Juice, Jacking

Juice Jacking: iPhone XR und iPhone 11 anfällig für Datendiebstahl

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 10:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsexperten warnen vor Datenklau an öffentlichen USB-Ports. Ältere iPhones mit Hardware-Lücke besonders gefährdet.

Öffentliche USB-Ladestationen: Risiko für Smartphone-Daten
Ein Smartphone, das an eine öffentliche USB-Ladestation angeschlossen ist, mit angedeuteten digitalen Datenströmen, die auf Juice Jacking hindeuten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsexperten warnen vor „Juice Jacking“, dem Diebstahl von Daten oder Einschleusen von Schadsoftware über manipulierte USB-Anschlüsse an Flughäfen, Bahnhöfen oder in Einkaufszentren. Konkrete Vorfälle wurden bis Mitte Juli 2026 nicht offiziell bestätigt, doch Fachleute sehen ein erhebliches theoretisches Risiko.

Hardware-Lücke betrifft ältere iPhones

Charles Henderson von IBM Security stuft öffentliche Ladepunkte als potenzielles Einfallstor für Cyberkriminelle ein. Besonders kritisch ist die Hardware-Schwachstelle „usbliter8“. Sie betrifft ältere A12- und A13-Prozessoren von Apple – etwa im iPhone XR, iPhone 11 und iPhone SE der zweiten Generation. Das Problem: Die Lücke sitzt auf Hardware-Ebene und lässt sich nicht durch Software-Updates schließen.

Auf der Softwareseite haben Apple und Google dagegen nachgerüstet. iOS 18.4 und Android 15 blockieren unberechtigte Datenübertragungen über USB. Die Mechanismen greifen, sobald ein angeschlossenes Gerät versucht, eine Datenverbindung aufzubauen.

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Einfacher Schutz: Spezielle Kabel und Adapter

Die sicherste Methode: eigenes Netzteil für die Steckdose nutzen. So entsteht keine Verbindung zu fremden Datenports. Wer trotzdem öffentliche USB-Anschlüsse nutzen muss, greift zu spezieller Hardware.

Sogenannte „Charge-Only“-Kabel unterbinden den Datentransfer physisch. Sie nutzen nur die Leitungen, die für den Ladevorgang nötig sind. Der Hersteller Elecom bietet solche Kabel ab etwa 5,50 Euro an. Alternativ helfen USB-Kondome: Diese Adapter werden zwischen Ladekabel und öffentlichen Port gesteckt und blockieren die Datenleitungen.

Bevölkerung fordert Schutz

Das Bewusstsein für die Gefahren wächst. Laut einer aktuellen Umfrage fühlen sich rund 60 Prozent der Befragten unwohl, wenn sie ihr Smartphone an fremden USB-Ports laden müssen. Die Forderung nach integrierten Sicherheitslösungen ist enorm: Knapp 94 Prozent verlangen von den Herstellern technische Schutzmaßnahmen gegen unbefugte Zugriffe.

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