iPhone 18 Pro: Apple integriert erste variable Blende in Smartphone
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 14:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max hat Apple erstmals eine mechanische variable Blende in ein Smartphone-Kamerasystem integriert. Zahlreiche Guides und Analysen beschäftigen sich derzeit damit, wie sich dieser neue Funktion im Alltag steuern lässt – ebenso wie mit der Frage, wie sich der Kamera-Auslöseton des iPhones an- oder abschalten lässt.
Die variable Blende im Detail
Die 48-Megapixel-Fusion-Hauptkamera der neuen Pro-Modelle verfügt über sechs Blendenlamellen aus einem Polymer-Verbundstoff, der dünner ist als ein menschliches Haar, angetrieben von einem Rotor-Mechanismus. Damit lässt sich die Blende in vier festen Stufen einstellen: f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4.0, alternativ über eine Automatik.
Zuvor war die Blende bei iPhone-Kameras fix verbaut, beim Vorgänger etwa bei f/1.78. Laut Apple sorgt die maximale Öffnung f/1.48 für rund 50 Prozent mehr Lichteinfall.
Jeremy Hendricks aus dem iPhone-Produktmarketing und Matt Waldon, Senior Director für Camera & Depth Hardware bei Apple, erklärten gegenüber PetaPixel, dass die variable Blende primär der Verbesserung der Lichtempfindlichkeit diene.
Die sechs Lamellen seien ein Kompromiss zwischen Bauraum und der Qualität von Bokeh- beziehungsweise Sternlicht-Effekten. Die weiteste Öffnung f/1.48 gehe mit stärkeren Abbildungsfehlern einher, die engste Stufe f/4 mit Beugungseffekten.
Zugänglich ist die Einstellung über die Kamera-App: ein Sechs-Punkte-Button öffnet das Menü "Lens Aperture" mit den vier Werten. Für die Praxis empfiehlt sich f/1.48 bei wenig Licht oder Porträts, f/1.8 als Standardeinstellung, f/2.8 für Gruppen von zwei bis drei Personen und f/4 für Landschaften, größere Gruppen oder Dokumente.
Bei Videoaufnahmen rät Apple dazu, die Blende vor Aufnahmebeginn festzulegen, da ein Wechsel während der laufenden Aufnahme – etwa von f/1.48 auf f/4 – nicht möglich ist.
Ein von mehreren Quellen beschriebenes Verhalten: Eine manuell gesetzte Blende wird laut Apples iPhone-Benutzerhandbuch beim nächsten Start der Kamera-App zurückgesetzt. Wer das vermeiden will, muss unter Einstellungen > Kamera > "Einstellungen beibehalten" die Option "Lens Aperture" aktivieren.
In iOS 27 lassen sich zudem Blende, Verschlusszeit und WeiĂźabgleich sowie das Histogramm in der oberen Leiste anpinnen. Ultraweitwinkel- und Teleobjektiv bleiben von der variablen Blende ausgenommen und behalten feste Werte.
Weitere Pro-Controls in der Kamera-App
Wer die neuen Profi-Funktionen der Kamera-App voll ausschöpfen möchte, findet in diesem Ratgeber die passenden Erklärungen dazu. Dieser kostenlose Guide enthüllt alle Geheimnisse Ihres Apple-Geräts und hilft Ihnen, das volle Potenzial der Technik zu nutzen. Gratis Starter-Ratgeber für Ihr iPhone sichern
Neben der Blende bietet die native Kamera-App der Pro-Modelle erstmals weitere manuelle Kontrollen: Der automatische Weißabgleich lässt sich durch fünf feste Presets ersetzen – Kunstlicht (3200 K), Leuchtstoff (4000 K), Tageslicht (5500 K), bewölkt (6500 K) und Schatten (7500 K); ein freier Kelvin-Regler fehlt.
Die Verschlusszeit ist von 1 Sekunde bis 1/16000 Sekunde per Regler einstellbar, unterstĂĽtzt durch ein Live-Histogramm mit RGB-Anzeige. Eine manuelle ISO-Kontrolle bietet Apple bislang nicht an. Diese Funktionen sind exklusiv den Modellen iPhone 18 Pro und Pro Max vorbehalten und stehen weder dem iPhone 17 Pro unter iOS 27 noch dem iPhone Duo zur VerfĂĽgung.
Bei der Fotoauflösung bleibt Apples Standard bei 24 Megapixeln; wer die volle Sensorauflösung nutzen möchte, muss unter Einstellungen > Kamera > Formate zwischen HEIF Max mit 48 Megapixeln oder ProRAW Max wählen, wobei ProRAW-Dateien deutlich mehr Speicherplatz beanspruchen. Bei Videoaufnahmen ist 4K mit 60 Bildern pro Sekunde Standard, für einen filmischeren Look bieten sich 24 oder 30 Bilder pro Sekunde an.
Wer sich mit den umfangreichen Profi-Einstellungen moderner Smartphones befasst, verliert bei Fachbegriffen wie iOS oder ProRAW leicht den Überblick. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe in einfachen Worten und hilft Ihnen, die Apple-Fachsprache endlich sicher zu verstehen. Kostenloses iPhone-Lexikon jetzt herunterladen
Als praktisches Anwendungsbeispiel für die neue Kamera nannte Apple ein Musikvideo der Sängerin ROSÉ mit dem Titel "new trick", das nach Angaben des Unternehmens vollständig mit dem iPhone 18 Pro gedreht wurde. Regie führte Dave Meyers, gedreht wurde in Los Angeles in weniger als einer Woche.
Ein rund dreiminütiges Video erschien auf ROSÉs YouTube-Kanal, Apple veröffentlichte parallel einen 35-sekündigen Ausschnitt zum Marktstart des Geräts. Als kamerarelevantes Detail nannte Apple hierbei den Blendenbereich der 48-Megapixel-Hauptkamera von f/1.48 bis f/4.0, der für Aufnahmen bei wenig Licht und für gezielte Tiefenschärfe-Effekte genutzt worden sei.
Den Kamera-Auslöseton steuern
Unabhängig von den neuen Kamerafunktionen beschäftigen sich Anleitungen weiterhin mit der Frage, wie sich der Auslöseton der iPhone-Kamera stummschalten lässt. Der gängige Weg führt über die Stummschaltung per Seitenschalter oder Action Button vor dem Start der Kamera-App sowie über das Herunterregeln der Lautstärke auf null; auch Live Photos lassen sich entsprechend beeinflussen.
Eine Einschränkung betrifft allerdings Geräte, die in Japan oder Südkorea verkauft wurden: Bei diesen Modellen bleibt der Auslöseton häufig zwangsweise aktiv, selbst wenn das Gerät stummgeschaltet ist und unabhängig davon, ob Drittanbieter-Apps zum Einsatz kommen.
Welche Region ein Gerät betrifft, lässt sich über die Modellnummer unter Einstellungen > Allgemein > Info prüfen: Endet die Nummer auf "J/A", handelt es sich um ein japanisches Modell, bei "KH/A" um ein südkoreanisches. Ein nachträglicher Wechsel der Region in den Einstellungen hebt diese Sperre in der Regel nicht auf.
