iPhone-Sicherheit: Google warnt vor Coruna-Exploit-Kit
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 11:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) meldet gezielte Attacken auf iPhone-Besitzer über manipulierte Finanz- und Krypto-Webseiten. Im Zentrum steht das Exploit-Kit „Coruna“, das die Akteursgruppe UNC6691 seit dem vergangenen Jahr einsetzt.
Exploit-Kit stiehlt Krypto-Wallet-Daten
Coruna zielt auf sensible Informationen wie Seed-Phrasen und Wallet-Zugangsdaten ab. Das Toolkit umfasst 23 Exploits, die Angriffe über fünf Blockchains ermöglichen. Betroffen sind iPhones mit iOS 13.0 bis iOS 17.2.1 – insbesondere über die Sicherheitslücke CVE-2024-23222.
Sicherheitsforscher raten zur sofortigen Installation aktueller iOS-Updates. Bei erhöhtem Risiko empfiehlt sich zusätzlich der Lockdown-Modus. Die Bedrohungslage bleibt angespannt: Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung liegt bei rund 2,45 Billionen US-Dollar – ein lukratives Ziel für Cyberkriminelle.
Phishing dominiert die Angriffslandschaft
Die Coruna-Warnung reiht sich in einen größeren Trend ein. Laut Cisco Talos ist Phishing inzwischen für über 50 Prozent aller Sicherheitsvorfälle verantwortlich. Besonders Device-Code-Phishing über OAuth-2.0-Schnittstellen nimmt zu – diese Methode umgeht sogar Multi-Faktor-Authentifizierung und Passkeys.
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Auch physische Angriffswege boomen: Die US-Steuerbehörde IRS-CI warnte Ende Juli vor Briefen mit QR-Codes, die auf ein gefälschtes „Digital Asset Compliance Portal“ führen. In Deutschland imitieren Phishing-Wellen zunehmend das ELSTER-System.
Hardware-Lücke und Wallet-Diebstahl
Parallel dazu sorgt die Sicherheitslücke „usbliter8“ für Aufsehen. Sie betrifft Apple-Geräte mit A12- und A13-Chips – darunter iPhone XR, XS und die 11er-Serie. Der Fehler liegt im SecureROM und USB-Controller und lässt sich nicht per Software-Update beheben. Ein Angriff erfordert allerdings physischen Zugriff.
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Wie verheerend technische Mängel sein können, zeigte ein Vorfall am 31. Juli: Ein defekter Zufallszahlengenerator in älteren Coinkite-Wallets ermöglichte Diebstähle in Höhe von 38 Millionen US-Dollar. Die Entropie der Schlüssel war auf 72 Bit reduziert – Angreifer konnten rund 500 Wallets leeren.
Sicherheitsexperten raten zu äußerster Vorsicht bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen. Bei Hardware-Wallets hilft zusätzliche Absicherung – etwa durch manuelle Seed-Generierung per Würfelwurf.
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