iPhone 18 Pro: Speichermangel treibt Preis um 200-270 Dollar
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 11:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Konzern Apple wollte bei der chinesischen Firma Changxin Memory Technologies (CXMT) günstigere Speicherchips einkaufen – doch die Gespräche sind geplatzt. CXMT lehnte die Forderung nach Rabatten ab und verlangt stattdessen Preise auf dem Niveau der Marktführer Samsung und SK Hynix.
Verhandlungsende stärkt südkoreanische Dominanz
Das Scheitern der Gespräche trifft Apples Strategie, die Lieferkette zu diversifizieren und Kosten zu senken, empfindlich. Der iPhone-Hersteller hatte gehofft, CXMT als Druckmittel gegenüber den etablierten Zulieferern Samsung und SK Hynix einzusetzen. Doch dieser Plan ist nun hinfällig. Die beiden südkoreanischen Konzerne kontrollieren gemeinsam mehr als 90 Prozent des DRAM-Marktes – und ihre Verhandlungsposition dürfte sich durch das Aus der Gespräche weiter stärken.
Die Lage auf dem Speichermarkt bleibt angespannt. Aktuelle Marktdaten zeigen: Ein 12-GB-LPDDR5X-Modul kostet inzwischen rund 145 US-Dollar. Bereits im vergangenen Jahr waren die DRAM-Preise um 386 Prozent explodiert. Branchenbeobachter rechnen angesichts der anhaltenden Knappheit mit weiteren Preissteigerungen für Verbraucherelektronik. Der kommende iPhone 18 Pro könnte dadurch zwischen 200 und 270 US-Dollar teurer werden als sein Vorgänger.
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Chinesische Nachfrage sichert CXMT Aufträge
CXMT kann es sich offenbar leisten, auf Apples Rabattforderungen zu verzichten. Die Auftragsbücher des chinesischen Herstellers sind gut gefüllt: Langfristige Verträge mit ByteDance über sieben Milliarden Dollar und mit Tencent über drei Milliarden Dollar sichern die Auslastung. Hinzu kommt eine starke Nachfrage von Smartphone-Herstellern wie Huawei, Xiaomi, Oppo und Vivo, die die Produktionskapazitäten vollständig auslastet.
Mit einem weltweiten DRAM-Marktanteil von rund acht Prozent ist CXMT zwar deutlich kleiner als die südkoreanische Konkurrenz. Doch die 17-Nanometer-Technologie und eine monatliche Produktionskapazität von etwa 300.000 Wafern machen das Unternehmen zu einem wichtigen Akteur in der regionalen Lieferkette. Apples Bemühungen, eine US-Genehmigung für den Einsatz von CXMT-Komponenten in Geräten für den chinesischen Markt zu erhalten, dürften nun vorerst auf Eis liegen.
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Technologische Nachteile treiben Kosten
Ein entscheidender Faktor für CXMTs Preishaltung sind die eigenen Produktionskosten. Das Unternehmen setzt auf DUV-Multi-Patterning-Verfahren (Deep Ultraviolet), die einen Kostennachteil von mehr als 30 Prozent pro Bit gegenüber den EUV-Verfahren (Extreme Ultraviolet) von Samsung und SK Hynix bedeuten. Diese technologische Lücke macht es für CXMT nahezu unmöglich, die tiefen Rabatte zu gewähren, die Apple üblicherweise von Zweitlieferanten verlangt.
Während Apple keine Einigung erzielen konnte, setzen andere Hersteller bereits auf CXMT-Speicher: Laptop-Produzenten wie HP, Asus und Acer verbauen die Chips in verschiedenen Modellen für Märkte außerhalb der USA. Allerdings bleibt der Einsatz chinesischer Speicherkomponenten regulatorisch heikel. Eine chinesische Regelung verpflichtet Hersteller, technische Schwachstellen innerhalb von 48 Stunden an die Regierung zu melden – möglicherweise bevor die internationalen Abnehmer informiert werden. Diese Unsicherheit erschwert die Integration chinesischer Speicherchips in globale Lieferketten weiter.
