Jobsicherheit schlÀgt Gehalt: 58% wÀhlen Arbeitgeber nach StabilitÀt
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 22:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Laut der Randstad Employer Brand Research 2026 ist fĂŒr 58 Prozent der BeschĂ€ftigten die Arbeitsplatzsicherheit das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers. Das Gehalt rutscht mit 50 Prozent auf Platz vier.
Warum Unternehmen plötzlich umdenken mĂŒssen
Der Trend zeigt sich auch auf Arbeitgeberportalen. Analysen von kununu belegen: Fehlt die Jobsicherheit, sinkt die durchschnittliche Bewertung auf 2,2 Sterne. Experten sehen darin ein klares Signal fĂŒr stabile UnternehmensfĂŒhrung.
FĂŒr die Randstad-Studie wurden Anfang des Jahres 4.331 Personen in Deutschland befragt. Das Ergebnis: Weiche Faktoren wie Unternehmenskultur und Wertevermittlung gewinnen massiv an Bedeutung.
Das Versprechen, das Mitarbeiter bindet
Im Wettbewerb um Talente setzen Firmen verstĂ€rkt auf die Employee Value Proposition (EVP). Dieses Versprechen umfasst VergĂŒtung, persönliche Entwicklung und gelebte Kultur. Daten von Deepler zeigen den Effekt: Unternehmen mit klarer EVP haben 69 Prozent weniger Fluktuation und 29 Prozent mehr Engagement.
Doch viele tun sich schwer. 92 Prozent planen Neueinstellungen, aber 14 Prozent können kein klares Profil bilden. HR-Abteilungen mĂŒssen durch Feedback und gezielte MaĂnahmen die Bindung verbessern.
Schatten-KI: Jeder Zweite nutzt nicht freigegebene Tools
Eine Studie von Bilendi aus Juni 2026 zeigt eine Diskrepanz: Fast die HÀlfte der BeschÀftigten nutzt KI-Tools ohne offizielle Freigabe. Besonders kritisch: 15,7 Prozent geben strategische Informationen ein, 12,9 Prozent Kundendaten.
Nur 28,5 Prozent trauen sich an komplexe KI-Agenten. Die Personalabteilung muss hier als Treiber der digitalen Transformation klare Richtlinien und Schulungen liefern.
Wer die Fluktuation senken und Talente binden will, findet in diesem Report die entscheidenden Hebel: von der EVP-Checkliste bis zum Reverse-Mentoring-Leitfaden. Jetzt kostenlosen EVP-Report anfordern
Reverse Mentoring: Wenn der Azubi dem Chef was beibringt
Moderne FĂŒhrungskonzepte fördern den Austausch zwischen den Generationen. Beim Reverse Mentoring lernen FĂŒhrungskrĂ€fte von jĂŒngeren Mitarbeitern â vor allem digitales Know-how. Das stĂ€rkt AgilitĂ€t, WertschĂ€tzung und das Employer Branding.
Diversity ist der Ausgangspunkt fĂŒr inklusive Kultur. Fachleute unterscheiden sieben Dimensionen: Alter, Herkunft, Geschlecht, FĂ€higkeiten, Religion, SexualitĂ€t, soziale Herkunft. Entscheidend ist das ZugehörigkeitsgefĂŒhl (Belonging).
VW zeigt, wie Vertrauen zerbricht
Die Automobilindustrie liefert ein Negativbeispiel. Bei Volkswagen eskalierte der Konflikt zwischen Vorstand und Betriebsrat. CEO Oliver Blume wird Vertrauensbruch vorgeworfen â PlĂ€ne ĂŒber mögliche WerksschlieĂungen und den Abbau von bis zu 100.000 Stellen wurden ohne Einbindung der Belegschaft kommuniziert.
Der Restrukturierungsplan sah die SchlieĂung von Standorten wie Hannover, Emden, Zwickau oder Neckarsulm vor. Der Aufsichtsrat lehnte ihn mit 7 zu 12 Stimmen ab. Die Betriebsratsvorsitzende mahnte: Das Vertrauen in die FĂŒhrung sei nahezu aufgebraucht.
Doomjobbing: Endlos scrollen, wahllos bewerben
Vertrauensverlust in der FĂŒhrungsebene kostet Sie wertvolle FachkrĂ€fte â wie der VW-Fall zeigt. Unser Leitfaden liefert konkrete Schritte zu mehr Arbeitsplatzsicherheit und transparenter Kommunikation. Arbeitsplatzsicherheit jetzt stĂ€rken
Auch der Bewerbungsprozess wandelt sich. Robert Half beschreibt das PhĂ€nomen des âDoomjobbingâ: Jobsuchende scrollen endlos durch Stellenanzeigen und bewerben sich wahllos. Experten raten zu gezielterer Auswahl â die Time-to-Hire betrĂ€gt mittlerweile bis zu 120 Tage.
Die QualitĂ€t der Kommunikation wird zum Imagefaktor. Ein Beispiel aus Prag zeigt: Eine Softwarefirma erzielte mit ehrlicher Kritik an KI-Bewerbungen viralen Erfolg. Talente wĂŒnschen sich AuthentizitĂ€t und WertschĂ€tzung bereits beim ersten Kontakt.
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