iPhone Fold: Apple startet Massenproduktion bei Samsung Display
23.06.2026 - 08:53:45 | boerse-global.de
Apple hat den Startschuss für die Massenproduktion des ersten faltbaren iPhones gegeben. Samsung Display liefert die entscheidenden OLED-Module.
Der Technologieriese aus Cupertino setzt damit ein klares Zeichen im Wettlauf um das nächste große Smartphone-Revolution. Samsung Display erhielt nach monatelangen Qualitätstests die Freigabe für die Serienfertigung der Spezial-Displays. Ein Exklusivvertrag über drei Jahre besiegelt die Partnerschaft.
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Produktionsstart mit hohen Hürden
Die entscheidende Hürde ist genommen: Samsung Display erreichte eine Ausbeute von über 80 Prozent bei der Produktion – deutlich mehr als die von Apple geforderten 70 Prozent. Für das laufende Jahr ist eine erste Bestellung von rund drei Millionen Panels geplant.
Die Fertigung läuft in Vietnam. Dort sind etwa 50 der 80 Produktionslinien aktiv. Die Panels nutzen die sogenannte Color-on-Encapsulation-Technologie (CoE) und Samsungs M16-Materialmix. Das deutet darauf hin, dass die Komponenten die Prototypenphase hinter sich haben.
Technische Details: Zwei Displays, High-End-Chip
Das neue Gerät, das vermutlich als „iPhone Fold" oder „iPhone Ultra" auf den Markt kommt, wird sich im absoluten Premiumsegment positionieren. Der erwartete Preis liegt bei umgerechnet rund 1.800 Euro.
Die technischen Eckdaten versprechen High-End:
- Inneres Display: 7,8 Zoll, faltbar
- Äußeres Display: 5,5 Zoll
- Prozessor: A20-Chip
- Modem: C2
- Kamera: Dual-Kamera-System
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Spannend: Statt des in aktuellen iPhones üblichen Face ID könnte das Falt-Modell auf Touch ID setzen. Die endgültige Sensor-Konfiguration steht allerdings noch nicht fest.
Das Scharnier-Problem: Knackpunkt für den Marktstart
Doch nicht alles läuft rund. Die größte Herausforderung liegt im Scharnier – dem mechanischen Herzstück jedes Falt-Handys. Das aktuelle Design nutzt ein 3D-gedrucktes Scharnier aus Flüssigmetall. Berichten zufolge gibt es Probleme mit unerwünschten Geräuschen und Klappern nach der Montage.
Die Ingenieure arbeiten fieberhaft an Lösungen. Eine Verzögerung von 15 bis 30 Tagen in der Produktion gilt als wahrscheinlich. Zwar ist eine Vorstellung im September 2026 weiterhin geplant, doch die Auslieferung könnte sich verzögern.
Was bedeutet das für deutsche Kunden?
Sollte Apple den Zeitplan halten, wäre das faltbare iPhone einer der teuersten Smartphone-Starts aller Zeiten. Zum Vergleich: Das aktuelle iPhone 17 Pro Max startet bei rund 1.200 Euro. Der Aufpreis von etwa 600 Euro spiegelt die komplexe Falt-Technik wider.
Branchenbeobachter rechnen mit einem gestaffelten Launch: Vorstellung im Herbst, aber nur begrenzte Stückzahlen zum Start. Sollten die Stabilitätsprobleme nicht vollständig gelöst werden, droht eine Verschiebung der breiten Verfügbarkeit ins Frühjahr 2027.
Für Apple ist das Projekt ein entscheidender Test. Während Konkurrenten wie Samsung bereits seit Jahren Falt-Smartphones anbieten, setzt Apple auf Perfektion statt Schnelligkeit. Ob sich diese Strategie auszahlt, wird sich zeigen – frühestens im September.
