Kaffee, Tassen

Kaffee: Fünf Tassen täglich senken Körperfett um 3,3 Prozent

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Finnische Analyse mit 2.264 Probanden: Hoher Kaffeekonsum ist mit niedrigerem Körperfett, mehr Muskelmasse und günstigeren Stoffwechselwerten bei Männern assoziiert.

Kaffee-Studie: Vieltrinker zeigen bessere Körperwerte und Hormonprofile
Eine dunkle Espressotasse auf einem Holztisch bei sanftem Morgenlicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Wissenschaftliche Untersuchungen liefern neue Erkenntnisse über die Korrelation zwischen hohem Kaffeekonsum und verschiedenen gesundheitlichen Parametern. Eine im August 2026 veröffentlichte Analyse der Universität Oulu in Finnland befasst sich intensiv mit den Auswirkungen auf die Körperzusammensetzung, den Stoffwechsel und hormonelle Marker.

Die Datenbasis der im „European Journal of Nutrition“ erschienenen Studie umfasst 2.264 Teilnehmer im Alter von 46 Jahren, die der „Northern Finland Birth Cohort 1966“ angehören.

Auswirkungen auf die Körperzusammensetzung

Die Untersuchung der finnischen Forscher zeigt deutliche Unterschiede in der physischen Konstitution von Personen mit hohem Kaffeekonsum im Vergleich zu moderaten Konsumenten.

Als Vieltrinker wurden in der Erhebung Personen definiert, die fünf oder mehr Tassen Kaffee pro Tag konsumieren. Diese Gruppe wies im Vergleich zu Teilnehmern, die lediglich ein bis zwei Tassen täglich tranken, signifikant andere Werte bei der Fett- und Muskelverteilung auf.

Laut den Studienergebnissen lag der Körperfettanteil der Vieltrinker bei durchschnittlich 27,14 Prozent, während die Vergleichsgruppe mit geringerem Konsum einen Wert von 30,40 Prozent erreichte. Auch bei der absoluten Fettmasse zeigten sich Differenzen: Während die Gruppe mit hohem Konsum auf 22,17 kg kam, wurde bei der moderaten Gruppe eine Fettmasse von 24,51 kg gemessen.

Besonders hervorzuheben ist der Unterschied beim viszeralen Fett, das als gesundheitlich besonders relevant gilt. Hier betrug der Wert bei den Vieltrinkern 102,52 cm² gegenüber 108,57 cm² in der Vergleichsgruppe.

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Gleichzeitig wurde bei den Probanden mit hohem Kaffeekonsum eine höhere Skelettmuskelmasse festgestellt. Diese lag bei durchschnittlich 32,46 kg, während die Gruppe mit geringerem Konsum 30,17 kg aufwies. Interessanterweise blieb der Body-Mass-Index (BMI) in beiden Gruppen nahezu identisch: Er wurde mit 26,79 bei den Vieltrinkern und 26,87 bei den moderaten Konsumenten angegeben.

Hormonelle und metabolische Veränderungen bei Männern

Neben der rein physischen Zusammensetzung untersuchten die Wissenschaftler auch metabolische und hormonelle Indikatoren. Ein hoher Kaffeekonsum von mindestens fünf Tassen täglich war mit niedrigeren Werten bei verzweigtkettigen Aminosäuren assoiiert.

Insbesondere bei männlichen Teilnehmern konnten spezifische Effekte beobachtet werden. Die Studie verzeichnete in dieser Gruppe bessere Glukose- und Insulinwerte im Zusammenhang mit dem hohen Kaffeekonsum. Darüber hinaus stellten die Forscher bei den Männern ein höheres Gesamttestosteron sowie höhere Werte des Sexualhormon-bindenden Globulins (SHBG) fest. Im Gegenzug war der freie Androgen-Index bei diesen Probanden niedriger ausgeprägt.

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Methodik und wissenschaftliche Einordnung

Die Datenerhebung stützt sich auf eine homogene Kohorte, wobei 98 Prozent der Teilnehmer angaben, Filterkaffee zu konsumieren. Die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgte im August 2026 und bietet eine detaillierte Momentaufnahme innerhalb der Northern Finland Birth Cohort 1966.

Trotz der statistischen Zusammenhänge betonen die beteiligten Wissenschaftler der Universität Oulu die Grenzen der Untersuchung. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, ist ein direkter kausaler Nachweis durch diese Daten allein nicht erbracht.

Die Ergebnisse beschreiben bestehende Assoziationen zwischen dem Konsumverhalten und den körperlichen Markern, erlauben jedoch keine abschließende Aussage darüber, ob der Kaffeekonsum die alleinige Ursache für die beobachteten physischen und hormonellen Vorteile ist. Weitere Forschung in diesem Bereich wird als notwendig erachtet, um die zugrunde liegenden Mechanismen vollständig zu verstehen.

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de | wissenschaft | 70003418 |