachfolger muss dann die neue Preisstrategie umsetzen – inmitten einer Versorgungskrise, die Experten zufolge bis ins Jahr 2027 andauern könnte.
Was bedeutet das für die Kunden? Wer auf das nächste iPhone-Flaggschiff wartet, sollte sich auf deutlich höhere Preise einstellen. Die Zeiten, in denen Apple die Kostensteigerungen einfach schluckte, sind vorbei.
