iPhone 18 Pro: Lieferkette stockt, Preise steigen um 250–300 USD
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 14:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Vorbereitungen für die Markteinführung der nächsten iPhone-Generation werden derzeit von erheblichen Komplikationen in der Lieferkette überschattet. Berichten von Anfang August zufolge sieht sich der führende Halbleiterhersteller TSMC gezwungen, bereits fertiggestellte A20-Pro-Prozessoren für Apple in großem Umfang zwischenzulagern. Der Gesamtwert der betroffenen Chips wird auf über 1 Mrd. USD geschätzt. Grund für den Logistikstau ist eine akute Knappheit an DRAM-Speichermodulen, die für die finale Weiterverarbeitung der Prozessoren zwingend erforderlich sind.
Schwierigkeiten beim Packaging und gescheiterte Partnerschaften
Obwohl die Produktion der A20-Pro-Chips im fortschrittlichen N2-Verfahren (2-Nanometer-Technologie) bei TSMC nach Plan verlaufe, stocke das sogenannte WMCM-Packaging (Wafer-level Multi-Chip Module). Dieses Verfahren kombiniert den Prozessor mit dem notwendigen Arbeitsspeicher zu einer fertigen Einheit. Die benötigten DRAM-Komponenten sind jedoch derzeit nicht in ausreichender Menge verfügbar.
Hintergrund der Misere ist eine offenbar gescheiterte Kooperation zwischen Apple und dem chinesischen Speicherhersteller CXMT. Aktuellen Informationen zufolge konnte keine Einigung über Rabatte erzielt werden, da CXMT selbst mit hohen Produktionskosten zu kämpfen habe. Aufgrund der Nutzung von DUV-Lithografie liegen die Kosten des chinesischen Unternehmens um etwa 30 % über dem Branchendurchschnitt. In der Folge muss Apple auf die marktbeherrschenden Anbieter SK Hynix, Micron und Samsung zurückgreifen. Diese drei Unternehmen kontrollieren zusammen mehr als 90 % des weltweiten DRAM-Marktes, was Apple dazu zwingt, dort gegenwärtig Premium-Preise zu zahlen.
Erhebliche Preissteigerungen für Endverbraucher erwartet
Die gestiegenen Kosten für Speicherbausteine und die komplexe Fertigung auf 2nm-Basis werden sich voraussichtlich unmittelbar auf die Verkaufspreise der kommenden Hardware auswirken. Marktbeobachter, darunter der Analyst Jeff Pu von GF Securities, rechnen mit einer Preiserhöhung von 250–300 USD für die Modelle iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Andere Schätzungen gehen von einem Preissprung zwischen 200 USD und 270 USD aus.
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Besonders im Fokus steht das neue iPhone Ultra, das laut Planungen weniger als 10 % der insgesamt erwarteten 200 Mio. Einheiten der iPhone-18-Familie ausmachen soll. Für dieses Spitzenmodell wird ein Verkaufspreis von über 2.000 USD prognostiziert. CEO Tim Cook hat sich bislang nicht offiziell zu den möglichen Preissteigerungen geäußert. Angesichts des zunehmenden Margendrucks durch die Lieferengpässe hat GF Securities das Aktienrating für Apple bereits herabgestuft.
Produktionsstandorte und Lieferverzögerungen
Trotz der aktuellen Engpässe bereitet Apple für September ein Event vor, auf dem neben der iPhone 18 Pro-Familie auch das erste Foldable des Konzerns vorgestellt werden soll. Die neuen Geräte zeichnen sich technisch durch den A20-Pro-Chip, eine variable Blende und ein verkleinertes Dynamic Island aus.
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Die Montage der Pro-Modelle erfolgt weiterhin in China durch die Partner Foxconn und BYD. Branchenkenner erwarten zwar, dass die anfängliche Nachfrage gedeckt werden kann, warnen jedoch vor steigenden Wartezeiten im weiteren Verlauf. Zudem könnten sich die Auslieferungen des iPhone 18 Pro sowie neuer MacBook-Air-Modelle bis in den September hinein verzögern, während die Lieferkette versucht, das Defizit bei den DRAM-Komponenten auszugleichen.
