Kagi, Orion

Kagi gibt Orion für Linux und Windows auf: Quellcode soll in 30 Tagen folgen

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 20:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kagi stellt die Eigenentwicklung für Linux und Windows ein; macOS und iOS bleiben davon unberührt.

Kagi gibt Orion für Linux und Windows als Open Source frei
Ein minimalistischer, leerer Raum mit einem hölzernen Schreibtisch vor einem Fenster, das auf eine herbstliche Landschaft blickt. Illustration mit AI erstellt.

Das Unternehmen Kagi beendet die eigene Entwicklung seines Browsers Orion für die Plattformen Linux und Windows. Stattdessen sollen beide Versionen als Open Source veröffentlicht werden, wie Kagi mitteilte. Der für Ende 2026 geplante Windows-Start des Browsers entfällt damit.

Quellcode soll innerhalb von 30 Tagen folgen

Laut Kagi soll der Quellcode beider Versionen innerhalb von 30 Tagen veröffentlicht werden. Das Unternehmen will künftig keine Kernwartung mehr übernehmen und sucht stattdessen Entwickler aus der Community, die die Weiterentwicklung als Maintainer fortführen sollen. Damit verlagert Kagi die Verantwortung für Linux und Windows faktisch von sich weg auf externe Freiwillige.

Die bestehende Linux-Beta soll zunächst weiter funktionieren, erhält nach der Umstellung aber keine Updates mehr von Kagi selbst. Das Unternehmen rät ausdrücklich davon ab, die Linux-Beta als Hauptbrowser zu nutzen – ein deutlicher Hinweis darauf, dass Nutzer mit Einschränkungen und ausbleibender Pflege rechnen müssen, solange sich keine Community-Lösung etabliert.

macOS und iOS bleiben unberührt

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Von der Umstellung ausgenommen ist die Entwicklung von Orion für macOS und iOS. Diese läuft nach Angaben von Kagi unverändert weiter. Der WebKit-basierte Browser war ursprünglich 2021 für macOS erschienen, 2022 folgte die iOS-Version, 2023 kam die Linux-Beta hinzu. Die Windows-Version hatte es bislang nicht über die Ankündigungsphase hinaus geschafft.

Community soll Lücke füllen

Mit der Ankündigung signalisiert Kagi, dass die Entwicklung von Orion für Linux und Windows künftig von der Community getragen werden soll. Ob und wie schnell sich Maintainer finden, die Pflege und Weiterentwicklung übernehmen, ist offen.

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Für Nutzer der Linux-Beta bedeutet die Entscheidung zunächst, dass der Browser zwar nutzbar bleibt, langfristige Stabilität und Sicherheitsupdates aber nicht mehr garantiert sind, solange keine tragfähige Open-Source-Struktur entsteht.

Nutzer, die auf eine baldige Windows-Version gewartet hatten, müssen sich nun auf unbestimmte Zeit gedulden oder auf eine mögliche Community-Entwicklung hoffen, da Kagi diesen Zweig offiziell nicht weiterverfolgt.

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