IT-Automatisierung: Google Directory reduziert Tickets um 83 Prozent
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 15:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Verwaltung von Berechtigungen in Unternehmen wird zunehmend automatisiert. Google Workspace integriert neue Funktionen im Google Directory, die es ermöglichen, Genehmigungsprozesse für Zugriffsanfragen direkt auf Basis vorhandener Organisationsdaten zu steuern. Damit reagieren Anbieter auf den hohen manuellen Aufwand in IT-Abteilungen.
Im Rahmen von Funktionserweiterungen für Google Workspace stehen neue Möglichkeiten zur Automatisierung von Arbeitsabläufen zur Verfügung. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, ermöglicht eine neue Systematik im Google Directory die automatisierte Bearbeitung von sogenannten Access Requests.
Diese Anfragen für den Zugriff auf Software oder interne Ressourcen können nun unmittelbar mit den im Verzeichnis hinterlegten Mitarbeiterdaten verknüpft werden.
Automatisierte Workflows durch erweiterte Datensätze
Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung ist die im September 2026 veröffentlichte Aktualisierung der Automatisierungsplattform Zenphi. Die neue Funktion mit der Bezeichnung „Get User“ für das Google Directory stellt spezifische Datenpunkte, sogenannte Tokens, für automatisierte Prozesse bereit.
Zu diesen Informationen gehören die jeweilige Abteilung, die Kostenstelle, der direkte Vorgesetzte sowie die Mitarbeiter-ID und der physische Standort des Arbeitsplatzes.
Durch diese Integration können Unternehmen ihre Workflows für Zugriffsanfragen präziser steuern. Anfragen lassen sich dadurch automatisch nach der Berichtslinie, der Abteilungszugehörigkeit oder dem Standort routen. Ein Genehmigungsprozess muss somit nicht mehr händisch angestoßen werden, sondern erkennt eigenständig, welcher Vorgesetzte oder welche Kostenstelle für eine Freigabe zuständig ist.
Hoher Nachholbedarf bei der IT-Automatisierung
Hintergrund dieser Neuerungen ist ein erheblicher Rückstau bei der Digitalisierung interner Verwaltungsprozesse. Laut einer im September 2026 durchgeführten Umfrage unter IT-Leitern im Rahmen eines Zenphi-Webinars verfügen zwar 60 Prozent der befragten Organisationen über ein Ticketing-System, die Bearbeitung darin erfolgt jedoch weiterhin manuell durch IT-Mitarbeiter. Bei 23 Prozent der Unternehmen existiert demnach gar kein formaler Prozess für Zugriffsanfragen.
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Lediglich 7 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen gaben an, dass ihre Prozesse bereits vollständig automatisiert seien. Die Belastung für die Fachabteilungen ist dabei signifikant: Ein Drittel der Unternehmen sieht sich mit mehr als 50 manuellen Zugriffsanfragen pro Woche konfrontiert. Diese binden personelle Ressourcen, die für strategische Aufgaben fehlen.
Signifikante Entlastung der Administration
Die praktische Anwendung dieser Automatisierungslösungen zeigt laut dokumentierten Implementierungen deutliche Auswirkungen auf die Betriebseffizienz. Zu den Nutzern dieser Technologien zählen Organisationen wie Gordon Food Service, das Google Cloud Customer Experience Center sowie das Emerson College.
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Ergebnisse aus bereits umgesetzten Projekten deuten darauf hin, dass das Volumen an IT-Tickets durch die Automatisierung der Zugriffsverwaltung um 83 Prozent gesenkt werden konnte.
Die Zeit, die Administratoren für Routineaufgaben in der Google-Verwaltung aufwenden müssen, reduzierte sich in der Spitze um bis zu 85 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen das Potenzial für Unternehmen, durch die Verknüpfung von Verzeichnisdaten und automatisierten Genehmigungswegen die IT-Effizienz deutlich zu steigern.
