Junge Erwachsene: 59 Prozent psychisch belastet, 39 Prozent diagnostiziert
05.06.2026 - 02:04:27 | boerse-global.de
Das zeigt der AXA Mind Health Report 2026. Ăberraschend: Anders als im globalen Trend ist hier nicht der Job die gröĂte Belastung, sondern die Kindererziehung.
Warum so viele Menschen im Alltag nur noch funktionieren, anstatt wirklich zu leben, hat oft tiefliegende Ursachen in der fehlenden mentalen Entlastung. Dieser kostenlose Ratgeber bietet leicht umsetzbare Tipps und Ăbungen, um Stress nachhaltig zu reduzieren und wieder mehr innere Ruhe im Hier und Jetzt zu finden. Kostenlosen Achtsamkeits-Guide jetzt herunterladen
Eltern unter Druck
In 18 untersuchten LÀndern dominieren berufliche Unsicherheit und Geldsorgen die Liste der psychischen Belastungen. Die Schweiz fÀllt aus dem Rahmen. 45 Prozent der Befragten nennen Kindererziehung als Hauptstressfaktor. Dahinter folgen ZukunftsÀngste (43 Prozent) und finanzielle Sorgen (42 Prozent).
Die Zahl psychischer Erkrankungen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Doch die FĂ€lle werden schwerer: Der Anteil schwerer psychischer Leiden stieg von 23 Prozent (2022) auf 26 Prozent (2026). Am hĂ€ufigsten diagnostizieren Ărzte Depressionen (12 Prozent) und Angststörungen (9 Prozent).
Junge Erwachsene besonders betroffen
Die Altersgruppe der 18- bis 24-JĂ€hrigen leidet am stĂ€rksten. 59 Prozent fĂŒhlen sich psychisch belastet, 39 Prozent haben bereits eine klinische Diagnose. Ein Treiber: der Medienkonsum.
Die durchschnittliche Bildschirmzeit liegt in der Schweiz bei 4,1 Stunden tĂ€glich â unter dem globalen Schnitt von 5,1 Stunden. Trotzdem berichten zwei Drittel der Befragten von negativen Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden. Bei den Jungen sind es sogar 93 Prozent. Sie klagen ĂŒber schlechteren Schlaf, nachlassende Konzentration und gedrĂŒckte Stimmung.
Dauerhafter Stress und das GefĂŒhl, im Hamsterrad festzustecken, beeintrĂ€chtigen nicht nur die Stimmung, sondern auch die langfristige Gesundheit. Erfahren Sie in diesem bewerteten Ratgeber, welche Strategien Experten fĂŒr mehr Gelassenheit und eine bessere Work-Life-Balance im stressigen Alltag empfehlen. Gratis simplify-Ratgeber fĂŒr mehr Gelassenheit sichern
Steigende Kosten fĂŒr die Gesellschaft
Die psychische Krise hinterlĂ€sst Spuren in der Statistik. Zwischen 2021 und 2025 stiegen die psychisch bedingten FĂ€lle bei der Invalidenversicherung um 78 Prozent. SchĂ€tzungen zufolge entfĂ€llt inzwischen die HĂ€lfte aller IV-RĂŒckstellungen auf psychische Erkrankungen.
Doch viele Betroffene bleiben ohne Hilfe. 43 Prozent suchen weltweit keine professionelle UnterstĂŒtzung. In der Schweiz halten 45 Prozent eine Behandlung fĂŒr unnötig, 35 Prozent scheuen die Kosten.
KI als Alternative?
Technologische Lösungen gewinnen an Bedeutung. Bereits 55 Prozent der Schweizer nutzen KI fĂŒr Fragen zur mentalen Gesundheit. Global sind es sogar 63 Prozent. Doch die Zufriedenheit ist geteilt: 45 Prozent sind mit den Antworten der KI unzufrieden. Gleichzeitig vertrauen 38 Prozent der KI in Gesundheitsfragen mehr als menschlichen Experten.
Blick auf die nÀchste Generation
Die Belastung der Eltern spiegelt sich bei Kindern und Jugendlichen wider. Daten des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums zeigen: Zwischen 2006 und 2017 stiegen die Konsultationen in psychiatrischen Praxen um 65 Prozent. In der ambulanten Spitalpsychiatrie fĂŒr Kinder und Jugendliche sogar um 120 Prozent. Als Ursachen nennen Experten steigenden Schuldruck, familiĂ€re Belastungen, Digitalisierung und soziale Medien.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
