Apple, Handy-Raub

iPhone-Sicherheit: Apple erkennt Handy-Raub jetzt automatisch

30.05.2026 - 09:21:32 | boerse-global.de

Apple integriert Sensor-basierte Diebstahlerkennung in iPhones und erhöht Ankaufpreise für aktuelle Modelle.

iPhone-Sicherheit: Apple erkennt Handy-Raub jetzt automatisch - Foto: ĂĽber boerse-global.de
iPhone-Sicherheit: Apple erkennt Handy-Raub jetzt automatisch - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Der iPhone-Konzern reagiert auf steigende Diebstahlzahlen mit smarter Technik und lockt mit besseren Konditionen für den Gerätetausch.

Neue HĂĽrden fĂĽr Diebe: Automatische Erkennung beim Handy-Raub

Apple rüstet sich gegen die wachsende Bedrohung durch Handy-Diebstähle. Nach Informationen aus Entwicklerkreisen arbeitet der Konzern an einem automatischen Erkennungssystem, das einen Raub in Echtzeit identifizieren soll. Die Technologie nutzt die eingebauten Sensoren des iPhones – darunter den Beschleunigungssensor – um ruckartige Bewegungen zu erkennen, die typisch für einen Diebstahl sind.

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Das System soll zudem die Entfernung zur gekoppelten Apple Watch analysieren und prüfen, ob sich das Gerät in der Nähe bekannter WLAN-Netzwerke zu Hause oder am Arbeitsplatz befindet. Bei einem Verdacht wird der Bildschirm sofort gesperrt, und der Zugriff auf sensible Kontoeinstellungen sowie Finanz-Apps wird blockiert.

Die Entwicklung fällt zeitlich mit der Veröffentlichung der iOS 26.6 Public Beta am 29. Mai zusammen. Insidern zufolge enthält diese Version erste Grundlagen für erweiterte Anti-Diebstahl-Functions sowie geänderte Beschränkungen für Kontaktsperren.

Geräteverwaltung: Strengere Regeln für Apple-Konten

Bereits am 29. Mai veröffentlichte Apple ein aktualisiertes Support-Dokument, das die Regeln für die Geräteverknüpfung mit einem Apple-Konto präzisiert. Nutzer dürfen maximal zehn Geräte gleichzeitig mit ihrem Konto verbinden – darunter höchstens fünf Computer. Diese Verbindungen ermöglichen das automatische Herunterladen früherer Käufe und die Nutzung von Diensten wie Apple Music oder der TV-App.

Die Verwaltung läuft über die Einstellungen der Musik- oder TV-App auf dem Computer oder direkt im Menüpunkt „Medien & Käufe“ auf dem iPhone oder iPad. Apple wies darauf hin, dass nach dem Entfernen eines Geräts unter Umständen eine Wartezeit von bis zu 90 Tagen verstreichen muss, bevor es einem anderen Konto zugeordnet werden kann.

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Für Unternehmen gab es ebenfalls Neuerungen: Der Apple Business Support veröffentlichte am 28. und 29. Mai aktualisierte Richtlinien zur Geräteabmeldung und Domain-Verifizierung. Administratoren können Hardware nun direkt über das integrierte Verwaltungsinventar abmelden – dabei werden Managed Apple Accounts, Zertifikate und verwaltete Apps entfernt. Organisationen müssen zudem ihre Domain innerhalb von 14 Tagen über ihren Identitätsanbieter oder manuelle TXT-Einträge verifizieren, um Funktionen wie die Federated Authentication zu erhalten.

Höhere Ankaufpreise: Bis zu 695 Euro für das Top-Modell

Am 28. Mai erhöhte Apple die Ankaufwerte für mehrere aktuelle iPhone-Modelle. Die iPhone 16 Plus und Pro-Modelle legten um rund zehn Euro zu. Das Spitzenmodell iPhone 16 Pro Max erreicht nun einen maximalen Ankaufwert von 695 Euro. Das Standard-iPhone 16 stieg um 25 Euro auf geschätzte 460 Euro.

Um diese Werte zu erzielen, müssen Nutzer ihre Geräte richtig vorbereiten: Daten auf iCloud oder Computer sichern, den „Mein iPhone suchen“-Dienst deaktivieren und sich von iMessage sowie iCloud abmelden. Zubehör wie AirPods oder Apple Watches sollte entkoppelt werden, bevor die Funktion „Alle Inhalte & Einstellungen löschen“ das Gerät zurücksetzt.

Zum Vergleich: Auf Drittanbieter-Plattformen lagen die Werte Ende Mai zwischen 267 und 544 Euro – je nach Plattform und Zustand des Geräts.

Digitaler Ausweis: Apple Wallet wird zum Altersnachweis

Parallel dazu erweitert Apple die Funktionen seiner Wallet-App. Seit dem 28. Mai wird der digitale Ausweis – der in einigen Regionen auf Passdaten basiert – nun auch für die Altersverifikation innerhalb von Apples eigenen Diensten akzeptiert. Das betrifft etwa die Erstellung neuer Konten oder den Kauf altersbeschränkter Apps.

Die Technologie ist bereits an über 250 Flughäfen in den USA für Sicherheitskontrollen im Einsatz. Eine Ausweitung auf weitere Einsatzbereiche und Länder gilt als wahrscheinlich.

Find My Netzwerk: Ortung auch nach dem Ausschalten

Apple wies zudem auf die erweiterten Fähigkeiten seines „Wo ist?“-Netzwerks hin. Kompatible Geräte ab dem iPhone 11 können bis zu 24 Stunden nach dem Ausschalten geortet werden – im Energiesparmodus sogar bis zu fünf Stunden. Möglich macht dies eine Kombination aus Ultra Wideband und Bluetooth Low Energy Technologie.

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