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iPhone-Ortung: Apple findet GerÀte jetzt auch ohne Strom

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 00:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apples Ortungsnetzwerk ermöglicht nun GerÀteortung bei leerem Akku. iOS 26.4.1 aktiviert zudem automatisch den Diebstahlschutz.

Apple „Wo ist?“-Netzwerk: Neue Offline-Ortung und iOS-Update
Ein modernes Smartphone auf einem Schreibtisch, das Apple-GerÀtetracking und KonnektivitÀtstechnologie darstellt. Illustration mit AI erstellt.

Das „Wo ist?“-Netzwerk von Apple hat sich zu einem komplexen Sicherheitssystem entwickelt. Was einst mit einfacher GPS-Ortung begann, ist heute ein crowdsourced Mesh-Netzwerk aus Bluetooth und Ultrabreitband-Technologie (UWB). Die jĂŒngsten technischen Fortschritte zeigen: Apple treibt die Vernetzung massiv voran – mit Konsequenzen fĂŒr Millionen Nutzer in Deutschland und Europa.

Offline-Ortung: GerÀte finden, selbst wenn der Akku leer ist

Seit Mitte 2026 können iPhone-Nutzer ihre GerĂ€te sogar dann orten, wenn diese ausgeschaltet sind oder keinen Strom mehr haben. Möglich macht das ein energieeffizienter Bluetooth-Chip sowie ein UWB-Modul, das auch nach dem Herunterfahren aktiv bleibt. Voraussetzung: Das GerĂ€t muss ein iPhone 11 oder neuer sein – ausgenommen sind die iPhone-SE-Modelle von 2020 und 2022.

Das Prinzip ist simpel, aber raffiniert: Andere Apple-GerĂ€te in der NĂ€he erkennen das schwache Signal des ausgeschalteten iPhones und ĂŒbermitteln dessen Standort verschlĂŒsselt an den Besitzer. Wer diese Funktion nutzen möchte, muss „Wo ist? iPhone“ und das „Wo ist?“-Netzwerk in den Einstellungen aktiviert haben. Bleibt ein GerĂ€t lĂ€nger als sieben Tage ohne Standortaktualisierung, zeigt das System standardmĂ€ĂŸig „Kein Standort gefunden“ an.

AirTag der zweiten Generation: Mehr Reichweite, lauterer Signalton

Mit der zweiten Generation des AirTag hat Apple seine Tracker-Hardware deutlich aufgerĂŒstet. Ein einzelner AirTag kostet 27 Euro, das Viererpack liegt bei rund 92 Euro. Das Design blieb unverĂ€ndert, doch die verbauten UWB- und Bluetooth-Komponenten sind leistungsfĂ€higer.

Die Reichweite stieg um etwa das 1,5-Fache im Vergleich zum VorgĂ€nger. Besonders beeindruckend: Die vertikale Genauigkeit wurde verbessert – der AirTag erkennt GegenstĂ€nde nun aus bis zu vier Stockwerken Entfernung. Der integrierte Lautsprecher gibt einen um 50 Prozent lauteren Signalton ab, was die akustische Suche erleichtert.

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Apple Watch-Besitzer profitieren ebenfalls: Die Modelle Series 9 und Ultra 2 unterstĂŒtzen die PrĂ€zisionssuche ĂŒber ein eigenes Bedienfeld. Die ursprĂŒnglichen AirTags sind weiterhin im Handel – oft zu Preisen zwischen 16 und 24 Euro.

iOS 26.4.1: Sicherheit wird zur Pflicht

Das aktuelle Update auf iOS 26.4.1 setzt neue MaßstĂ€be beim Diebstahlschutz. Die Funktion „Diebstahlschutz fĂŒr das GerĂ€t“ wird nun automatisch aktiviert – selbst fĂŒr Nutzer, die sie zuvor nicht manuell eingeschaltet hatten. Das System erkennt, wenn sich das iPhone außerhalb vertrauter Orte wie Zuhause oder dem BĂŒro befindet, und schaltet zusĂ€tzliche Sicherheitsstufen frei.

Bemerkenswert: Das Update enthĂ€lt keine veröffentlichten CVE-Identifikatoren, wird aber von Entwicklern als kritische Sicherheitsmaßnahme eingestuft. Wer sein GerĂ€t schĂŒtzen will, kommt an diesem Update nicht vorbei.

iOS 27 und watchOS 27: Was die Beta verrÀt

Die aktuellen Beta-Versionen von iOS 27 und watchOS 27 deuten auf weitere Neuerungen hin:

  • Standortverwaltung: Nutzer können die Standortfreigabe vorĂŒbergehend pausieren oder fĂŒr einen bestimmten Zeitraum aktivieren
  • PrĂ€zisionssuche am Handgelenk: Die „Wo ist?“-App auf der Apple Watch erhĂ€lt eine einheitliche OberflĂ€che mit PrĂ€zisionssuche
  • Workout Buddy: Eine neue Funktion, die unabhĂ€ngig vom iPhone funktioniert
  • Siri mit KI: Die Sprachassistentin soll kĂŒnftig konversationsfĂ€higer sein und besser mit der „Wo ist?“-OberflĂ€che interagieren
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Drittanbieter: Offenes Netzwerk fĂŒr alle

Seit April 2021 öffnet Apple sein „Wo ist?“-Netzwerk fĂŒr Drittanbieter. Das Ökosystem umfasst heute Produkte von Belkin, Chipolo, Moft, Satechi und Segway – aber auch spezielle GerĂ€te wie Powerbeats Fit oder VanMoof-FahrrĂ€der.

Diese FremdgerĂ€te nutzen dieselbe Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung und das gleiche Crowdsourcing-System wie Apples eigene Hardware. In der „Wo ist?“-App lassen sich die Artikel ĂŒber den Reiter „Objekte“ verwalten. Funktionen wie „Bei RĂŒcklass benachrichtigen“ oder Ausnahmeorte, an denen keine Warnungen erscheinen, stehen ebenfalls zur VerfĂŒgung.

Die Ortungsgenauigkeit liegt bei Drittanbieter-Produkten zwischen zehn und 30 Metern – abhĂ€ngig von der VerfĂŒgbarkeit von Bluetooth- und UWB-Signalen in der Umgebung. FĂŒr den Alltag ist das mehr als ausreichend, um verlorene SchlĂŒssel, Taschen oder FahrrĂ€der wiederzufinden.

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