OLED-MacBooks, Apple

iPhone 18 Pro und OLED-MacBooks: Apple rüstet für die Zukunft

23.05.2026 - 07:22:23 | boerse-global.de

Apple treibt Falt-iPhone und OLED-MacBooks voran, kämpft aber mit Chip-Engpässen. Neue Gesundheitsfunktionen und ein Bildungsdeal stärken die Marktposition.

iPhone 18 Pro und OLED-MacBooks: Apple rüstet für die Zukunft - Foto: über boerse-global.de
iPhone 18 Pro und OLED-MacBooks: Apple rüstet für die Zukunft - Foto: über boerse-global.de

Der Konzern arbeitet an neuen iPhone-Generationen, erstmals mit einem Faltmodell, und treibt gleichzeitig die OLED-Wende bei den MacBooks voran. Doch Lieferketten-Probleme könnten die Pläne durchkreuzen.

Neue iPhone-Generation: Das kommt auf die Käufer zu

Die Flaggschiff-Modelle der nächsten Generation stehen in den Startlöchern. Der iPhone 18 Pro soll den neuen A20-Chip erhalten und eine verkleinerte Dynamic Island bieten – das bedeutet mehr nutzbare Bildschirmfläche. Analysten rechnen mit einem „kompletten Redesign" der High-End-Modelle.

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Noch ambitionierter sind die Pläne für ein „iPhone Ultra". Das Gerät soll als faltbares Smartphone mit einem 7,7 Zoll großen Display daherkommen – eine Premiere für Apple. Bislang hatte sich der Konzern stets gegen Falt-Handys gesträubt.

Doch die Produktion könnte ins Stocken geraten. Ein globaler RAM-Chip-Engpass bedroht den Zeitplan. Betroffen wären nicht nur das iPhone 18, sondern auch neue iPads und der HomePod mini.

OLED-Revolution bei den MacBooks

Ein entscheidender Schritt steht in der Mac-Sparte an: die Umstellung auf OLED-Technologie. Samsung Display hat auf seiner Gen-8.6-Produktionslinie für die neuen MacBook-Pro-Displays eine entscheidende Hürde genommen. Die Ausbeute liegt inzwischen bei über 90 Prozent, in Spitzenphasen sogar bei 95 Prozent.

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Die Massenproduktion der OLED-Panels für das 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook Pro soll im Juni 2026 anlaufen. Geplant ist eine erste Lieferung von rund 2 Millionen Einheiten. Branchenkenner rechnen allerdings damit, dass die Markteinführung der neuen Geräte wegen der anhaltenden Chip-Knappheit erst für Ende 2026 oder Anfang 2027 realistisch ist.

Das künftige MacBook Ultra soll zusätzlich einen OLED-Touchscreen und möglicherweise Mobilfunk erhalten – die Grenzen zwischen Mac und iPad verschwimmen zusehends.

Gesundheit goes global: Neue Funktionen für Europa und Asien

Apple baut sein Gesundheitsangebot massiv aus. Ende Mai 2026 startete der Konzern gleich mehrere neue Funktionen in verschiedenen Ländern:

  • Schlafapnoe-Erkennung und ein klinisch validierter Hörtest in Indien
  • Blutdruck-Benachrichtigungen in Taiwan
  • Die Hörgeräte-Funktion für AirPods Pro in Italien

Die Schlafapnoe-Funktion nutzt den Beschleunigungssensor der Apple Watch (Series 9, Ultra 2 und SE 3) und analysiert über 30 Nächte hinweg Atemstörungen. Der Hörtest für AirPods Pro 2 und 3 arbeitet mit reiner Tonaudiometrie und liefert frequenzspezifische Ergebnisse in der Health-App.

Greg Joswiak, Apples Marketing-Chef, betonte, dass die Funktionen inzwischen in über 160 Ländern verfügbar seien.

Patentstreit beigelegt: Blutsauerstoff-Messung kehrt zurück

Am 23. Mai 2026 reaktivierte Apple per Firmware-Update die Blutsauerstoff-Messung auf der Apple Watch Series 9, Series 10 und Ultra 2. Die Funktion war in den USA nach einem Patentstreit mit dem Medizintechnik-Unternehmen Masimo blockiert – ein Konflikt, der bis ins Jahr 2023 zurückreicht.

Die Lösung: Die Berechnungen für die Sauerstoffsättigung laufen künftig nicht mehr auf der Uhr selbst, sondern auf dem gekoppelten iPhone. Damit will Apple die Entscheidung der US-Zollbehörde umgehen.

Bildungsoffensive: Apple erobert die Klassenzimmer zurück

Trotz eines Umsatzrückgangs von 7 Prozent in der Mac-Sparte (zuletzt 8,39 Milliarden Dollar) gelingt Apple ein wichtiger Erfolg im Bildungsmarkt. Die Kansas City Public Schools stellen ihre gesamte IT-Infrastruktur um: 30.000 Windows-PCs und Chromebooks werden durch Apple-Geräte ersetzt. 4.500 Schüler der achten Klasse und höher erhalten ein MacBook Neo.

Das günstige Einstiegs-Modell ab 599 Dollar kommt so gut an, dass Apple die Produktion auf 10 Millionen Einheiten verdoppelt hat, wie Finanzchef Kevan Parekh bestätigte.

In Indien startete Apple zudem die Kampagne „Great Ideas Start Here" mit studentischen Start-ups, die den Mac für Projekte in der Notfallmedizin, nachhaltigen Küchenutensilien und digitalen Zahlungen nutzen.

Sicherheit: Apple öffnet sich der Post-Quanten-Kryptografie

Ein Schritt in Richtung Transparenz: Apple veröffentlichte den Quellcode seiner „corecrypto"-Bibliothek auf GitHub. Enthalten sind Implementierungen der Post-Quanten-Standards ML-KEM und ML-DSA (FIPS 203/204). Bereits 2024 hatte der Konzern das PQ3-Protokoll in iMessage eingeführt.

Die Veröffentlichung folgt auf einen formalen Verifizierungsprozess, bei dem Fehler in früheren Versionen der ML-DSA-Implementierung korrigiert wurden.

Ausblick: Wird Apple die Chip-Krise meistern?

Die zweite Jahreshälfte 2026 wird zeigen, ob Apple seine ambitionierten Hardware-Pläne trotz der anhaltenden Lieferketten-Probleme umsetzen kann. Der Fokus liegt auf drei Fronten:

  1. Gesundheitstechnologie als Wachstumstreiber
  2. Rückkehr zum Mac-Wachstum durch günstige Modelle wie das MacBook Neo
  3. Hochwertige OLED-Upgrades für die Pro-Linie

Mit dem Start der Display-Produktion im Juni entscheidet sich, ob Apple seinen Zeitplan halten kann – oder ob die globale Chip-Knappheit die Pläne durchkreuzt.

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