Apple, Offline-Tracking

iPhone-Ortung: Apple aktiviert Offline-Tracking fĂŒr 24 Stunden

23.06.2026 - 08:25:05 | boerse-global.de

Apple integriert Ortung per Energiereserve in iPhones ab Modell 11. Die Funktion ist angesichts einer neuen Hardware-SicherheitslĂŒcke besonders relevant.

iPhone-Ortung: So bleibt das GerÀt auch im Offline-Modus auffindbar
Apple - Ein modernes Smartphone liegt auf einer dunklen OberflĂ€che, umgeben von einem subtilen blauen Leuchten und angedeuteten Netzwerklinien. 23.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Apple hat eine Funktion in iPhonen ab Modell 11 integriert, die eine Ortung selbst dann ermöglicht, wenn das GerĂ€t ausgeschaltet ist oder der Akku leer ist. Möglich macht das eine dedizierte Energiereserve fĂŒr bestimmte Hardware-Komponenten.

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So funktioniert die Ortung im Offline-Modus

Die Basis bildet eine separate Stromversorgung fĂŒr den Bluetooth-Low-Energy-Chip (BLE). Dieser bleibt aktiv, selbst wenn iOS bereits heruntergefahren wurde. Das iPhone nutzt dann das globale „Wo ist?“-Netzwerk: Andere Apple-GerĂ€te in der Umgebung empfangen verschlĂŒsselte Signale und leiten den Standort anonym an Apple weiter.

Die Dauer dieser Ortungsbereitschaft ist begrenzt. Nach dem manuellen Ausschalten bleibt ein iPhone rund 24 Stunden auffindbar. Im Energiesparmodus schĂ€tzen Experten die aktive Suchzeit auf etwa fĂŒnf Stunden. Bei kritisch niedrigem Akkustand sendet das System automatisch den letzten bekannten Standort.

FĂŒr eine zentimetergenaue Ortung in unmittelbarer NĂ€he kommt der Ultrabreitband-Chip (UWB) zum Einsatz – sofern das suchende GerĂ€t ebenfalls diese Technologie unterstĂŒtzt.

Warum die Funktion jetzt besonders wichtig ist

Die Sicherheitsforscher haben kĂŒrzlich die Schwachstelle „usbliter8“ entdeckt. Sie betrifft Hardware mit A12- und A13-Chips – darunter iPhone XS, XR und die 11er-Serie. Der Exploit setzt auf Hardware-Ebene an und lĂ€sst sich nicht durch Software-Updates beheben.

Experten raten daher zu prĂ€ventiven Maßnahmen: Neben einem starken Sperrcode gilt die Aktivierung der „Wo ist?“-Funktion als entscheidend. Nur so behalten Nutzer die Kontrolle ĂŒber ihr GerĂ€t, wenn Dritte physischen Zugriff haben.

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Neues aus dem Apple-Ökosystem

Parallel zur Hardware-Sicherheit treibt Apple die Ortungsfunktionen voran. In der aktuellen Entwickler-Beta von iOS 27 wurden Funktionen entdeckt, die eine prĂ€zise Ortung der AirPods Pro ĂŒber die Apple Watch ermöglichen – ohne Verbindung zum iPhone. ZukĂŒnftige AirPods Pro sollen zudem Herzfrequenzdaten an FitnessgerĂ€te ĂŒbertragen können.

Boom auf dem Tracking-Markt

Der Markt fĂŒr Ortungszubehör wĂ€chst rasant. Im Einzelhandel erscheinen zunehmend gĂŒnstige Alternativen zu Apples AirTag, die sowohl mit dem Apple-Netzwerk als auch mit Googles „Find Hub“ kompatibel sind. Lidl plant fĂŒr Anfang Juli den Verkauf eines eigenen Smart Tags unter der Marke Tronic.

Auch spezialisierte Anbieter drĂ€ngen nach Deutschland. Der niederlĂ€ndische Spezialist Spotter kĂŒndigte an, seine PrĂ€senz hierzulande auszubauen – wegen der wachsenden Nachfrage nach GPS-Lösungen fĂŒr Senioren, Haustiere und Fahrzeuge.

ErgĂ€nzt wird das Feld durch Fortschritte bei der Indoor-Navigation: Das Unternehmen Eforthink prĂ€sentierte eine UWB-basierte Lösung fĂŒr prĂ€zise Routenplanung in komplexen GebĂ€uden wie FlughĂ€fen oder KrankenhĂ€usern.

de | wissenschaft | 69608256 |