Cybersecurity: Jedes zehnte Unternehmen angegriffen
12.06.2023 - 11:54:52 | dpa.de
Etwa jedes zehnte Unternehmen ist im vergangenen Jahr Opfer eines Cyberangriffs oder Ă€hnlichen IT-Sicherheitsvorfalls geworden. Das geht aus einer reprĂ€sentativen Umfrage im Auftrag des TĂV-Verbands hervor, bei der 501 deutsche Unternehmen befragt wurden. «CybervorfĂ€lle sind heute keine Ausnahme mehr in der deutschen Wirtschaft, sondern sie sind die Regel und Alltag», sagte der PrĂ€sident des TĂV-Verbands Johannes Bussmann in Berlin. FrĂŒher oder spĂ€ter treffe es jedes Unternehmen, ergĂ€nzte er.
Aus Sicht der Unternehmen gehe die gröĂte Bedrohung von der organisierten CyberkriminalitĂ€t aus. Aber auch sogenannte InnentĂ€ter, also aktive oder ehemalige Mitarbeiter von Unternehmen oder staatliche Akteure, stellten eine Gefahr dar. In das Bild passe, dass seit dem Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine im vergangenen Jahr auch die Zahl an Cyberangriffen gegen deutsche Unternehmen gestiegen sei, sagte Bussmann.
«Parallel zu den KĂ€mpfen auf den Schlachtfeldern findet im Internet ein Cyberkrieg statt - und zwar nicht nur in der Ukraine, sondern auch hier bei uns», sagte Bussmann. Cyberangriffe auf RĂŒstungsunternehmen wie Rheinmetall kĂ€men «nicht von ungefĂ€hr». Etwa 16 Prozent aller befragten Unternehmen hĂ€tten dementsprechend mehr Angriffe auf sich verzeichnet. Mehr als die HĂ€lfte gab an, dass der Krieg die Gefahr von CybervorfĂ€llen erhöht habe.
Die Folgen von solchen Angriffen seien oft schwerwiegend: «Dienste von Kunden und Mitarbeitern sind oft nicht erreichbar, die Produktion fĂ€llt aus oder sensible Daten werden gestohlen», erklĂ€rte der PrĂ€sident des TĂV-Verbands. Gut jedes zweite Unternehmen habe deshalb auch seine Ausgaben fĂŒr Cybersecurity erhöht.
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