iPhone 18 Pro: Variable Blenden treiben Produktionskosten um 50%
30.05.2026 - 16:39:41 | boerse-global.de
Apples kommende Premium-iPhones werden deutlich teurer – vor allem die Kameratechnik treibt die Produktionskosten nach oben.
Branchenbeobachter rechnen für das iPhone 18 Pro und Pro Max mit einem massiven Preissprung. Grund sind die neuen variablen Blenden in der Kamera, deren Herstellung rund 50 Prozent teurer sein soll als die aktuellen Hochleistungs-Linsenmodule. Die Vorstellung der neuen Modelle wird für September 2026 erwartet.
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Lieferkette neu aufgestellt
Der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo hat in einem aktuellen Bericht vom 29. Mai 2026 detailliert, wie Apple seine Lieferkette für die neue Kameratechnik umbaut. Der chinesische Hersteller Sunny Optical sicherte sich demnach einen Großteil der Aufträge für die neuen Blendenmodule – zwischen 40 und 50 Prozent der Bestellungen gehen an das Unternehmen. Largan bleibt weiterhin Hauptlieferant für die übrigen Komponenten.
Die variable Blende erlaubt es, die Öffnung des Objektivs mechanisch anzupassen. Das gibt Nutzern mehr Kontrolle über Belichtung und Schärfentiefe – ähnlich wie bei einer professionellen Systemkamera. Doch diese Mechanik hat ihren Preis. Hinzu kommen steigende Kosten für Arbeitsspeicher und RAM, die Apples Gewinnmargen zusätzlich unter Druck setzen.
A20 Pro Chip treibt Kosten weiter
Im Inneren der neuen Pro-Modelle soll der A20 Pro arbeiten, gefertigt von TSMC im modernen 2-Nanometer-Verfahren. Die Schätzungen für die Herstellungskosten dieses Chips liegen bei umgerechnet rund 260 Euro pro Stück. Zusammen mit den teureren Kameramodulen könnten die Produktionskosten für die High-End-Modelle um etwa 90 Euro steigen – ein Betrag, den Apple vermutlich zumindest teilweise an die Kunden weitergeben wird.
Um die Marktposition nicht zu gefährden, könnte der Konzern einen Teil der Mehrkosten jedoch selbst tragen. Zur Ausstattung der Pro-Modelle gehören Gerüchten zufolge eine Dreifach-Kamera mit 48 Megapixeln pro Sensor, Verbesserungen im Bildprozessor des A20 Pro sowie eine überarbeitete Kamera-App in iOS 27.
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Langfristige Strategie erkennbar
Der Wechsel zu variablen Blenden ist Teil einer mehrjährigen Imaging-Roadmap. Bereits für 2028 zeichnet sich der nächste Schritt ab: Apples Ultraweitwinkel-Kamera könnte dann von einem Flip-Chip- auf ein Chip-on-Board-Design umgestellt werden. Das würde dünnere Kameramodule oder noch bessere Bildqualität ermöglichen.
Sunny Optical baut seine Rolle im Apple-Universum ohnehin weiter aus. Der Zulieferer fertigt auch die Kameramodule für das MacBook Neo, dessen Auslieferungen für 2026 Analysten zuletzt auf 10 Millionen Einheiten verdoppelten. Darüber hinaus hat Sunny Optical Aufträge für zwei Geräte von OpenAI an Land gezogen – ein Smartphone und ein Taschengerät. Der Hersteller wird damit zum wichtigen Player im mobilen und KI-Hardware-Sektor.
Wann genau das iPhone 18 Pro auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. Aktuelle Prognosen gehen von September 2026 aus – möglicherweise zeitgleich mit Apples erstem faltbaren Smartphone.
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