Jo-Jo-Effekt, Schnelles

Jo-Jo-Effekt: Schnelles Abnehmen ist nicht schädlicher als langsam

Veröffentlicht: 22.06.2026 um 06:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Pilates stärkt die Tiefenmuskulatur, doch Ernährung und Kaloriendefizit sind entscheidend für einen flachen Bauch.

Bauchfett verlieren: Was Core-Training wirklich bringt
Eine Frau in Sportkleidung führt eine Pilates-Übung auf einer Matte aus, die die Rumpfmuskulatur stärkt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Tiefenmuskulatur als natĂĽrliches Korsett

Der Musculus transversus abdominis ist der zentrale Muskel für eine stabile Körpermitte. Dieser querverlaufende Bauchmuskel wirkt wie ein natürliches Korsett. Ist er schwach ausgeprägt, kann sich der Unterbauch vorwölben.

Anzeige: Die neue Studie entkräftet die Angst vor dem Jo-Jo-Effekt: Schnelles Abnehmen kann genauso nachhaltig sein wie langsames – wenn man die richtigen Strategien kennt. Erfahren Sie, wie Sie mit wissenschaftlich belegten Methoden Bauchfett reduzieren und Ihr Wunschgewicht dauerhaft halten. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Zur gezielten Aktivierung setzen Trainer vermehrt auf hypopressive Atemtechniken. Diese Methode wurde ursprünglich für Bandscheibenpatienten entwickelt. Sie stärkt nicht nur die Optik, sondern auch Beckenboden und Rücken.

Doch Pilates allein macht noch keinen flachen Bauch. Ein 50-minütiges Training verbrennt im Schnitt nur 80 bis 180 Kalorien. Da lokale Fettverbrennung biologisch unmöglich ist, bleibt eine negative Energiebilanz durch Ernährung und Cardio die Voraussetzung für sichtbare Erfolge.

Gesundheitlicher Nebeneffekt: Weniger Bauchfett schĂĽtzt vor Diabetes

Die Reduktion von Bauchfett hat handfeste gesundheitliche Vorteile. Eine Langzeitstudie der Universität Leipzig und der Ben-Gurion-Universität mit 366 Teilnehmern zeigt: Wer das viszerale Fett um 10 Prozent senkt, reduziert sein Risiko für Typ-2-Diabetes um 28 Prozent. Dieser Effekt ist unabhängig vom Gesamtgewicht – und bleibt selbst bei späterer moderater Gewichtszunahme teilweise erhalten.

Hinzu kommt ein hormoneller Effekt. Eine Studie aus dem Jahr 2022 untersuchte Pilates bei älteren Frauen. Ergebnis: Acht Wochen Training verbesserten den Cortisolrhythmus. Chronisch erhöhtes Stresshormon begünstigt die Einlagerung von Bauchfett – Pilates wirkt hier indirekt über den Stressabbau.

Jo-Jo-Effekt: Schnell abnehmen ist nicht schädlicher

Auf dem Europäischen Adipositas-Kongress im Mai 2026 in Istanbul präsentierte Dr. Line Kristin Johnson überraschende Daten. Ihre Studie mit 284 Erwachsenen stellt gängige Annahmen zum Jo-Jo-Effekt infrage.

Eine Gruppe nahm mit weniger als 1.000 Kalorien pro Tag über acht Wochen schnell ab – und verlor initial 13 Prozent ihres Gewichts. Die Vergleichsgruppe mit moderater Reduktion kam auf 8 Prozent. Nach einem Jahr lag der Gewichtsverlust in der schnellen Gruppe bei 14,4 Prozent, in der langsamen bei 10,5 Prozent. Fazit: Zügiger Gewichtsverlust führt nicht zwangsläufig zum Jo-Jo-Effekt.

Die Pharmaindustrie arbeitet parallel an Lösungen gegen den unerwünschten Muskelabbau während Diäten. Eli Lilly testet den Wirkstoff Bimagrumab, der gezielt Fett abbauen und Muskeln erhalten soll. Cambrian Biotech entwickelt ATX-304, das den Stoffwechsel ähnlich wie Bewegung ankurbeln soll. Belastbare Ergebnisse werden für Ende 2027 erwartet.

Anzeige: Hartnäckiges Bauchfett trotz Training? Die Lösung liegt in der Kombination aus Ernährung und gezielter Muskelaktivierung. Unser Report zeigt, wie Sie mit der 80/20-Regel und hypopressiven Atemtechniken Ihren Stoffwechsel ankurbeln – ganz ohne Jo-Jo-Effekt. Report jetzt sichern

Ernährung: 80 Prozent des Erfolgs

Für eine nachhaltige Veränderung der Körperkomposition setzen Forscher auf den Verzicht stark verarbeiteter Lebensmittel und mehr Ballaststoffe. Schon eine Reduktion des Fastfood-Konsums um 20 Prozent kann spürbare Auswirkungen auf das Bauchfett haben.

Unterstützend wirken grüner Tee, Nüsse und Intervallfasten-Modelle wie die 5:2-Methode. In der Praxis hat sich die 80/20-Regel etabliert: 80 Prozent des Erfolgs steuert die Ernährung, 20 Prozent die sportliche Aktivität. Proteinreiche Kost, weniger Zucker und mehr Alltagsbewegung ergänzen das Core-Training – ohne strikte Verbote.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69600422 |